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Social Media Marketing
Änderung für Facebook-Gruppen: Geheime Gruppen und interne Chats werden abgeschafft
© Facebook

Änderung für Facebook-Gruppen: Geheime Gruppen und interne Chats werden abgeschafft

Michelle Winner | 19.08.19

Während die Privatsphäre-Einstellungen von Gruppen von drei auf zwei Möglichkeiten reduziert werden, verschwinden interne Konversationen komplett.

Der August neigt sich dem Ende und mit diesem kommen große Veränderungen für die Gruppen auf Facebook. Wie das Unternehmen verkündet, werden die Privatsphäre-Settings dieser vereinfacht und von drei auf zwei Auswahlmöglichkeiten minimiert. Doch das ist noch nicht alles. Ab dem 22. August sollen die gruppeninternen Chats abgeschafft werden.

„Geheime“ Gruppen stehen nicht mehr zur Auswahl

Bisher gab es beim Eröffnen einer Gruppe drei Möglichkeiten, deren Privatsphäre-Einstellungen festzusetzen. Öffentlich (jeder kann die Gruppe finden, Beiträge einsehen und Eintritt anfragen), Geschlossen (nur Mitglieder können Beiträge und andere Mitglieder einsehen) und Geheim (nur Mitglieder können die Gruppe finden und es benötigt eine Einladung zum Beitritt). Heißt, bisher gab es eine große Zahl an Gruppen, die von den meisten Nutzern nicht aufgefunden werden konnten. Dies ist praktisch für das Organisieren privater Events, wie Geburtstagen, oder firmeninterne Absprachen.

Die neuen Auswahlmöglichkeiten verpacken die alten Einstellungen unter neuen Namen. „Geheim“ steht ab sofort nicht mehr als Setting zur Verfügung. Stattdessen können Nutzer entscheiden, ob sie eine Gruppe auf Öffentlich oder Privat stellen. Für letztere Auswahl gibt es noch die Chance festzulegen, ob die Gruppe in der Suche sichtbar oder nicht sichtbar sein soll. Eine genaue Übersicht bietet Facebook selbst:

© Facebook

Weitere Änderungen für Chats in Gruppen

Des weiteren heißt es ab dem 22. August „Auf Wiedersehen“ für die privaten Chats in Gruppen. Da es bereits Irritationen diesbezüglich gab, hier noch einmal die Klarstellung: Gruppenchats sind auf Facebook weiterhin problemlos möglich. Die neue Änderung betrifft lediglich das Feature, welches bisher erlaubt hat, in Gruppen selbst einen Chat mit Mitgliedern zu starten, um über bestimmte Themen zu sprechen. Bereits seit dem 16. August ist es nicht mehr möglich, einen solchen zu erstellen. Bereits bestehende Chats in Gruppen werden dann zum oben genannten Datum zwar noch lesbar sein, jedoch können Mitglieder nicht mehr antworten. Lediglich die Mitteilung, dass die Chat-Teilnehmer den Chat verlassen haben, wird neu angezeigt werden. Eine detaillierte Auflistung der Veränderungen teilte Matt Navarra auf Twitter:

Facebook erklärt diese Änderung damit, dass die aktuelle Infrastruktur der App diese Form der Kommunikation nicht mehr unterstützen würde. Jedoch sei sich das Unternehmen darüber bewusst, wie wertvoll die internen Chats für Gruppenmitglieder waren. Daher werde bereits an einer neuen Methode für die schnelle Kommunikation innerhalb von Gruppen gearbeitet.

Facebook ändert Einstellungen, doch die Probleme bleiben

Die Änderungen zeigen, dass Facebook das Potenzial von Gruppen erkannt hat. Schließlich nutzen immer mehr Nutzer diese, um sich mit anderen auszutauschen, egal ob privat oder öffentlich. Die neuen Privatsphäre-Settings sollen den Usern eine bessere Übersicht darüber geben, wer die Gruppe finden und wer Beiträge einsehen kann. Nichtsdestotrotz bleibt ein fader Beigeschmack, wirft man einen Blick auf die vergangenen Skandale, die Facebook-Gruppen betrafen. So wurden geheime Gruppen beispielsweise für die Planung und den Austausch über Verbrechen genutzt. Und auch Impfgegner machten davon Gebrauch, indem sie in geschlossenen Gruppen Missinformationen über das Impfen verbreiteten und damit Kinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem in Gefahr brachten.

Facebook gibt an, über 30.000 Mitarbeiter zu haben, die sich um die Sicherheit auf der Plattform bemühen. Hinzu kommen Content-Moderatoren und KI, die dabei helfen sollen, fragliche Inhalte herauszufiltern und gegebenenfalls zu entfernen. Dass diese Bemühungen jedoch oft nicht ausreichen, zeigen vergangene Schlagzeilen.

Die Settings Öffentlich und Geschlossen stellen eine gute Möglichkeit dar, die Privatsphäre von Usern zu schützen. Jedoch bleibt die Frage, ob es „nicht sichtbare“ Gruppen geben sollte. Die Einstellung erschwert es, bedenkliche Inhalte schnell auszumachen und zu eliminieren. Gleichzeitig schützt sie private Events und firmeninterne Besprechungen vor dem Auge der Öffentlichkeit. Schlussendlich bleibt abzuwarten, wie die User die Neuerungen der Facebook-Gruppen annehmen – und ob diese überhaupt einen großen Unterschied machen.

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