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Google Wallet bietet Paid-Content

Google Wallet bietet Paid-Content

Stephanie Ludermann | 04.10.12

Google Wallet bietet Verlegern mit der Funktion "Web Content" die Möglichkeit, Artikel gegen eine geringe Gebühr zur Verfügung zu stellen.

Googles Bezahldienst-Service „Google Wallet“ hat soeben eine neue Funktion hinzugefügt, mit der Webseitenbetreiber die Möglichkeit haben, Inhalte für kleines Geld zu verkaufen. Um Beiträge von Blogs, News-Seiten oder anderweitigen Online-Medien-Anbieter vollständig lesen zu können, werden Interessierte mit einem Betrag zwischen 25 und 99 US-Cent zur Kasse gebeten. Laut Google ist Wallet lediglich ein Experiment, mit dem getestet werden soll, ob Menschen dazu bereit sind, für relevante Inhalte zu bezahlen.

Kostenpflichtige Inhalte mit Geld-zurück-Garantie

Webseiten haben die Möglichkeit, das Google Wallet Feature zu integrieren und ihren Usern somit kostenpflichtige Inhalte zur Verfügung zu stellen. Damit die Nutzer einen kurzen Einblick in die Beiträge erhalten und somit entscheiden können, ob der Inhalt interessant ist oder nicht, werden einige Zeilen sichtbar, um zu zeigen, worum es sich bei dem Artikel überhaupt handelt. Der restliche Text wird verdeckt und kann erst dann eingesehen werden, wenn der Inhalt bezahlt worden ist. Wer merkt, dass der bezahlte Text doch nicht so das Wahre ist, hat binnen von 30 Minuten nach dem Erwerb die Möglichkeit, sein Geld mit nur einem Klick wieder zurück zu bekommen – quasi eine Geld-zurück-Garantie.

Wer jetzt allerdings glaubt, man könne sich dauerhaft Texte kaufen, diese kopieren und dann das Geld zurück fordern, der irrt sich. Der Internetriese hat diesen Faktor natürlich einkalkuliert und geht ganz klar gegen einen derartigen Missbrauch des angebotenen Services vor. Wer vermehrt mit einem solchen Verhalten auffällt, bekommt die Möglichkeit der Geld-zurück-Garantie entzogen, wird aber nicht gänzlich von der Nutzung des Paid-Content-Features ausgeschlossen. Es können also weiterhin Inhalte erworben werden, dann allerdings ohne das Recht des „Umtauschs“.

Vorteile für Content-Anbieter und User

Bereits seit einiger Zeit bieten verschiedenste Zeitungsverleger ihren Kunden oder Interessenten die Möglichkeit, sich beispielsweise Artikel aus dem Archiv herunterzuladen oder online durchzulesen. Die meisten Anbieter vertreiben diese Texte allerdings nicht kostenfrei, sondern gegen eine geringe Gebühr. Das Problem für die User ist noch nicht einmal das sie für Inhalte einen kleinen Obolus zahlen müssen, sondern vielmehr, dass sie sich bei jedem Verleger oder Anbieter ein eigenes Benutzerkonto anlegen müssen. Dieses Problem hat man mit Google Wallet nicht, denn hier ist lediglich ein bereits bestehendes Google-Konto relevant. Wer keins hat, muss sich natürlich eins anlegen, allerdings ist das dann eine einmalige Sache und man hat sich fünf verschiedene Konten bei unterschiedlichen Verlagen gespart.

Für Verleger hat die Funktion Web Content von Google Wallet den Vorteil, dass sie Premium-Inhalte zu einem kleinen Preis anbieten können. Hierfür müssen die Artikel-Anbieter lediglich Google Wallet in ihre Webseite einbauen. Nutzer können somit die angebotenen Inhalte mit einem Klick kaufen. Dank der Geld-zurück-Garantie – bei Google Wallet im Übrigen „instant refund“ genant -, geben die Verleger, Blogger oder Webseitenbetreiber ihren Lesern Sicherheit. Des Weiteren werden die Inhalte auch in die Google-Suche integriert, sodass die potenziellen Leser bereits über die Suchfunktion einen ersten Ausschnitt lesen können und eine Vorschau auf den Rest des Artikels bekommen.

Kommentare aus der Community

Jörg am 12.03.2013 um 14:06 Uhr

Google Wallet for Content wurde übrigens heute nach nur 6 Monaten Testphase eingestellt und soll nicht fortgeführt werden. Die Meldung von Google kann man in meinem Blog-Post nachlesen: http://www.musclecat.com/614/google-wallet-for-content-wird-eingestellt/

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werwerer am 04.10.2012 um 15:17 Uhr

Damit ist Google den Verlegern wieder einmal einen Schritt voraus

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