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Google macht Vergleichsportalen Konkurrenz

Google macht Vergleichsportalen Konkurrenz

Timo Appelles | 02.09.13

Google scheint sich verstärkt auch als Vergleichsportal positionieren zu wollen - zumindest im Bereich Versicherungen.

Die Agentur MOZ veröffentlichte in der vergangenen Woche auf ihrer Google+-Seite einen interessanten Screenshot, der zeigt, wie Google sich in den USA immer stärker als Vergleichsportal positioniert. Darüber hat auch der Versicherungsbote berichtet. Der Screenshot zeigt ein neues Anzeigenformat für Versicherungen.

In diesem Fall wurde in den USA der Suchbegriff „Car Insurance“ eingegeben. In den organischen Suchergebnissen tauchte in der Folge eine Werbeanzeige auf, die verschiedene Versicherungen in einer Tabelle auflistet und anhand von fünf Kriterien vergleicht.

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Der Versicherungsbote hat die Anzeige mit dem Ergebnis bei einer Suche in Deutschland verglichen. Auffällig ist demnach, dass sich bei der Suche in Deutschland die drei Anzeigen, die auftauchen, relativ homogen in die Ergebnisse einfügen. Die Tabelle hingegen ist aus optischer Sicht sehr auffällig. Was bedeutet: Mithilfe der Tabelle kann mehr Aufmerksamkeit generiert werden.

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Von Vorteil ist bei dem neuen Format, dass die Wahrnehmung höher ist als bei „herkömmlichen“ Anzeigen. Sicher ist aber wohl auch, dass die Kosten für eine Position innerhalb dieses Formats höher liegen dürften.

Es zeigt sich, wie wichtig gute Bewertungen für ein Unternehmen sind. Denn bekommt der User eine derartige Tabelle als Entscheidungshilfe geboten, wird er unter Umständen seine Eigenrecherche deutlich kürzer gestalten. Und sich auf die „Empfehlung“ der Tabelle verlassen.

Facebook-User sieht Schwächen bei dem System

In einer Facebook-Gruppe wurde dieses neue Format diskutiert. Dabei führte ein User an, dass Versicherungen beratungsintensive Produkte seien. Hier müsse der User sich also schlichtweg noch ausführlicher informieren, wenn er wirklich einen guten Abschluss tätigen wolle. Und Google könne dies in der Breite nicht so abdecken.

Einen Trend liefert das neue Anzeigenformat sicher trotzdem. Der User bekommt bereits ein paar grobe Angebote vorgelegt – und diese wird er bei der weiteren Recherche vielleicht nicht mehr vergessen.

Kommentare aus der Community

Michael Marheine am 02.09.2013 um 13:24 Uhr

Google weiss sehr wohl auch, wo er gute Dienste leisten kann. Keiner hat eine solch ausgeklügelte und komplette Datenbasis zur Auswertung.

Es ist bereits von mir vor über einem Jahr auf meinen diversen Blogs darauf hingewiesen worden, dass Google sich auf der Seite 1 der Suchergebnisse breit machen wird mit eigenen Anzeigen oder Anzeigen der zu Google direkt als Unternehmen zuzuschreibenden Dienstleister. Wo das Geld in die eigene Kasse läuft, ist Google ja egal.

Es werden neben den Bereichen Versicherungen und Geld verdienen, Geldanlage selbstverständlich weitere ertragreiche Bereiche angegriffen. So sehe ich den Reisemarkt ebenfalls im Umbruch. Alle kleinen Reiseagenturen und wohl auch selbständigen Reiseberater werden sich dieser Übermacht nicht erwehren können.

Denken wir nur an Google Maps, Google Street View, dazu noch die Reise-Vergleichsangebote und die Versicherungen … dann kann man schnelle erkennen, was sich da Google in den letzten Jahren alles an Diensten zusammengekauft hat.

Alles passt zusammen, denn wer eine Reise mit passenden Flügen buchen will, der geht zuerst ins Internet. Wenn er dort die Vergleiche gesichtet hat, welche allesamt irgendwo Provisionen – grösser oder kleiner – in deren Tasche spülen werden, dann kommt natürlich auch die passende Koffer-, Reiserücktritts-Versicherung parallel in einem Schritt zur Anwendung. Dann natürlich der Transport vor Ort, Transfers aller Art, dazu das passende Filmchen gleich daneben, wie man aus dem Terminal raus kommt und wo man den Mietwagen abholen kann etc.

Alles aus einem Google-Guss, zur schnellen Paketabfertigung der gesamten Buchung und an allen einzelnen Schritten wird mehr oder weniger an Provisionen verdient. Dabei noch ein einzigartiges Buchungserlebnis geliefert! Alles in einem Rutsch eben!

Da wird es fast egal sein, ob beim Vergleich verschiedener Versicherungen ein User bei A oder B letztendlich kaufen wird, denn über Links zu den Infos werden dann bei jedem Angebot Cookies gesetzt worden sein. Eine Provision wird immer abfallen.

Michael Marheine

Autor bloggt auf diversen eigenen Plattformen zu Themen wie Online-Marketing und Social Media

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