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Performance Marketing
Warum Podcaster für Influencer Marketing unerlässlich sind

Warum Podcaster für Influencer Marketing unerlässlich sind

Ein Gastbeitrag von Therese Kuch | 25.03.22

Sie sind glaubwürdig, Aufmerksamkeit ist ihnen gewiss: Podcaster vermitteln spannende Inhalte und agieren gleichzeitig als authentische Markenbotschafter:innen. Das macht sie zu wertvollen Kooperationspartner:innen für Unternehmen.

Seit Jahren gehört die Heineken-0.0-Werbung so zum Hotel Matze wie die Plakatwand, auf der seine Gäste zum Ende einer jeden Folge etwas schreiben dürfen. Matze Hielscher ist Influencer – wenngleich er sich selbst vermutlich nie so bezeichnen würde – und erzielt mit prominenten Gesprächspartner:innen in seinem Interview-Podcast eine Reichweite von 750.000 monatlichen Hörer:innen.

Die Gründe, warum immer mehr Menschen auf den Geschmack kommen und Podcasts abonnieren sind vielseitig: Zum einen ist es ein sehr persönliches Erlebnis, einen Podcast anzuhören. Die fesselnde Erzählweise, der Einblick in private Momente der Podcast Hosts und ihrer Gäste zieht die Hörer:innen in ihren Bann. So sehr, dass vier von fünf Menschen eine Podcast-Episode zu Ende hören, die durchschnittlich fast 40 Minuten dauert.

Der Podcast-Trend der vergangenen Jahre führt nicht etwa dazu, dass die Nachfrage gesättigt wird, sondern hat diese sogar noch befeuert. Heute gibt es Formate für jeden Geschmack und für Marken damit auch Möglichkeiten zur Platzierung von Produkten oder Dienstleistungen. So schafft es etwa Influencer Paul Ripke mit seinem Podcast AWFNR, das Vertrauen der Hörer:innen zu verstärken, indem er gelungen die Gespräche werblich unterbricht, dies durch persönliche Erfahrungen mit der Marke oder dem Produkt unterstützt. Der anhaltende Trend hin zu immer mehr Podcast-Hörer:innen ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich Podcasts und das Sponsoring selbiger lohnen – und zwar für die Hosts, für Marken und auch für Hörer:innen.

Echter, thematischer Fokus

Podcaster agieren als authentische Markenbotschafter:innen, was sie zu wertvollen Kooperationspartner:innen für Unternehmen macht. Um die Authentizität einer Marke zu verstärken, empfiehlt es sich für Markenverantwortliche, mit solchen Influencern zu kooperieren, die sich auf bestimmte Thematiken spezialisiert haben – bestenfalls passend zur eigenen Markenphilosophie. So lässt sich durch Sponsoring eines in der gewünschten Zielgruppe beliebten Podcast Hosts eine gewinnbringende Nischengemeinschaft herstellen. Ein Beispiel hierfür ist der Podcast „On the way to New Work“ von Michael Trautmann und Christoph Magnussen, der sich mit neuen Tools und Methoden, aber auch mit Wegen zu erfülltem Arbeiten beschäftigt.

Fest steht auch: Podcasts fesseln die Aufmerksamkeit der Zuhörenden wesentlich länger als ein Instagram Post oder ein TikTok. Dabei zahlen sie gleichzeitig auf ganz natürliche Art auf die Ziele der meisten Influencer-Marketing-Kampagnen ein: Wer noch nicht wusste, mit welchen Säften die nächste Saftkur funktioniert, weiß dies spätestens nach einer Folge “Mit den Waffeln einer Frau” von Barbara Schöneberger, in der sie bestimmte Produkte empfiehlt.

Tatsächlich will das Gros (68 Prozent) der Hörer:innen in den Podcasts ihrer Wahl vordergründig „etwas Neues erfahren“. Das ist ein viel höherer Anteil als beim Fernsehen (39 Prozent), bei den sozialen Medien (38 Prozent) oder Online-Artikeln (20 Prozent). Im Rahmen einer Influencer-Marketing-Kampagne auf Podcaster zu setzen, ist daher kein Nice-to-have mehr für Marken, sondern ein Muss. Und zwar aus folgenden Gründen:

1. Podcaster sind die authentischeren Influencer

Podcaster haben eine sehr treue und enthusiastische Fangemeinde. Deswegen begrüßen und schätzen sie langfristige Markenpartnerschaften. Weiterhin geben 64 Prozent der Podcast-Hörer:innen an, dass sie es befürworten, wenn Werbungtreibende ihren Lieblings-Podcast durch Platzierungen unterstützen. Produkte und Dienstleistungen, die die Podcast Hosts in ihren Episoden erwähnen, hält fast die Hälfte der Hörer:innen für glaubhaft. Es gibt wohl keinen anderen Medienkanal, bei dem die Verbraucher:innen so sehr begrüßen wie beim Podcasting, wenn Marken in die Inhalte, die sie konsumieren, einbezogen werden.

2. Bessere Messbarkeit mit speziellen Tools

Den ROI von Influencer-Marketing-Kampagnen zu messen, zählt zu den größten Herausforderungen in diesem Geschäft. Doch statt ausschließlich auf Kennzahlen wie die Interaktionsrate oder Conversions zu setzen, bedienen sich die primären Messmethoden für das Tracking der Leistungen von Host-Live-Read-Endorsements anderer Tools wie Promo-Codes, Vanity URLs, Umfragen und Pixel. Diese bieten explizitere Ergebnisse, welche in den Kontext des jeweiligen Geschäftsmodells sowie der vorhandenen technischen Möglichkeiten und der Kampagnenziele gestellt und analysiert werden können.

3. Spezialisierte Dienstleister:innen ermöglichen einen breiteren Umfang und mehr Kontrolle

Podcast-Partnerschaften ergänzen Standard-Influencer-Marketing-Taktiken optimal, denn Podcasting bietet weitaus mehr Kontrolle über Platzierung, Kreativität und Markensicherheit: Hosts entscheiden selbst über die zu platzierende Werbung und auch darüber, wie diese individueller gestaltet und vermittelt werden kann.

Weiterhin können Unternehmen und Marken durch die Zusammenarbeit mit einer auf Podcasting spezialisierten Agentur über eine Host-Live-Read-Integrationen zahlreiche Podcasts parallel vergüten und gleichzeitig Ad-Tech einsetzen, um die Platzierung und die Anzeigenqualität zu überprüfen.

Haben sich Marken erst einmal von dem stereotypen Bild des Influencer-Marketings gelöst, bietet diese Disziplin viel mehr als das „#ad“ eines Instagram Posts: Echte Podcast-Partnerschaften gehen über übliche Influencer-Marketing-Programme hinaus und sind mehr als Produktplatzierungen und Sponsored Ads. Sie sind vielfältig, gezielt aussteuerbar, beliebt und bleiben in Erinnerung. Die Kooperation mit Podcastern sollte folglich Teil einer jeden Influencer-Marketing-Strategie sein.

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