Technologie

Jetzt doch? Zoom kündigt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle User an

Erst Nein, dann Ja: Zoom verkündete, dass bald doch alle User mit der Verschlüsselung ihrer Meetings rechnen können. Zuvor sollte dies nur für zahlende Kunden möglich sein.

Video Call Facetime

© Zoom Video Communications, Inc.

Das Videocall-Software-Unternehmen verkündete, dass nun doch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle Zoom User ausgerollt werden soll – auch für nicht zahlende Nutzende. Kommenden Monat wird dies zunächst in einer Beta-Version getestet, soll dann aber möglichst bald für alle verfügbar sein. In einem Update auf der Website des Unternehmens heißt es:

We are […] pleased to share that we have identified a path forward that balances the legitimate right of all users to privacy and the safety of users on our platform. This will enable us to offer E2EE (End-to-End Encryption, Anmerkung der Red.) as an advanced add-on feature for all of our users around the globe – free and paid […].

Zoom erklärte, dass die Admins eines Meetings die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einfach per Switch an- und ausschalten können. Die Videocall-Plattform hatte der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aller Gespräche zuvor eine Absage erteilt. Der Grund: Das Unternehmen wolle in Notfällen weiterhin in der Lage sein, mit staatlichen Behörden zusammenzuarbeiten. Zoom möchte diese auch künftig mit User-Daten versorgen können. Daher verkündete das Unternehmen erst kürzlich, dass nur die Meetings zahlender Kunden ende-zu-ende-verschlüsselt sein können.


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Nun scheint der Konzern eine andere Lösung für dieses Problem gefunden zu haben: User müssen in Zukunft ihre Telefonnummer angeben. Zoom erklärt:

To make this possible, Free/Basic users seeking access to E2EE will participate in a one-time process that will prompt the user for additional pieces of information, such as verifying a phone number via a text message.

Datenschutz bei Zoom: Die Plattform stand bereits mehrfach in der Kritik

Durch die Coronapandemie und das damit einhergehende Social Distancing erlebte Zoom einen rapiden User-Zuwachs. Das förderte allerdings immer wieder Sicherheitslücken zutage. So konnten sich beispielweise Nutzende in die Meetings anderer User einfach einhacken oder der Konzern warb bereits mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Gespräche, obwohl es diese noch nicht gab. Zoom verhängte daher einen 90-tägigen Feature Freeze. In dieser Zeit sollte die Plattform ein Sicherheits-Update bekommen. Versprochen wurde hierbei auch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aller Gespräche. Daher waren viele User überrascht, dass es zunächst so aussah, als würde diese nur für zahlende Nutzende verfügbar sein.

Es ist noch unklar, wann Zoom letztendlich das Verschlüsselungs-Feature für alle User ausrollt. Aber nach dem Release der Beta-Version im Juli soll dies möglichst bald geschehen.

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