Mobile Marketing

Kein Klick nötig: Die Domino’s App bestellt bereits Pizza, wenn du sie öffnest

Mit der neuen Domino’s App kannst du Pizza bestellen, ohne darüber nachzudenken. So einfach sind Konsumenten noch nie an eine Lieferung gekommen.

© Flickr / Terry Presley, CC BY 2.0

Domino’s ist in Sachen Pizzabestellung immer für eine Überraschung gut. Zuletzt machte der Lieferdienst von sich reden, als er es ermöglichte Pizza auf Twitter via Emojis zu bestellen. Die neue App hebt das Pizzabestellen aber auf ein ganz neues Level.

Pizzabestellung mit null Klicks

Die Oberfläche der App ist reduziert auf einen zehn sekündigen Countdown, womit die Bestellung storniert werden kann. © Domino's | Twitch

Die Oberfläche der App ist reduziert auf einen zehn sekündigen Countdown, womit die Bestellung storniert werden kann. © Domino’s | Twitch

Zero Click nennt sich die App, die am Mittwoch auf den US-amerikanischen Markt kam und das ohnehin schon recht einfache Bestellen von Pizza noch unkomplizierter gestalten soll. Und das geht so: Beim Öffnen der App wird automatisch eine Bestellung eingeleitet, ohne dass sich der Kunde durch einen Bestellvorgang klicken muss. Das setzt allerdings voraus, dass bei der Installation der App natürlich seine Wunschpizza, also vermutlich die Sorte, die er ohnehin immer bestellt, voreingestellt wird. Einfacher sind Domino’s Kunden wahrscheinlich noch nie an eine Pizza gekommen.

Domino’s entwickelt sich laut Chief Digital Officer Dennis Maloney immer mehr von einem reinen Lieferdienst zu einem E-Commerce-Unternehmen. Auch in Bezug auf Usability ist der Pizzalieferant so einigen Onlineshops Welten voraus.

We like to say we used to be a pizza company that sold online and we’ve now become an e-commerce company that sells pizza

Mehr als die Hälfte des Umsatzes über digitale Kanäle

Mit seinen innovativen Entwicklungen, die nicht immer von Beständigkeit geprägt sein müssen, gelingt es dem Unternehmen in den Köpfen der Konsumenten und ganz oben in den Nachrichten zu bleiben. Von der Selbstvermarktung versteht man hier eine Menge und kann den Mitbewerbern oftmals als Beispiel dienen. So war es in der Vergangenheit etwa bereits möglich Pizza über Amazon Echo, Apples Siri oder Samsung Smart TVs zu bestellen und so kann das Unternehmen mehr als die Hälfte seines Umsatzes über digitale Plattformen generieren.

Dabei hält die App allerdings einen großen Fallstrick bereit: Auch beim versehentlichen Öffnen wird Pizza bestellt. Kinder etwa sollten also tunlichst keinen Zugang zum Smartphone haben, sofern die App installiert ist. Der zehn sekündige Countdown zur Stornierung ist auch nicht gerade hoch angesetzt. Leuten also, die so häufig Pizza bestellen, dass sie ihre Lieblingspizza voreinstellen könnten, ist eine schnelle Reaktionsfähigkeit vielleicht nicht unbedingt zu unterstellen. Aber das macht auch nichts, wer ärgert sich schon über eine unerwartete Pizzalieferung?

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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