SEO - Suchmaschinenoptimierung

Wortanzahl kein Rankingfaktor bei Google? Es kommt auf die Suchintention an

In einem Reddit Thread betont John Mueller, dass die Wortanzahl kein Google-Rankingfaktor ist. Je nach Suchanfrage muss aber über die Zahl nachgedacht werden.

© Christian Wiediger - Unsplash

Wenn John Mueller sich äußert, hört die SEO-Gemeinde zu. In einem Post bei Reddit hat der Google Webmaster Trends Analyst noch einmal betont, dass die Wortanzahl selbst kein Rankingfaktor bei der Suchmaschine ist. Allerdings ist Kontext das Zauberwort für den Content.

Der Reddit Thread sorgt für Diskussionen

In einem Post bei Reddit fragte ein User nach einer Lösung, um die Wörter einzelner Seiten in den SERPs zählen zu können. Daraufhin schaltete sich Mueller ein und bekannte:

Word count is not a ranking factor. Save yourself the trouble.

Diese simple und knappe Äußerung, von der auch Barry Schwartz berichtete, könnte Webmastern einige Mühe ersparen, wenn sie ihre Inhalte nach der Wortanzahl optimieren wollten. Allerdings herrscht Uneinigkeit darüber, wie man mit der Wortmenge beim Content umzugehen hat, um gute Ergebnisse bei Google zu erzielen. Ein User kommentiert Schwartz’ Beitrag und erklärt, dass die Reduzierung von Wörtern beim Content bessere Ergebnisse hervorbringt, wenn Überflüssiges entfernt wird. Das leuchtet ein. Relevanter als eine Konzentration auf die Wortanzahl ist ohnehin das Bestreben, die Suchanfrage qualitativ und verständlich zu beantworten.

Malte Landwehr von Searchmetrics antwortet Mueller im Thread und führt Beispiele für Suchanfragen an, bei denen die durchschnittliche Wortanzahl der Top Ergebnisse deutlich differiert:

But knowing that for the keyword ,how to file my taxes‘ the average word count of every document in the Google top 20 is 2000 while it is just 200 words for the keyword ,how many calories in a cheeseburger‘, tells you that for one of these topics you should probably write well structured long form content while for the other it is all about providing a quick answer. No?

Damit präzisiert er nur, dass es darum geht, die Intention des Suchenden zu antizipieren und seine Informationsanfrage bestens zu bedienen. Dass eine Erklärung zu Steuerfragen längere Inhalte als beste Ergebnisse hervorbringt als eine vergleichsweise simple Erklärung zur Kalorienzahl bei Cheeseburgern, liegt hier in der Natur der Sache. Und damit erklärt sich auch, warum die Wortanzahl kein Rankingfaktor ist: die Zahl der Wörter sollte bei all den diversen Suchanfragen für die Ergebnisse nicht ausschlaggebend sein, sondern vielmehr die Relevanz und Nützlichkeit.

Im Support-Bereich der Google Search Console finden sich Basics für die gelungene SEO. Die Wortanzahl mag das Ranking über Googles Algorithmus nicht direkt beeinflussen; wer mit seinem Inhalt aber ganz oben in den SERPs landen möchte, muss wissen, wie viel Content und Wörter es braucht, um die entsprechende Suchanfrage zu bedienen. Da lohnt zuweilen auch die Analyse der Konkurrenz oder vergleichbarer Suchanfragen.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

2 Gedanken zu „Wortanzahl kein Rankingfaktor bei Google? Es kommt auf die Suchintention an

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