Mobile Marketing

WhatsApp Pay: Globaler Roll-out beginnt in Brasilien

Mit WhatsApp Pay einfach im Chat bezahlen: Die Funktion ist ab sofort für User in Brasilien verfügbar. Andere Länder sollen bald folgen.

© WhatsApp

WhatsApp startet mit dem Roll-out der digitalen Zahlungen über den eigenen Kommunikationsdienst. Ab sofort können User in Brasilien digitale Zahlungen tätigen – und das ohne den Chat zu verlassen. Dies soll für Privatpersonen möglich sein und außerdem insbesondere kleine Unternehmen unterstützen.


Erst vor wenigen Wochen hatte Facebook angekündigt, die eigene Bezahloption auf Instagram und WhatsApp ausweiten zu wollen. Erste Tests für Instagram wurden bereits entdeckt. Der Dienst basiert auf Facebook Pay und soll bald in der ganzen Facebook-Familie verfügbar sein:

Da Zahlungen per Whatsapp auf Facebook Pay basieren, möchten wir in Zukunft sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen ermöglichen, dieselben Kartendaten in der gesamten App-Familie von Facebook zu verwenden,

heißt es in der Pressemitteilung. In Brasilien startet der Roll-out. Wann die Funktion global verfügbar sein wird, steht noch nicht fest. Zwar dürfte WhatsApp Pay sich als praktisch für Privatpersonen herausstellen, die zum Beispiel nach einem gemeinsamen Ausflug noch entstandene Kosten in einer Freundesgruppe aufteilen möchten, doch besonders für KMU könnte die mobile Bezahloption das Geschäftsmodell beeinflussen. In Zusammenhang mit dem Warenkatalog auf WhatsApp würde der WhatsApp Chat zu einer Online-Shop-Alternative. User könnten spontan und ganz flexibel Fragen an das Unternehmen stellen, im Warenkatalog stöbern und direkt kaufen, wenn sie möchten. Während das Senden von Zahlungen und das Bezahlen von Einkäufen für private Nutzende kostenlos sein soll, müssen Unternehmen eine Bearbeitungsgebühr zahlen. Wie hoch diese ist, steht nicht in der Pressemitteilung.

Wie sicher ist die Zahlung via WhatsApp?

Sicherheitsbedenken braucht laut WhatsApp niemand zu haben:

Bei der Entwicklung unserer Zahlungsfunktion hatte der Sicherheitsaspekt höchste Priorität. Zur Vermeidung nicht autorisierter Transaktionen ist eine spezielle sechsstellige PIN oder ein Fingerabdruck erforderlich.

Nach der Zustimmung zu den AGB mussten User im Test ihre Bank sowie Bankverbindung angeben. Anschließend wurde per SMS die Telefonnummer geprüft und der Account bestätigt. WhatsApp würde mit einer globalen Einführung in direkte Konkurrenz zu Anbietern wie zum Beispiel Paypal treten und könnte dem Mobile Payment damit einen deutlichen Schub versetzen.

Über Aniko Milz

Aniko Milz

Aniko hat Digitale Medien an der Leuphana Universität studiert und ist Anfang 2019 als Redakteurin bei OnlineMarketing.de.

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