Social Media Marketing

Werbung auf Snapchat: Warum sich die Anzeigen in der Foto- und Video-App lohnen

Die ersten Snapchat-Ads sind am Wochenende live gegangen. Wir zeigen euch, wie diese aussehen und warum sich das Werben auf der Plattform lohnt.

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“Wir müssen Geld verdienen” äußert sich Snapchat ehrlich im eigenen Unternehmensblog. Am Wochenende ging die erste Werbeanzeige in den USA online – ein 20-sekündiger Werbeclip. Das Video erschien im Newsfeed, den Usern blieb es offen, es sich anzusehen.

Snapchat verspricht: Es werden keine Werbeanzeigen in die persönliche Kommunikation einfließen

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Bei der ersten Ad handelte es sich um einen 20-sekündigen Trailer für den Horrorfilm “Ouija”. Genauso wie jede andere Chat-Nachricht erschien diese auch im Newsfeed der Snapchat-App-User. Das Werbeprogramm wird über “Opt-in” abgewickelt – du hast also die Möglichkeit zu entscheiden, ob du die Anzeige sehen möchtest, oder nicht. Dazu hat sich Snapchat bewusst entschieden. Im Firmenblog heißt es:

Wir möchten herausfinden, ob wir ein interessantes und informatives Erlebnis abliefern können. So, wie Anzeigen einmal waren, bevor sie unheimlich und zielgerichtet wurden.

Werbetreibende haben die Möglichkeit zu wählen, wie lange die Werbenachricht angezeigt werden soll. Nach dem Abspielen oder vergangenen 24 Stunden löscht sich die Anzeige automatisch – ähnlich wie die Snapchat-Stories.

Snapchat hat enormes Werbe-Potential

Bislang wurden nur in den USA Werbeanzeigen ausgespielt. Aber auch schon demnächst dürfte in Europa das Roll-Out beginnen. Snapchat-Gründer Evan Spiegel hatte das Anzeigenprogramm bereits nach der Bewertung des Marktwertes im Juli 2014 – die Messaging-App ist derzeit zehn Milliarden US-Dollar wert – angekündigt.

Die Verantwortlichen sind sich bewusst, dass das Interesse der Advertiser aufgrund der zunehmenden Nutzung insbesondere von jungen und tech-affinen Nutzern steigt. Bei einem Treffen in New York hatte Evan Spiegel kürzlich bekannt gegeben, dass mehr als 500 Millionen Snaps täglich versendet werden. Rund 50 Prozent der User seien zwischen 13 und 17 Jahre alt. Durchschnittlich würden diese 14-mal am Tag nachsehen, ob eine neue Nachricht eingetroffen sei. Insgesamt soll Snapchat über 100 Millionen Nutzer haben.

Bei diesen Zahlen ist es kein Geheimnis, dass das Werben auf der Plattform Sinn macht. Insbesondere bei der jungen Zielgruppe dürfte die erste Anzeige – ein Trailer für einen Horrorfilm – gut angekommen sein. Wir werden euch über die zukünftigen Entwicklung auf dem Laufenden halten.

Quelle: Adweek

Über Heiko Sellin

Heiko Sellin

Heiko Sellin hat an der Hochschule Mittweida seinen Bachelor in Sportjournalistik und -management absolviert. Bevor er zu OnlineMarketing.de gestoßen ist, war er für das Hamburger Abendblatt als freier Mitarbeiter tätig und hospitierte beim NDR-Fernsehen und Sport1.

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