Marketing Strategie

Werbekanäle 2016: Über die Hälfte der Marketer würde Testbudget in YouTube investieren

Bei der Allokation der Testbudgets für 2016 würde YouTube als Werbekanal an erster Stelle der Marketingverantwortlichen stehen. Twitter und Snapchat sind hingegen überraschend uninteressant.

© Flickr / jonsson, CC BY 2.0

Welche Plattformen sind für Marketer mit Blick auf das Jahr 2016 besonders interessant? Eine aktuelle Umfrage unter deutschen Marketingverantwortlichen zeigt, dass über die Hälfte gerne mehr Budget für YouTube zur Verfügung hätte. Dahinter kommen Instagram und Amazon – Twitter und Vine hingegen bilden das Schlusslicht.

YouTube als Testkanal unter Marketern auf Platz eins

Im Online Marketing entstehen stetig neue Kanäle und die etablierten Plattformen bauen ihre Werbemöglichkeiten ununterbrochen weiter aus. eprofessional, eine Performance Marketing Agentur und Tochter von Axel Springer, befragte über 113 Marketingverantwortliche im September, wohin sie ihr Testbudget allokieren würden, wenn sie sich jetzt entscheiden müssten.

Dabei kristallisierte sich YouTube mit 51 Prozent der Stimmen als klarer Favorit heraus. Instagram (37 Prozent) und Amazon (35 Prozent) sind ebenfalls in den Top drei vertreten. Knapp ein Drittel haben ATLAS, die relativ neue Werbeplattform von Facebook, auf dem Schirm. Mit WhatsApp findet sich an fünfter Stelle erneut eine Facebook-Tochter, die ebenfalls fast ein Drittel für sich gewinnen konnte. Sie bildet mit Pinterest (21 Prozent) und anderen deutschen E-Commerce-Plattformen wie Otto, Zalando oder Saturn (22 Prozent) das Mittelfeld.

Die Ergebnisse der Umfrage:

Testbudgets 2016

Fragestellung: Stellen Sie sich vor, Sie bekommen für 2016 ein beträchtliches Testbudget, um neue Kanäle zu testen. Sie dürfen max. drei verschiedene wählen. Wo testen Sie? / Quelle: eprofessional, eigene Darstellung

Die letzten Plätze gehen mit 15 Prozent an Twitter und lediglich fünf Prozent an Vine. Überraschend ist, dass Snapchat – unter Marketer in den USA als eines der gehyptesten sozialen Netzwerke bekannt – nicht einmal jeder Fünfte testen möchte. Ben Prause, Geschäftsführer von eprofessional, kommentiert die Ergebnisse der Studie wie folgt:

Ben Prause, Geschäftsführer eprofessional

Ben Prause, Geschäftsführer eprofessional

Youtube ist keine Überraschung. Wir spürten bereits in 2015 einen massiven Invest von eher Performance-affinen Unternehmen in diesen Kanal. Bewegtbild spricht neue und oft inkrementelle Zielgruppen versus TV an. Die Ansprache neuer Zielgruppen kombiniert mit nachgelagerten Remarketing-Konzepten steht hier klar im Fokus. Für Atlas steht 2016 der Proof of Concept an und was könnte es Besseres geben als die ‚Lust‘ von Marketingverantwortlichen, dies zu testen. Wir sind überzeugt, es wird ein großer Wurf im Prospecting.

Leider bleiben diese Werte fiktiv, das heißt, die Verantwortlichen würden gerne testen – tun es aber nicht in dem Rahmen, weil das abgesegnete Testbudget nicht hoch genug ist. Allerdings zeigt die Umfrage dennoch eine klare Tendenz, welche Kanäle zukünftig für Werbungtreibende im Fokus stehen. Je nachdem, wie sich die Plattformen nun weiter entwickeln, werden größere Budgets realisiert. Nur muss irgendjemand auch den Anfang machen und mutig genug sein, ausreichend zu testen.

Über Anton Priebe

Anton Priebe

Anton Priebe ist Redaktionsleiter und seit Ende 2013 bei OnlineMarketing.de aktiv. Der studierte Germanist und Soziologe fokussiert sich auf Technologie, kreative Marketingstrategien, Conversion Optimierung und SEO. In seiner Freizeit klettert Anton gerne Wände hoch, bereist die Welt und freut sich über gutes Essen oder neue Musik.

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