E-Commerce

Website-Speed: Ladezeiten steigen, Geduld der Nutzer sinkt

Tipps und Gründe für die Optimierung des Website-Speed inklusive Infografik.

Lange Aufbauzeiten für Websites können im E-Commerce zu deutlichen Umsatzeinbußen führen. KISSmetrics widmete sich den Auswirkungen schon kleinster Unterschiede in den Ladezeiten und deren Auswirkungen auf Kundenzufriedenheit und Konversionsraten. Das Ergebnis: Jede Verzögerung um 1 Sekunde im Seitenaufbau kostet den Betreiber im Schnitt 7% der Conversions.

Radware zeigt in einer aktuellen Studie die Aufbaugeschwindigkeiten einiger E-Commerce-Websites laut dem Tool WebPagetest. Dazu wurden die von Alexa als Top 500 Retailer aufgeführten Seiten untersucht. IKEA führt die Liste auf dem ersten Platz mit 1,85 Sekunden:

speed_top10

Seit der ersten Studie im Frühling 2012 stieg die mittlere Aufbauzeit um 13,7 Prozent und beträgt im Sommer 2013 rund 7,72 Sekunden. Diese Entwicklung steht der sinkenden Geduld der Nutzer gegenüber.

speed_dev

Im Jahr 1999 galten 8 Sekunden als optimale Aufbauzeit für eine E-Commerce Seite. Bis 2006 halbierte sich das Optimum auf 4 Sekunden. Im Jahr 2010 gaben 57% aller Online-Shopper an, eine Website nach 3 Sekunden bereits zu verlassen.

Neben der Aufbaugeschwindigkeit gilt ein weiterer Faktor als entscheidend: Der TTI (“Time to Interact”). Dieser gibt an, an welchem Punkt interaktive Elemente wie etwa Banner mit funktionalen Call-to-Action-Buttons angezeigt und nutzbar werden. Der mittlere TTI beträgt bei den untersuchten Websites 4,9 Sekunden, sollte aus Sicht der Nutzer jedoch weniger als 3, besser 2 Sekunden betragen.

Um den TTI zu beschleunigen, gibt Radware Seitenbetreibern folgende Tipps:

  • Interaktive Elemente beim Aufbau priorisieren. Diese sollten mit CTA-Buttons im Mittelpunkt stehen.
  • Aufbau von “below the fold”- Content verzögern: Der zu Anfang sichtbare Bereich wird dadurch schneller geladen.
  • Ausführung nicht-essentieller Scripts verschieben: Die meisten Scripts werden erst nach dem Aufbau der Seite benötigt.

Der Anstieg von Aufbaugeschwindigkeit und TTI lässt sich trotz schneller werdender Browser durch ein steigendes Datenvolumen erklären. So beträgt die mittlere Größe einer Website der Top 500 Retailer mittlerweile 1095 KB aus 91 Ressourcen wie Bildern sowie, CSS-, HTML- und Javascript-Dateien. Zur Performance-Optimierung bieten sich mehrere Möglichkeiten:

  • Nutzung eines Content Delivery Networks, um die Distanz zwischen den Ressourcenquellen und dem Endnutzer zu verringern.
  • Zusammenfassung von Ressourcen. Einzelne JS- und CSS-Dateien für bestimmte Seiten lassen sich zu gemeinsamen Standards zusammenfassen. Dadurch können redundante Script-Downloads verhindert werden.
  • Kompression von Text- und Bild-Daten.
  • Straffung des Codes: Unnötige Zeichen können mehr als 20% eines Scripts oder Stylesheets ausmachen.
  • Die Formatierung und Skalierung von Bilddateien. Standardformate wie GIF, PNG und JPEG bieten für den jeweiligen Anwendungsbereich ein gutes Verhältnis von Dateigröße zu Qualität.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie als Infografik:

Radware_SOTU_Summer2013_Infographic_Final_skal

2 Gedanken zu „Website-Speed: Ladezeiten steigen, Geduld der Nutzer sinkt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.