Social Media Marketing

Twitter: Mogelei beim TV-Anzeigen-Targeting

Eigentlich wollte Twitter nur eine Erweiterung des TV-Anzeigen-Targetings verkünden. Doch da ging etwas schief.

Twitter-Logo

Twitter und Fernsehen – das passt. Die Nutzung des Second Screens ist voll in Mode. Während man den „Tatort“ im TV guckt, kann man sich hierzulande nebenbei genüsslich via Twitter austauschen. Und ähnlich klappt das auch in den USA. (Wenn auch wohl nicht beim „Tatort“.)

Deswegen hat Twitter das TV-Anzeigen-Targeting kreiert. Mithilfe dieses Tools können TV-Werbeclips von Werbepartnern erfasst werden. Diese werden katalogisiert und auf Twitter mit passenden Hashtags oder verwandten Keywords abgeglichen. Die Ergebnisse werden ausgewertet und dann in einem Chart präsentiert.

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Der Werbetreibende kann nun die direkte Reaktion der Twitter-User auf jeden Werbespot erkennen. Mithilfe dieser Information kann er nun seine eigene Strategie anpassen und via Twitter die betreffenden User direkt mit bezahlten Tweets ansprechen.

So weit, so gut. In einem Blog-Artikel hat Twitter jetzt verkündet, dass alle US-Unternehmen, die TV-Werbespots schalten, dieses Tool jetzt, nach Beendigung der Betaphase, nutzen können.

Doch wie jetzt aus einem Blog-Beitrag beim San Francisco Chronicle hervorgeht, hat Twitter bei der Vorstellung des Dienstes gemogelt. Im Rahmen der Präsentation des neuen Tools wurde ein Dashboard gezeigt, auf dem Kommentare von Twitter-Nutzern zu lesen waren, die bestimmte TV-Werbespots kommentierten.

Twitter-User Neil Gottlieb soll demnach getwittert haben: „What is the song in the new @barristabar commercial? I love it!!“ Doch Gottlieb erklärte, er habe dies nie getwittert, es handle sich um einen Fake-Tweet: „To use my image and fake a tweet is wrong and needs to be addressed.”

Twitter-User William Mazeo soll angeblich Folgendes getwittert haben: „I wish I could make fancy lattes like in the @barristabar commercial.” Doch auch dies stellte sich als unwahr heraus. Mazeo erklärte in einer Direct Message:  „The Heck?!? First time I read about ‘barrista bar’. Not a native english speaker. never even used the word ‘fancy’.“

Twitter entschuldigte sich für das Malheur und tauschte danach die Namen der Twitter-User aus. Der Schaden aber bleibt.

 

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