Social Media Marketing

Twitter arbeitet an „Not Interested“-Seite

User können womöglich bald neben Themen, denen sie folgen, auch solche festlegen, an denen sie keinerlei Interesse haben.

Themen-Seite bei Twitter

© Jane Manchun Wong

Die Optimierung des Feeds trägt maßgeblich dazu bei, wie positiv User ein soziales Medium wahrnehmen. Je mehr relevanter Content ihnen schnell angezeigt wird, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie länger auf der Plattform bleiben und mit dem Content interagieren. Deshalb arbeiten Facebook, Instagram, Twitter und Co. kontinuierlich an Verfeinerungen für den einzelnen User. Bei Twitter könnte bald eine „Not Interested“-Sektion dafür sorgen, dass die ausgespielten Inhalte als noch relevanter wahrgenommen werden.

Mehr Fokus bei den ausgespielten Twitter-Themen?

Derzeit haben User bei Twitter die Option, bestimmten Themen zu folgen. Diese lassen sich dann in der gleichnamigen Rubrik verwalten, die unter dem Reiter „Mehr“ zu finden ist.

Derzeit finden sich die Themen im Bereich "Mehr"
Derzeit finden sich die Themen im Bereich „Mehr“, Screenshot Twitter

Themen, denen User folgen, sind öffentlich sichtbar. Verwalten können diese Nutzer ihre Interessen bislang im Bereich „Deine Twitter Daten“, wo sie auch angeben können, wenn sie ein Thema nicht mehr interessant finden. In diesem Bereich listet Twitter außerdem auf, von welchen Themen die Plattform annimmt, dass sie für den spezifischen User von Interesse sind. Diese sind aber nicht immer besonders zutreffend gewählt.

Allerdings könnten User schon bald eine „Not Interested“-Seite erhalten, die zur Optimierung ihrer Timeline beitragen soll. Einen entsprechenden Test hat Reverse-Engineering-Expertin Jane Manchun Wong entdeckt und auf Twitter selbst geteilt:

Der Screenshot zeigt, dass bei den Einstellungen zu den Themen nicht nur das Folgen von solchen möglich ist, sondern auch eine konkrete Angabe zu Themen, die nicht von Interesse sind. Dieses Feature würde, den Kommentaren zu diesem Tweet zufolge, vielen Usern gerade recht kommen.

Sollte die Option ausgerollt werden, könnte das die Feed-Qualität für einzelne User erhöhen; und im Idealfall auch das Engagement und die Verweildauer. Da aber noch nicht klar ist, ob und wann das Feature tatsächlich kommt, lohnt sich für die User bis dahin ein Blick in ihre Twitter-Daten. Hier kann mit Themen, die nicht von Interesse sind, schon einmal ein wenig aufgeräumt werden.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik ist studierter Literatur- und Medienwissenschaftler und schreibt für OnlineMarketing.de seit Jahren über diverse Themen im Digital-Marketing-Bereich. Von der Mobile-First-Indexierung über die DSGVO bis hin zum Aufstieg von TikTok hat er schon manche Entwicklung der Branche begleitet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.