Marketing Strategie

Studie: Wer klickt eigentlich auf Ads?

Wider die Mythen: Die Werbeagentur Criteo möchte mit gängigen Vorurteilen gegenüber Werbeinteressierten aufräumen.

Logo: Criteo

Der Ad Retargeter Criteo hat in einer kürzlich veröffentlichten Studie die User genauer unter die Lupe genommen, die auf Werbung klicken. Die Ergebnisse der Agentur für E-Commerce-Sites widerlegen einige Selbstverständlichkeiten der Branche und zeigen, dass das User-Segment wesentlich komplexer ist, als bisher angenommen.

Die Studie, die in der ersten Märzwoche dieses Jahres durchgeführt wurde, basiert auf insgesamt 147 Millionen Browsern, die eine Criteo-Retargeting-Ad gesehen haben. Die Ergebnisse zeigen, dass das Segment der User, die auf Retargeting-Ads reagieren, hochkomplex ist. Criteo stellt die Ergebnisse insbesondere einer comScore-Studie aus dem Jahre 2008 entgegen, welche exemplarisch die bisher gängige Betrachtung der Ad-Klicker verkörpert.

So hatte die comScore-Studie ergeben, dass vor allem jüngere User in niedrigen Gehaltsklassen Ads anklicken und daher für Werbetreibende eher unattraktiv seien. Laut Criteo jedoch kaufen User nach einem Klick auf eine Ad drei Mal so häufig wie User ohne Klick. Auch ergab die Criteo-Studie mit einer Klickrate von 43% der regelmäßigen Käufer eine signifikant höhere Klickrate als noch bei der Studie vor vier Jahren. Zudem sei der Allgemeinplatz “People who click a lot, don’t buy a lot” schlicht unwahr, in der Tat sei ein direkter Zusammenhang zwischen Klick- und Kaufneigung zu erkennen. Einigkeit herrscht indes in Bezug darauf, dass nur ein relativ kleiner Teil der User (20%) für einen überdurchschnittlichen Anteil der Klicks (50%) verantwortlich ist. Dies stelle aber kein Problem dar, argumentiert die Criteo-Studie mit Verweis auf den zuvor genannten direkten Zusammenhang zwischen Klick und Kauf.

Wie Techcrunch weiter berichtet, erinnert Criteo im direkten Vergleich mit der comScore-Studie daran, das Letztere auf Kampagnen basiere, die sich durch einen niedrigen CTR ausgezeichnet habe und eher auf das Branding fokussiert gewesen seien.

Die Studie in Gänze kann hier heruntergeladen werden.

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