Social Media Marketing

Snapchat bringt Filter auf Desktop und zu Twitch

Die populären Filter von Snapchat können über die Desktop App Snap Camera im Video Chat und sogar bei Live Streams, etwa über Twitch, eingesetzt werden.

Die Auswahl der Filter bei Snap Camera, © Snap Camera

Mit der Snap Camera auf dem Dekstop können Nutzer die Lenses von Snapchat nun auch über ihre Webcam, bei Video Chats und beim Live Streaming, integrieren. Ob über Skype oder Twitch, die Präsenz der User wird virtuell erweitert. Das soll Awareness und Einkünfte fördern.

Desktop App für Snapchats Lenses

Die Snap Camera soll eines der populärsten Features der App, die Filter oder Lenses, auf den Desktop holen. Dabei ist diese App für Desktop losgelöst von Snapchat selbst, sodass die Nutzer keinen Account dort benötigen. Verfügbar ist die neue Applikation, die auch Matt Southern im Search Engine Journal vorstellt, für Windows und MacOS.

Genutzt werden kann Snap Camera entweder als Webcam App oder für Video Chat-Dienste wie Skype. Darüber hinaus wird aber ebenso eine Integration für YouTube geboten.

Für eine Vielzahl von Usern dürfte besonders von Interesse sein, dass es eine spezifische Erweiterung gibt, um beim Streaming über Twitch auf die Lenses zu setzen.

Die Millionen von Gamern könnten geneigt sein die Funktion zumindest einmal zu testen. Genauso wie beim Gaming ist das Chatten über Video-Dienste ein vielfach genutztes Format; und auch hier werden die Filter von Snap Camera eingebunden.

Wie Snap Camera funktioniert

Die neue App erstellt auf dem Desktop mit Hilfe der Bilder einer physischen Webcam ein virtuell erweitertes Abbild, indem die entsprechenden Filter hinzugefügt werden. Das Augmented Video wird dann als Bewegtbild über die virtuelle Webcam ausgesendet.

Wer die App heruntergeladen und installiert hat, kann Snap Camera als Kamera-Ausgang anwählen. Dann lässt sich der mit den Filtern erstellte Inhalt über die App anwenden, wenn sie in der Liste der Webcams ausgesucht wird. Ist Snap Camera geöffnet, wird dem Nutzer direkt eine Preview angezeigt, die ihm offenbart, wie er mit den Filtern, aus denen er wählen kann, aussieht.

Das Erfolgspotential der Lenses ist groß. Schon im mobilen Kontext sind sie extrem populär. Gelingt es Snap Camera die Filter als alltägliches Feature bei Video Chat Fans oder der Riege der Gamer zu etablieren, könnte sich das für Snap als Marke langfristig auszahlen.

Gerade die jüngeren Nutzer könnten das Nutzungsverhalten samt Filtern weitgehend akzeptieren. Und dann dürften die virtuellen Erweiterungen für das private Bewegtbild bald auch über Desktop über viele Kanäle monetarisierbar werden. Das mag auch Werbetreibenden einen ganz neuen Zugang zu spezifischen Zielgruppen eröffnen.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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