Social Media Marketing

Plant Google Snapchat für 30 Milliarden Dollar zu übernehmen?

Gerüchten zufolge möchte Google seit 2016 Snapchat übernehmen. Aber wie wahrscheinlich ist eine solche Übernahme und welche Vorteile würden sich für beide Unternehmen ergeben?

© TeroVesalainen | Pixabay, CC0

Laut Business Insider wurde von mehreren Snap Insidern berichtet, dass Google dem Unternehmen im Jahr 2016 ein Kaufangebot in Höhe von 30 Milliarden Dollar vorgelegt habe. Zeitlich habe dieses Angebot Snap kurz vor der letzten Finanzierungsrunde in diesem Jahr erreicht. Es wurde sogar berichtet, dass Snap noch unmittelbar vor dem Börsengang in 2017 ein Angebot in dieser Höhe erhalten habe, welches auch weiterhin gilt.

Was ist dran an dem Gerücht? 

Auf Nachfrage von Business Insider wurde von Google keine Stellung zu den Gerüchten bezogen, während Snap sie als eindeutig falsch klassifizierte.

Für Snap ist diese Aufmerksamkeit jedenfalls eindeutig von Vorteil, wie sich an der Börse erkennen lässt. Die Aktie verzeichnete gestern Nacht ein deutliches Plus von 2,3%, möglicherweise auch aufgrund der kursierenden Gerüchte und der Chance einer Übernahme durch Google. Obwohl es also im Interesse von Investoren liegen könnte, ist eine tatsächliche Übernahme fragwürdig. Snap CEO Evan Spiegel gilt als Visionär, der eigenen Zielen nachgeht und daher verhältnismäßig unempfänglich gegenüber Übernahmeangeboten ist. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Ablehnung des Angebotes von Facebook aus dem Jahr 2013.

Mögliche Vorteile einer Übernahme

Beide Unternehmen könnten von einer möglichen Übernahme profitieren. Vor allem Google würde in den Besitz eines erfolgreichen sozialen Netzwerkes gelangen, was der Konzern mit seinen eigenen Diensten nie erreichen konnte. Hier könnte Google weitere Nutzerdaten auswerten und Werbung noch besser anpassen.

Für Snapchat könnte eine Verbindung mit Google helfen, die Monetarisierung weiter voranzutreiben. Außerdem wäre zusätzliches Kapital nützlich, um eigene Projekte zu fördern und sich gegenüber starken Konkurrenten wie Instagram und Facebook zu erwehren.

Eine Verbindung zwischen beiden Unternehmen besteht zumindest bereits durch die damalige Beraterfunktion von Eric Schmidt für Evan Spiegel. Eric Schmidt war Executive Chairman bei Google bis 2015 und wechselte dann zu Alphabet. Des Weiteren nutzt Snapchat bereits in großen Maßstäben den Google Cloud Service.

Fazit

Ob die Gerüchte wahr sind, ist zu bezweifeln oder zumindest sehr ungewiss. Das bisherige Verhalten von Evan Spiegel in Sachen Unternehmenspolitik lässt aber vermuten, dass ein solcher Deal nicht zustande kommen wird.

Über Timo Karberg

Timo Karberg

Timo Karberg ist studierter Betriebswirt und im digitalen Marketing tätig. Seine Schwerpunkte liegen auf dem Kampagnenmanagement und SEO. Für OnlineMarketing.de schreibt er Artikel und interessiert sich dabei insbesondere dafür, wie digitale Kampagnen stetig weiter optimiert werden können.

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