SEO - Suchmaschinenoptimierung

SEO-Audit 2017: So prüfst du die Basics einer Website

SEO ist eine Daueraufgabe für dich als Webseitenbetreiber. Am Anfang eines neuen Projekts steht ein SEO-Audit. 15 Punkte, die du überprüfst.

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Eine Seite zu optimieren, ist Daueraufgabe für dich als Webseitenbetreiber oder Webmaster. Stößt du als SEO-Verantwortlicher auf ein neues Projekt oder wird dir ein Online-Auftritt zu treuen Händen überlassen, machst du als erstes ein SEO-Audit. Eric Enge von Stone Temple beschreibt in seinem Buch “The Art of SEO: Mastering Search Engine Optimization”, wie das funktioniert. Wir wollen das im Folgenden kurz für euch zusammenfassen.

Also: Welche Punkte checkst du ab?

#1 – Ist der Webauftritt lesbar?

Im ersten Schritt des Audits prüfst du Lesbarkeit und Auffindbarkeit der Website. Kann ein Crawler die Seite interpretieren oder verhindern Techniken wie Flash die Lesbarkeit?

# 2 – Basischeck via Search Console

Als nächstes stellst du sicher, dass die Website in der Google Search Console und in den Bing Webmaster Tools registriert ist.

Anschließend prüfst du den Indexierungsstatus. Das Einreichen einer Sitemap bzw. der Abruf durch Google für neue Seiten des Internetauftritts sind wichtige Maßnahmen, die Indexierung zu beschleunigen.

Die Google Search Console und die Bing Webmaster Tools solltest du regelmäßig konsultieren.

#3 – Keyword Checks

Als nächstes prüfst du, welche Seite für welche Keywords rankt. Dabei kannst du feststellen, ob es Phänomene wie Keyword-Kannibalisierung gibt. Sprich, dass sich Seiten auf deinem Internetauftritt um das gleiche Keyword streiten.

#4 – Content Review

Der Content Review zielt darauf ab, dünnen Content und Duplicate Content zu identifizieren.

Bei Affiliate-Seiten ist die Anzeigendichte ein Kriterium, denn Anzeigen-Spam mag eine Suchmaschine nicht.

# 5 – Sind die URLs sprechend?

Ein ganz wichtiger Punkt im SEO Audit ist es, die Seiten auf sprechende URLs zu prüfen. Mit sprechenden URLs erhöhst du die Relevanz deiner Webseiten. Vor allem dann, wenn in der URL das Ziel-Keyword enthalten ist.

# 6 – Sind die URL Redirects richtig gesetzt?

Im nächsten Schritt prüfst du, ob die 301-Weiterleitungen richtig gesetzt sind. Das ist wichtig, um Ranking-Verluste zu vermeiden. Sie treten auf, wenn rankende Seiten entfernt werden. Eine 301-Weiterleitung ordnet die obsolet gewordene Seite der entsprechend aktuellen Seite zu.

# 7 – Sind die wichtigen Metatags vorhanden?

Klarerweise prüfst du deine Seiten auch darauf, ob jede Seite einen individuellen Title-Tag und und eine verführerische Description besitzt. Oder ob auf diese Tags auf manchen Seiten fehlen bzw. doppelt gesetzt sind.

# 8 – Sind Sitemaps und Robots.txt aktuell?

Wenn du mit der Search Console von Google oder Bing regelmäßig arbeitest, machst du das ohnehin. Regelmäßig die Sitemaps und die Robots.txt-Datei checken. Mit der Sitemap reichst du quasi ein Inhaltsverzeichnis ein, mit der Robots.txt-Datei schließt du einzelne Seiten deines Auftrittes vom Crawling aus.

# 9 – Wie steht es um die Bildoptimierung?

Bilder optimierst du, indem du dem Bild einen Alt-Title verleihst, der idealerweise das Keyword enthält. So hilfst du der Suchmaschine, das Bild zu verstehen. Weitere Details zur Bildoptimierung findest du hier.

# 10 – Ist der Auftritt mobil optimiert?

Logischerweise sollte eine Website mobil optimiert sein. Speziell dann, wenn deine Webinhalte im mobilen Kontext relevant sind. Auch den Status der mobilen Optimierung kannst du über die Search Console überprüfen.

# 11 – Sind die Ladezeiten niedrig?

Ladezeiten sind ein Ranking-Faktor. Insbesondere in der mobilen Nutzung erwartet Google Ladezeiten von unterhalb einer Sekunde bei Content above the fold.

Hier helfen dir das Pagespeed Insights Tool und die Ladezeiten-Reports in Google Analytics.

# 12 – Wie steht es um die Link-Struktur?

Der nächste Schritt des SEO-Audits ist die Linkanalyse. Du analysierst externe und interne Links.

Bei den internen Links geht es um Eindeutigkeit und Tiefe der Navigation. Wenn du Unterseiten mit zwei Klicks erreichen kannst, ist das gut.

Externe Links identifizierst du mit den SEO-Tools deiner Wahl. In der Regel brauchst du mehrere, da alle Tools ihre blinden Flecken aufweisen.

# 13 – Sind Subdomains ein SEO-Problem?

Früher galt die Regel, dass Subdomains nicht zum Ranking beitragen. Subdomain ist aber nicht gleich Subdomain. Es ist ein Unterschied, ob auf den Subdomains 1000 Anwendungen völlig unterschiedlicher User laufen oder ob auf einer Subdomain ein Blog oder ein Shop des gleichen Unternehmens ausgelagert ist. Suchmaschinen können das mittlerweile gut erkennen.

Klar, es ist besser, Content in ein Unterverzeichnis auszulagern, als in eine Subdomain. Identifizierst du bei deinem SEO-Audit eine historisch gewachsene Subdomain, dann musst du das also nicht mit Brachialgewalt ändern.

# 14 – Was du bei der geografischen Ausrichtung beachtest?

Die lokale Ausrichtung prüfst du ebenfalls. Lokale Geschäfte sollten lokale Hinweise geben, sowohl in den URLs, bei den Keywords und im Content.

Wer international ausgerichtet ist, sollte wissen, wie er die Hreflang-Tags richtig setzt.

15 – Codequalität

Checke am Schluss noch die Qualität der Programmierung. Sauberer Code ist ebenfalls wichtig. Die W3C Validierung ist zwar kein Ranking-Kriterium, trotzdem tut sich jeder Webmaster mit einem einwandfreien Code einen großen Gefallen. Denn ein sauber Code ist ein Grundstein, Fehler auf der Website zu vermeiden.

Schluss – die Umsetzung entscheidet

Das SEO-Audit ist das eine, die Umsetzung bzw. Beseitigung der Fehler das andere. Um Fehler beseitigen zu können, musst du einerseits über die notwendigen Ressourcen verfügen bzw. die Budget-Gewaltigen müssen dir diese Ressourcen auch zustehen. Das kann im KMU-Bereich durchaus ein Problem sein.

Manche Fehler lassen sich auch nur mit sehr hohem Aufwand abstellen. Beispielsweise wird in der SEO-Szene diskutiert, ob es sinnvoll ist, alle Empfehlungen der PageSpeed Insights zu 100% umzusetzen. Manchmal ist 80% wirtschaftlicher.

Wer eine SiteClinic zum Kick-Off für ein SEO-Projekt macht, sollte sicherlich Prioritäten setzen. Dabei solltest du dich an der Konkurrenzsituation orientieren. Welcher Gegner macht welche Fehler und ist wie stark?

Wie seht Ihr das Thema Site-Clinic? Wie ist eure Vorgehensweise? Schreibt mir gerne ein paar Zeilen.

Quelle: Stone Temple

Über Andreas Wieland

Andreas Wieland

Andreas J. Wieland ist Dipl.-Kaufmann und war 20 Jahre als Geschäftsführer eines Juweliers tätig. Mit dem Aufbau eines Online-Shops für Uhren infizierte er sich mit dem Online-Marketing-Bazillus. Als freiberuflicher Consultant berät er Juweliere und Dienstleister und unterstützt die Redaktion mit Beiträgen zu Online Marketing Themen.

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