SEO - Suchmaschinenoptimierung

Seiten zeitweise für die Google-Suche verbergen: Neuer Removals Report in der Search Console

Webmaster können dank des neuen Removal Reports Informationen aus der Google-Suche heraushalten. Dabei geht es um temporäre Entfernungen, outdated Content und SafeSearch Filtering.

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© Google

Einzelne Seiten aus der Google-Suche herauszuhalten, das ist eine Funktion, die Websitebetreibern bei ihrer SEO sehr behilflich sein könnte. Genau diese Option bietet Google nun für die Search Console. Zwar gibt es bereits Tools, um problematischen Content von Google zu entfernen. Doch wird mit dem neuen Removals Report nicht nur eine temporäre Entfernung, sondern ebenso das Verbergen von Ergebnissen, die nicht mehr aktuell sind, und Content, der in einen SafeSearch-Kontext eingebettet werden sollte, ermöglicht.

Temporäre Entfernungen aus der Google-Suche: Etwa bei problematischen URLs

Mit der zeitlich begrenzten Entfernung macht es der Removals Report möglich, beispielsweise eine URL, die schnell aus Googles Suche entfernt werden soll, für sechs Monate herauszunehmen. Dabei gibt es zwei mögliche Anfragen:

  • Durch das vorübergehende Entfernen der URL wird die URL für etwa sechs Monate aus den Google-Suchergebnissen ausgeblendet und die zwischengespeicherte Kopie der Seite gelöscht.
  • Das Löschen der Cache-URL löscht auch die zwischengespeicherte Seite und das Seitenbeschreibungs-Snippet in den Suchergebnissen, bis die Seite erneut gecrawlt wird.
Anfragen zur temporären URL-Entfernung in der Search Console
Anfragen zur temporären URL-Entfernung in der Search Console (ein Klick aufs Bild bringt dich zur größeren Ansicht), Screenshot Google

Nicht mehr vorhandenen Content verbergen und gemeldete Inhalte für eine Filterung prüfen lassen

Wenn der Webmaster Anfragen über das Remove Outdated Content Tool stellt, um in den Suchanfragen keine Ergebnisse für Content zu liefern, der auf der Website gar nicht mehr vorhanden ist, dann wird nun in der Search Console der Status der Entfernung angezeigt.

Darüber hinaus gibt es in der Search Console eine SafeSearch-Filter-Sektion. Hier können Webmaster Seiten einsehen, die von Usern bei Google als „Erwachseneninhalt“ gemeldet wurden. Über die Sektion in der Search Console können entsprechende URLs an Google zur Prüfung gegeben werden. Alle Inhalte, die auch Google als Erwachseneninhalt einstuft, werden als solche markiert.

Anfragen zur Prüfung von potentiellem Erwachseneninhalt in der Search Console
Anfragen zur Prüfung von potentiellem Erwachseneninhalt in der Search Console(ein Klick aufs Bild bringt dich zur größeren Ansicht), Screenshot Google

Dank dieser neuen Features sollen Webmaster in der Search Console problematische Inhalte zeitweise aus der Suche entfernen und das SafeSearch Management optimieren können. Doch die Nutzung des Removals Tools ist nicht in jedem Kontext sinnvoll.

Wann du auf das Removals Tool zurückgreifen solltest

Google gibt klare Anweisungen dazu, wann Webmaster das Removals Tool überhaupt nutzen sollten. Entweder dann, wenn eine URL – für eine Seite oder ein Bild – schnell aus der Suche entfernt werden soll; allerdings nur zeitweise. Oder wenn sensibler Content von einer Seite entfernt wurde und Google eben diesen Content ebenfalls entfernen soll – ohne dass die komplette Seite aus der Suche verschwindet.

Nicht genutzt werden sollte das Tool unter folgenden Voraussetzungen:

  • Um eine Seite zu verbergen, die gar nicht deine eigene ist
  • Um eine URL dauerhaft aus der Google-Suche zu entfernen (eine dauerhafte Entfernung ist aber möglich, siehe hier)
  • Um Content aus dem Internet zu entfernen; das gilt ebenso für andere Suchmaschinen (die Entfernung der Inhalte bezieht sich nur auf Google)

Außerdem gibt Google zu bedenken, dass etwaige Probleme mit einer URL nach sechs Monaten gelöst sein sollten, da die temporäre Entfernung dann endet. Zudem bedeutet das Blockieren einer URL nicht, dass Google die Seite nicht crawlen kann. Es sei denn, es wird auf einen noindex Tag gesetzt. Wird die Seite nicht entfernt oder passwortgeschützt, ehe sie möglicherweise neu gecrawlt wird, könnte sie also erneut in der Google-Suche auftauchen. Und das noch vor Ende der Sechs-Monats-Frist.

Sofern die URL von Google nicht mehr erreicht werden kann, wird das Unternehmen davon ausgehen, dass sie entfernt ist. Damit ist die Block-Anfrage vorüber. Wird eine Seite später unter der entsprechenden URL gefunden, kann sie als neue Seite wieder in der Suche auftauchen.

Das neue Removals Tool sollte Googles Suche und die dort verfügbaren Ergebnisse schließlich noch nutzerfreundlicher machen. Und für die SEO der Webmaster eröffnen sich ebenfalls neue praktische Lösungen.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik ist studierter Literatur- und Medienwissenschaftler und schreibt für OnlineMarketing.de seit Jahren über diverse Themen im Digital-Marketing-Bereich. Von der Mobile-First-Indexierung über die DSGVO bis hin zum Aufstieg von TikTok hat er schon manche Entwicklung der Branche begleitet.

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