Social Media Marketing

ProSiebens Circus Halligalli: Die Gründe für den Hype im Social Web

ProSiebens Sendung “Circus Halligalli” hat nach ein paar Monaten bereits knapp 1 Mio. Facebook-Fans. Was können Marketer von diesem Erfolgs-Format lernen?

(c) ProSieben

Bei ihren Fans erfreuen sich die beiden größter Beliebtheit und viele ihrer Streiche und Showeinlagen eignen sich perfekt dafür, um im Internet verbreitet zu werden: die Rede ist von Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf alias Joko und Klaas. Für die ProSieben Late-Night-Show „Circus HalliGalli“, die seit gut einem Jahr montagabends im Fernsehen läuft, setzt der Sender voll auf Social Media und hat großen Erfolg damit.

Wie kommt es zu diesem Erfolg und was können Online-Marketer von Circus HalliGalli lernen?

Unkomplizierte und kurzweilige Inhalte für die Fans im Internet

Fast eine Millionen Fans bei Facebook, über 57.000 Abonnenten auf YouTube und über 117.000 Follower auf Twitter. ProSieben hat es mit Circus Halligalli geschafft, das Sendeformat erfolgreich in Social Media zu etablieren. In der Sendung selbst geht es laut eigenen Angaben von Klaas Heufer-Umlauf um „festlich inszenierten Trash“ und „substanziellen Schwachsinn“. Die Sendung beinhaltet neben Mutproben unter anderem skurrile Interviews und Musik-Performances. In der ersten Staffel wurden den Zuschauern „Hausaufgaben“ aufgegeben, die von ihnen erfüllt und als Videobeweis im Internet hochgeladen werden sollten.

Eine der Hausaufgaben beinhaltete beispielsweise, Prominente auf Twitter kreativ zu beleidigen. Die besten Tweets mit den entsprechenden Hashtags #tweef und #halligalli wurden dann in der Sendung präsentiert.

HalliGalli

Viele dieser Inhalte eignen sich aufgrund Ihrer Einfachheit und Kurzweiligkeit sehr gut, um im Internet verbreitet oder auch direkt in die Sendung integriert zu werden. Hier werden die Zuschauer aktiv aufgefordert, sich mit Kommentaren bei Twitter zu beteiligen. Das Prinzip des Second Screens hat ProSieben mit Circus Halligalli erfolgreich umgesetzt. Fans kommentieren die Sendung interaktiv und können diese so sogar mit Inhalten versorgen.

Großes Involvement konnte auch geschaffen werden, als in einer Sendung der alte Begriff „Rangeln“ wiederbelebt wurde. Dabei wurde Rangeln als Wort für eine kleine Raufferei verstanden. Die Nutzer wurden aufgefordert, ihre eigenen Beiträge zum Thema Rangeln einzureichen. Für Twitter haben die Nutzer sogar den entsprechenden Hashtag #rangeln etabliert und bei YouTube zahlreiche Rangel-Videos hochgeladen. Google Trends zeigt für April 2013 ein hohes Interesse der Internetnutzer an diesem Wort.

Kreatives Einbinden der Fans zur Steigerung des Social Media Involvements

Insgesamt schafft es Circus Halligalli vor allem aufgrund seiner kreativen Inhalte in der Sendung und deren kluge Verknüpfung mit dem Internet und ihren Fans stark in den Social-Media-Kanälen präsent zu sein. Dabei spielt neben Facebook auch Twitter eine überragende Rolle, da hierüber die Kommentare und Beiträge der Fans mit in die Sendung integriert werden. Mit 108.290 Followern hat es Circus Halligalli bereits auf Platz 22 der Medien-Twitter-Charts geschafft und ist somit erfolgreicher als beispielsweise Sat1 oder N24.

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Was können Marketer von der Sendung lernen?

Online-Marketer können zwar nicht Eins-zu-eins so agieren wie Circus Halligalli, da diese meist nicht über das Medium einer eigenen Fernsehsendung verfügen. Dennoch könnte man seine eigenen Fans dazu motivieren, zu entsprechenden Themen Beiträge zu posten oder zu tweeten und die besten davon dann vorstellen. Circus Halligalli geht dabei ganz unkonventionelle Wege und thematisiert bewusst sehr profane, aber gleichzeitig kreative Dinge. Vielleicht ein neuer Weg, den Online-Marketer gehen könnten, weg von den gewöhnlichen Posts und vom Alltag im Social-Media.

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