Social Media Marketing

Phänomen PewDiePie – Weltweit erfolgreichster YouTuber macht 7 Millionen Euro Umsatz

Update: Felix Kjellberg ist der erfolgreichste Youtuber und Internet-Star der Geschichte. Mit seinen Videos erzielt er Milliarden Klicks und Umsätze in Millionenhöhe.

© Youtube

08Youtuber sind schon ein Phänomen für sich: Sie sind jung, erfolgreich und machen jede Menge Umsatz mit ihren Videos. Für Teenager sind sie die Boygroups des digitalen Zeitalters, vor Autogrammstunden wird stundenlang angestanden, in Tränen ausgebrochen und in Ohnmacht gefallen. Dabei dreht es sich in den Videos meist um Themen wie Beauty, Kochen oder Computerspiele, sie machen überwiegend nicht einmal Musik. Der Schwede PewDiePie hat laut Expressen.se damit 2014 einen Umsatz von 6,8 Millionen Euro gemacht und hält mit über 37 Millionen Followern den Rekord als meistabonnierter Youtube-Kanal.

Erfolgreichster Youtuber der Welt

Mit nahezu 10 Milliarden Klicks und fast 38 Millionen Followern ist der 25-jährige PewDiePie, der mit bürgerlichem Namen Felix Kjellberg heißt, der erfolgreichste Youtuber der Welt. Seine Videos sind überwiegend sogenannte Let’s Plays, zeigen ihn also beim Spielen verschiedener Computerspiele, am liebsten aus dem Horrorgenre. Sein Erfolgsrezept setzt sich dabei offenbar aus Humor, seiner mitreissenden, sympathischen Art und einer großen Portion Authentizität zusammen.

Unzählige Mengen (über 2.300 an der Zahl) an Videos dieser Art hat er im Laufe von fünf Jahren erstellt, veröffentlicht und sie auf diese Art monetarisieren können. Er promotet in seinen Videos auch viele Indie-Games, denen er aufgrund seiner enormen Reichweite eine große Plattform verschafft und bereits häufig zu Verkaufserfolgen verhelfen konnte. In 2012 gründete Kjellberg sein Unternehmen PewDie Productions, mit dem er im ersten Jahr knappe 800.000 Euro Umsatz machen konnte. Im zweiten Jahr wurde der Umsatz bereits auf 3,2 Millionen gesteigert und verdoppelte sich auf 6,8  Millionen in 2014. Sowohl sein Youtube-Kanal als auch seine Website werden von Polaris, einem Subnetzwerk der Maker Studios betrieben. Das Multi-Channel-Netzwerk wurde Anfang 2014 für 500 Millionen Dollar von Disney gekauft und kommt im Monat auf beeindruckende 5,5 Milliarden Aufrufe. Unklar bleibt, wie die vertragliche Zusammenarbeit mit Disney aussieht und welche Profite hier erzielt werden.

Umsatz durch Werbeeinnahmen

Wie PewDiePie auf einen Umsatz von 6,8 Millionen kommt, liegt bei der Anzahl an monatlichen Aufrufen auf der Hand: Die Pre-Rolls, die den Videos vorgeschaltete Werbung also, orientieren sich preislich am Erfolg des Kanals. Man kann sich das ähnlich wie mit den Keyword-Preisen bei AdWords vorstellen: Gefragte Keywords, nach denen oft gesucht wird, sind teurer als diejenigen, bei denen das Suchvolumen gering ist. „Lawyer“ etwa steht im englischsprachigen Raum so hoch im Kurs, dass der Cost-per-Click hier bei satten 109 Dollar liegt. Ähnlich wird es sich auch bei Youtube gestalten, auch wenn weder das Unternehmen noch die Youtuber sich zu CPC oder CPV noch sonstigen Kostenmodellen jemals konkret äußern. Als zusätzliche Einnahmequelle dient Merchandise, den Kjellberg auf seiner Homepage PewDiePie.com verkauft. Da allein sein Forum über 170.000 User aufweist, kann er aus den Verkäufen von T-Shirts, Sonnenbrillen und Co. sicher auch hohe Einnahmen erzielen.

***Update*** 

PewDiePie ist die Aufmerksamkeit nicht entgangen, die gestern um seine Person gemacht wurde. Die Nachricht über seinen Jahresumsatz ging weltweit viral, was ihn dazu veranlasste, eine Stellungnahme zu verfassen und sie – wie sollte es anders sein – auf Youtube zu veröffentlichen. In seinem Statement macht er keinen Hehl aus der Herkunft des ganzen Geldes: 9 Milliarden Views und vorgeschalteten Anzeigen sind selbsterklärend. Am meisten störe ihn allerdings, dass die meisten Artikel sich ausschließlich um die Millionen drehen, die er mit harter Arbeit verdient, sich aber nur wenige für seine Charity-Projekte interessierten und sie daher kaum Erwähnung finden. Mehr zu den Projekten und seinem Einsatz für Kinder und Wasser könnt ihr auf seiner Website erfahren.

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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