Mobile Marketing

Nur 3 % der 100 Top US-Einzelhändler halten sich an die Google-Richtlinien bei der mobilen Weiterleitung

Eine Studie hat die mobile Weiterleitung von den 100 besten US-Online-Einzelhändlern untersucht. Die Fehler häufen sich, es gibt aber auch Lösungen.

mobile-redirects-pure-oxygen-labs

Die Wartung einer mobilen Webseite ist oft kompliziert. Selbst Top-Retailer machen dabei grobe Fehler. Die Studie von “Pure Oxygen Labs” untersuchte die Funktionsweise der mobilen Seite von den hundert besten US-Online-Einzelhändlern. Das Ergebnis: 97 Prozent der Top-Retailer lassen die von Google vorgeschriebenen mobilen Umleitungsrichtlinien vermissen.

Laut Pure Oxygen Labs würden Umleitungsfehler auf Dektop-Websites wesentlich einfacher zu diagnostizieren sein, als die Errors bei der mobilen Umleitung, da sich die fehlerhaften Codes in der Regel auf dem Web-Server befinden und nur als Reaktion auf einen mobilen Benutzer oder einer Bot-Anfrage aktiv werden würden. Die Fehler und irrelevanten Signale würden ausgelöst werden, wenn diese Server-Codes die mobile Suchmaschine zu einer nicht vorhandenen oder nicht verwandten Mobile-Seite umleiten würden.

redirect-mobile-website-url

In der folgenden Grafik sind die Häufigkeiten dieser fehlerhaften mobilen Umleitung abgebildet:

mobile-redirects-pure-oxygen-labs

Aus der Grafik kann man entnehmen, dass 22 Prozent der Brands Umleitungsfehler wahrgenommen haben. Dabei waren es zumeist sogenannte 404-Errors (page not found) oder 500-Errors, bei denen es sich um interne Server-Fehler handelt. 67 Prozent der befragten Retailer haben irrelevante Weiterleitungen festgestellt.

Laut der Studie haben lediglich Amazon (Platz eins der Online-Händler in den USA), Costco (Nummer elf) und Under Amour (Nummer 70) keinen Umleitungsfehler diagnostiziert. Jedoch besagt die Studie auch, dass 67 Prozent der befragten Unternehmen – darunter beispielsweise Bluefly, Vitamin Shoppe, GameStop und Microsoft Store – ihre mobilen Commerce-Returns durch die Korrektur von fehlerhaften Links verbessern könnten.

In der folgenden Grafik seht ihr die Mängel der 25 Top-Retailer in den USA:

top-25-retailers-pure-oxygen-labs

Aufgrund der langen Fehlerliste der Brands hat Pure Oxygen Labs Tipps für eine Optimierung herausgearbeitet:

The most common server-side methods of redirecting smartphones to mobile URLs closely resemble an old-school SEO spam tactic called bait-and-switch redirects¸ in which optimized content is served to spider user-agents (like Googlebot) while un-optimized content is served to other user-agents (like humans). Google requires webmasters to tag or disclose when content at a URL (such as “www.domain.com/product”) varies by user-agent. This is intended to help avoid inadvertent downgrades by spam-checking algorithms.

Diese drei Ratschläge fassen wir für euch zusammen:

1. Die richtige Analyse der Fehler

  • Führe eine vollständige Prüfung deiner wichtigsten Kategorien, Unterkategorien und Produkt-Seiten durch, um diese Art von Problemen zu entdecken. Verschiedene Analyse-Tools (beispielsweise das Log Analysis Tool) können sogar Mobile-Websiten-Fehler aus der Vergangenheit ermitteln. Nutze auch vorausschauende Tools wie den Mobile Redirect Viewer, der dir vorhersagen kann, welche Seiten anfällig für mobile Errors sind. Diagnosewerkzeuge können auch dabei helfen, herauszufinden, ob Seiten in den Smartphone-Suchergebnissen herabgestuft werden.

2. Optimiere deine Codes

  • Optimiere den Geräteerkennungscode, der von deinem Server verwendet wird, um bestimmte Smartphones zu identifizieren. Auch den “Pattern-Machting-Code” gilt es zu optimieren. Dieser füllt die Header der mobilen Seiten und bestimmt die Art der Umleitung.

3. Denke vorausschauend

  • Arbeite mit Technologien, die proaktiv überwachen können, ob bei wichtigen mobilen Seiten Umleitungsfehler und irrelevante Ergebnisse auftreten. So kannst durch eine schnelle Reaktion Herabstufungen in den Suchmaschinen verhindern.

Um generell dem Problem der falschen Weiterleitung zu entgehen, können wir euch nur empfehlen, euch ein Responsive Design für eure Website anzuschaffen. Mit diesem habt ihr dann nämlich sowohl auf dem Desktop als auch auf euren mobilen Seiten die gleichen URLs.

Über Heiko Sellin

Heiko Sellin

Heiko Sellin hat an der Hochschule Mittweida seinen Bachelor in Sportjournalistik und -management absolviert. Bevor er zu OnlineMarketing.de gestoßen ist, war er für das Hamburger Abendblatt als freier Mitarbeiter tätig und hospitierte beim NDR-Fernsehen und Sport1.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.