Conversion Optimierung

Nun offiziell: Übertragung von Keyword Daten vor dem Aus

Die Übertragung von Keyword Daten aus dem Referer nach Klicks auf AdWords Anzeigen wird massiv eingeschränkt. Alles zu den Neuerungen.

© Maksim Kabakou - Fotolia.com

Mehr „Sicherheit“ für Suchmaschinen-Nutzer

Erst gestern haben wir über das Gerücht berichtet, dass Google künftig auch die Keyword Daten für bezahlte Anzeigen blockiert und damit das (not provided) Problem weiter verstärkt werden könnte. Diesem Gerücht hat Google in seinem GoogleAdsDeveloper Blog nun einen entsprechenden Post folgen lassen, der stolz die Erhöhung der Sicherheit für Nutzer von Suchmaschinen verkündet:

Security enhancements for search users

Darin verkündet Google, nach der Einführung der SSL Verschlüsselung bei Suchen über die Adresszeile nun generell bei AdWords Anzeigen das Keyword aus dem Referer zu entfernen, so diese nach einer durch SSL verschlüsselten Suchanfrage angeklickt wird.

We are extending our efforts to keep search secure by removing the query from the referer on ad clicks originating from SSL searches on Google.com.

Damit stehen die Keywords in diesen Fällen (mittlerweile also in den meisten, da gerade Chrome bei Google Nutzung eigentlich immer per SSL – zu erkennen am HTTPS anstelle des HTTP – verschlüsselt) nicht mehr für die Analysen in Google Analytics oder anderen Webanalyse Tools zur Verfügung – ganz einfach deshalb, weil der Referer nicht mit übergeben wird. Was aber bedeutet das?

Umstieg auf Webmaster Tools und AdWords Reports

Die gute Nachricht zuerst: Gänzlich auf die Keyword Daten muss man in Zukunft nicht verzichten. Sie stehen weiterhin im AdWords Search Terms Report (vergleiche Eintrag in der Google AdWords Hilfe) und im Search Queries Report der Google Webmaster Tools (vergleiche Eintrag in der Google Webmaster Tools Hilfe) zur Verfügung.

Problematisch könnte die Neuerung allerdings für Webanalysten werden: Derzeit unklar ist, ob die Webmaster Tools die Keyword Daten weiterhin an Google Analytics übergeben und sich also im weiteren Verlauf der Webanalyse damit in Form von Segmenten, Filtern et cetera arbeiten lässt, oder ob die Daten auch für Google Analytics Nutzer, die Analytics mit den Webmaster Tools verbunden haben, gar nicht mehr zur Verfügung stehen.

Erstere Variante würde die Position von Google Analytics als Webanalyse Tool stärken, jedoch den positiven Effekt der Maßnahme auf den Datenschutz mindern, während letztere Variante die konsequentere wäre, Google Analytics allerdings einen Grund nimmt, sich für dieses und nicht für ein Tool der Konkurrenz zu entscheiden.

Wie steht ihr zur Neuerung? Reine Schikane der Online Marketing Branche oder eine sinnvolle Maßnahme zum Schutz der Verbraucher? Konntet ihr nach dieser Neuerung bereits Erfahrungen mit der Verknüpfung von GA und den GWT sammeln?

Über Atilla Wohllebe

Atilla Wohllebe

Fokusthemen auf OnlineMarketing.de: CRM, (Web) Analytics & E-Mail Marketing. Studium: B. A. in Business Administration, M. Sc. in E-Commerce. Mitglied der Digital Analytics Association Germany. Schnittstelle zwischen Marketing & IT mit einem Herz für Analytics. Derzeit tätig im Digital Push Marketing bei OTTO (GmbH & Co KG). Vorher im Solution Consulting der netnomics GmbH.

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