Marketing Strategie

Mobile-Anzeigen: Hat YP sich verrechnet?

Das Unternehmen YP sieht sich in den USA, was die Mobile-Anzeigenerlöse angeht, auf Platz zwei. Kann das stimmen?

YP-Logo

Wirbel in den USA: Laut einer Mitteilung des Unternehmens Yellow Pages (YP) hat dieses im Jahr 2012 Anzeigenerlöse im Mobile-Bereich in Höhe von 350 Millionen Dollar erwirtschaftet. Und das reicht laut International Data Corporation für den zweiten Platz im Jahresranking – hinter Google. Experten gehen hier von einem Irrtum aus.

Gucken wir uns die Zahlen mal an: Laut Searchengineland kann man für das Jahr 2012 in den USA mit Mobile-Anzeigenerlösen in Höhe von insgesamt 3 bis 3,5 Milliarden Dollar ausgehen. Google wird für den größten Teil verantwortlich sein. Und YP? Tatsaächlich für den zweitgrößten?

Facebook hat 2012 wohl mehr Erlöse erzielt

Eigentlich sollten 350 Millionen Dollar für Platz zwei nicht reichen. Blicken wir doch mal zu Facebook. Das Zuckerberg-Network erlöste allein im letzten Quartal des vergangenen Jahres laut eigenen Angaben 300 Millionen Dollar im Bereich Mobile-Anzeigen. Da müsste man doch davon ausgehen können, dass im kompletten Jahr deutlich mehr als 350 Millionen zusammengekommen sind.

Immerhin: YP gilt als das größte Anzeigen-Network, dass sich dem „location-based advertising“ verschrieben hat. Und die restlichen Zahlen sind schon bemerkenswert. Die digitalen Erlöse im Jahr 2012 belaufen sich demnach auf 1 Milliarde Dollar.

Zum größten Teil gehört YP zum Private-Equity-Unternehmen Cerberus Capital, eine Minderheit an Anteilen hat AT&T. Laut eigenen Angaben hat YP in seinem Local-Ad-Network mehr als 300 Online- und Mobile-Publisher.

Was denken Sie? Hat YP bzw. die International Data Corporation sich hier verrechnet? Und wer ist wirklich die Nummer zwei in den USA?

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