Suchmaschinenmarketing

Mehr Transparenz: AdWords-Bestimmungen für Drittanbieter geändert

Google ändert AdWords-Richtlinien für Drittanbieter und schafft so mehr Transparenz für Werbetreibende. Alle Änderungen im Überblick.

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Mehr Transparenz für Dritt-Anbieter-Kunden bei AdWords-Betreuung

Wer Google AdWords entweder als Agentur und damit als Drittanbieter seinen Kunden zur Verfügung stellt, oder als Website-Betreiber eine Agentur mit der Einrichtung, Pflege und Optimierung eines AdWords-Kontos beschäftigt hat, sieht sich seit Neuestem mit einigen wichtigen Änderungen in den Google-Richtlinien für Dritt-Anbieter konfrontiert. Mit den nachfolgend aufgezeigten Änderungen erhöht der Suchmaschinenkonzern aus Amerika die Transparenz enorm und kommt damit vor allem kleinen, oftmals weniger im Thema steckenden Endkunden entgegen.

Konkret geht es insbesondere darum, dass Endkunden in Zukunft in Rechnungen ein Anrecht darauf haben sollen, zu erfahren, wie sich die Höhe der von Agenturen veranschlagten Kosten im einzelnen zusammensetzen. Die Kunden sollen zwischen den durch tatsächliche Klicks zustande gekommenen Kosten und den von den Agenturen erhobenen Verwaltungsgebühren unterscheiden können, wie für die englische Fassung der Richtlinien für Drittanbieter unter anderem SearchEngineLand.com berichtet.

Konkrete Auswirkungen für deutsche Werbende und Agenturen

Konkret geht dies insbesondere aus den Absätzen (1), (2) und teilweise (3) hervor, in denen es heißt:

  1. Drittanbieter müssen den Werbetreibenden mindestens auf monatlicher Basis Daten zu den AdWords-Kosten, -Klicks und -Impressionen auf Konto-Ebene bereitstellen.
  2. Alle Drittanbieter, die überwiegend mit kleinen und mittleren Kunden zusammenarbeiten, müssen das Google-Offenlegungsdokument bereitstellen.
  3. Drittanbieter dürfen keine unklaren, irreführenden oder schikanierenden Geschäftspraktiken haben.

Absatz (2) gilt im Übrigen nur für solche Drittanbieter, bei denen mindestens 80 Prozent der Kunden weniger als 1.000 US-Dollar im Monat für AdWords aufwenden.

Damit wird Agenturen entgegengewirkt, die sich die erfolgreiche Sales-Politik von Google nicht nur zu Nutze gemacht, sondern gegenüber kleineren, weniger Online Marketing affinen Kunden möglicherweise ausgenutzt haben. Google empfiehlt insbesondere solchen Kunden, die mit Drittanbietern zusammenarbeiten, in einem entsprechenden Dokument nicht nur die eigenen AdWords-Kenntnisse zu erweitern, sondern warnt auch explizit vor intransparenter Preisgestaltung und betrügerischen Behauptungen von Drittanbietern gegenüber ihren Kunden. Alle Tipps zur Zusammenarbeit mit Drittanbieter können Werbetreibende in dem entsprechenden Leitfaden nachvollziehen.

Die aktuelle Version der Google-Richtlinie für Drittanbieter lässt sich in der AdWords Hilfe unter https://support.google.com/adwordspolicy/answer/152979 detailliert nachvollziehen.

Wie steht ihr zu den Änderungen? Und hattet ihr jemals Probleme mit Drittanbietern von Google AdWords?

Über Atilla Wohllebe

Atilla Wohllebe

Fokusthemen auf OnlineMarketing.de: CRM, (Web) Analytics & E-Mail Marketing. Studium: B. A. in Business Administration, M. Sc. in E-Commerce. Mitglied der Digital Analytics Association Germany. Schnittstelle zwischen Marketing & IT mit einem Herz für Analytics. Derzeit tätig im Digital Push Marketing bei OTTO (GmbH & Co KG). Vorher im Solution Consulting der netnomics GmbH.

2 Gedanken zu „Mehr Transparenz: AdWords-Bestimmungen für Drittanbieter geändert

  1. Dominik

    An sich stößt es bei mir immer negativ auf, wenn sich Google durch seine Marktdominanz in den Agenturalltag einmischen will. Als ich die Richtlinien las, was ich hingegen alles andere als negativ eingestellt. Google zieht seine Transparenzpolitik fort und das ist auch richtig so. Zu oft habe ich schon von Kunden gehört, die Jahrelang gerade an Branchenbuchvermarkter Gebühren zahlten letztlich nicht mal wussten wie viele Klicks Sie für Ihr Geld bekamen. Geschweige denn das Sie damit die Branchenanbieterkategorie bewarben, wo auch Ihre Wettbewerber zu finden sind. Wer würde das schon machen, wenn er das wüsste?

    Keine Frage steckt bei solchen Unternehmen auch viel Blauäugigkeit hinter der Thematik und man hat vllt. nur beiläufig aufgeschnappt das man Online irgendwas in Marketing investieren müsste. Aber umso besser, dass diesen Machenschaften nun der Wind aus den Segeln genommen wird. Allerdings befürchte ich, dass Google die Kontrollen mit viel zu wenig Nachdruck durchführt. Wir wurden in 5 Jahren erst ein einziges mal durch Google eine Compliance Prüfung bezgl. Reporting und Co unterzogen.

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  2. RankHero

    Ich finde das gut. Wenn es anders nicht möglich ist den Kunden Ihre Rechte auf die Transparenz zu ermöglichen, muss man halt diesen Weg gehen. Für ehrliche Agenturen ändert sich ja nichts.

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