Social Media Marketing

Makaber: Selbstmord-Tweets entpuppen sich als Marketing-Kampagne

Geht’s noch? Um ein neues Album zu bewerben, wurden Tweets veröffentlicht, die einen nahenden Selbstmord thematisierten.

Würfel/commons.wikimedia

Da ist vielen sicherlich ganz anders geworden. Die Polizei in Toronto wurde vor ein paar Tagen aufgeschreckt, weil aus Tweets der Userin @ButerasCandiess herauszulesen war, dass diese sich umbringen wollte. Wie der Toronto Star berichtet, habe es sich bei diesen Tweets allerdings um eine Marketing-Kampagne für das neue Album von Ariana Grande gehandelt. Laut Polizeisprecher Scott Mills hat Grande selbst aber wohl nichts mit der Kampagne zu tun.

Zahlreiche Twitter-User wollten ihr helfen

In den Tweets kündigte die Userin ihren nahenden Selbstmord an und nutzte den Mikroblogging-Dienst als eine Art Countdown, um der Welt mitzuteilen, wie viele Minuten ihr noch bis zum Tod blieben. Zahlreiche User versuchten sie, via Twitter umzustimmen. Doch @ButerasCandiess kündigte weiterhin an, ihrem Leben mit einer Überdosis Medikamenten ein Ende setzen zu wollen. In ihren Tweets zeigte sie sich als großer Fan von Ariana Grande. Das neue Album der Schauspielerin und Sängerin soll am dritten September veröffentlicht werden.

Die Polizei von Toronto wurde von einer Krankenschwester informiert. Schon bald wurden die Beamten misstrauisch. Laut Twitter sollte der User/die Userin aus Griechenland kommen, doch es stellte sich heraus, dass die IP-Adresse manipuliert worden war. Vermutet wurde, dass der User/die Userin in den USA wohnt.

Nachdem die Polizei von Toronto allerdings demUser/der Userin auf der Spur war, eklärte diese(r), dass alles nur ein Hoax gewesen sei. Gleichzeitig entschuldigte sie sich für die Situation.

Zuvor hatte @ButerasCandiess noch getwittert, dass ihre Mutter im letzten Moment den Suizid noch verhindert habe.

Ein Haufen Merkwürdigkeiten. Vor allem vor dem Hintergrund, dass ein Großteil der vorangegangenen Tweets Fan-Tweets in Bezug auf Ariana Grande waren und Aufforderungen, dem Twitter-Account zu folgen. Die Frage stellt sich, wer hinter diesem makabren Scherz steckt. Sollte hier wirklich jemand versucht haben, mithilfe der Tweets Werbung für das Album gemacht zu haben, dann wäre das sicher eine äußerst fragwürdige Methode.

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