Social Media Marketing

Lohnt es sich, Ads bei Tumblr zu platzieren?

Die Mikroblogging-Plattform ermöglicht seit Kurzem neue Möglichkeiten für Anzeigen. Für Unternehmen könnte sich ein Engagement auszahlen.

Bei Tumblr tut sich was.

Der eMarketer hat mal ein paar Fakten zusammengetragen: Im März überstieg die Zahl der bei Tumblr angemeldeten Blogs die 50-Millionen-Grenze. Im April wagte Google die Prophezeiung, dass der Begriff „Tumblr“ den Begriff  „Blog“ bei den Suchergebnissen bis Ende des Jahres überholen werde. Beides sind Entwicklungen, die (nicht nur) für Werbetreibende durchaus interessant sein können.

Bereits am 18. April 2012 erklärte Tumblr-CEO Dave Karp bei der Ad Age Digital Conference, dass es neue Ad-Einheiten auf der Tumblr-Radar-Seite geben soll, einem Bereich, in dem Tumblr ausgewählten Content von Blogs präsentiert. Ab dem 2. Mai waren Ads auf den Dashboards der User zu bewundern.

Es tut sich also was auf der Mikroblogging-Plattform. Dass sich ein Engagement von Werbetreibenden lohnen kann, beweisen auch Daten, die comScore im Februar erhoben hat. Demnach haben im Januar User auf der ganzen Welt im Schnitt 89 Minuten auf der Seite verbracht. Zum Vergleich: Twitter kam auf 21 Minuten. (Der Facebook-Wert von 405 Minuten zeigt, dass das Zuckerberg-Social-Network in dieser Hinsicht in einer anderen Liga spielt.)

Auch bei den Besucherzahlen entwickelt Tumblr sich bemerkenswert. Zwischen November 2010 und November 2011 gewann die Plattform in den USA neun Millionen Unique Visitors dazu, sodass es im November 2011 knapp 16 Millionen waren.

Die Zahlen lassen eigentlich erwarten, dass die Unternehmen großes Interesse bei der Ad-Platzierung zeigen müssten. In den USA war lange das Gegenteil der Fall. Einer Umfrage von Awareness aus dem Januar 2012 zufolge gaben nur 30 Prozent der US-Marketer an, sich in Zukunft bei Tumble stärker engagieren zu wollen.

Man muss dazu sagen, dass die Umfrage gemacht wurde, bevor die Tumblr-Verantwortlichen ihre neuen Pläne in puncto Anzeigen veröffentlichten. Nichtsdestotrotz zeigt die Studie, dass ein Großteil der Werbetreibenden die Plattform noch nicht „auf dem Zettel hat“.

Wie sich das Anzeigengeschäft bei Tumblr entwickeln wird, steht natürlich noch in den Sternen. Die Zahlen aus den USA zeigen aber schon einen positiven Trend. Werbetreibende sollten die Möglichkeit, bei Tumblr zu werben, ernsthaft prüfen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.