Video Marketing

Justin Bieber: Seasons – Das YouTube Original stellt neuen Rekord auf

Die neue Dokuserie über Popstar Justin Bieber bescherte YouTube einen Rekord. Ein Schritt in Richtung mehr Original Content?

© YouTube, Justin Bieber: Seasons

In wenigen Tagen wird YouTube 15 Jahre alt und gilt damit als Urgestein der Internet-Unterhaltung. Mit eigenen Original-Serien versucht die Video-Plattform seit 2016 Fuß zu fassen. Zunächst lief dieses Geschäft eher schleppend an; die eigens kreierten Serien waren hinter einer Paywall und scheinbar zu teuer für die User. Seit September 2019 sind die YouTube Originals für alle zugänglich – für Premium-Mitglieder sogar ad free. Die bisher teuerste Eigenproduktion YouTubes hat kürzlich einen Rekord gebrochen. Justin Bieber: Seasons konnte mit 32,65 Millionen Klicks in der ersten Woche eine Rekordzahl an Aufrufen verbuchen.

Entdeckt auf YouTube und jetzt der größte Künstler der Plattform

Für die Rechte an der Dokuserie hat YouTube hart kämpfen müssen, doch für alle, die wissen, dass Justin Bieber seine Anfänge als Zwölfjähriger auf YouTube hatte, scheint dies nur passend zu sein. Fünf Folgen sind bisher draußen, jeden Montag und Mittwoch folgt eine weitere. Die zwei nächsten sind nur für Premium-Mitglieder freigeschaltet.

YouTube änderte in den letzten Jahren nicht nur das Entertainment Business online, sondern auch die Berufswelt. Viele Kinder träumen jetzt von einer Karriere als YouTube Star, wie zahlreiche Influencer sie vorleben und wie auch Justin Bieber sie vorgemacht hat. Dieser ist seit Kurzem außerdem der meistabonnierte Künstler auf der Plattform, was er mit einem Tweet feierte.

YouTube Originals: In Konkurrenz zu Netflix und Co.

Über 20 Millionen US-Dollar steckte YouTube in die Produktion der 10-teiligen Dokuserie über den Popstar und macht damit ein deutliches Statement, dass Originals weiter bestehen bleiben sollen. Der Streamingriese Netflix hat in Sachen Eigenproduktionen natürlich immer noch die Nase vorn, doch YouTube verfügt über die nötigen Nutzerzahlen. Lediglich die richtige Monetarisierung scheint für die Originals noch zu fehlen, da die ursprüngliche 12 US-Dollar pro Monat-Strategie nicht lief. Mit immer neuen Anläufen versucht die Plattform ihren Usern auch das Premium-Modell schmackhaft zumachen. So warb sie zuletzt mit kostenlosen Kanalmitgliedschaften für Premium-Mitglieder. Doch die Resonanz blieb aus und die Originals wurden für jeden zugänglich. Es ist zu vermuten, dass nicht nur Justin Biebers große Fangemeinde, sondern eben auch dieser Umstand zu dem wahnsinnigen Erfolg der ersten Folge beigetragen hat.

Auch wenn der geplante Monetarisierungsansatz nicht funktionierte, die erstmals für YouTube veröffentlichten Umsatzahlen machen deutlich, dass sich das Geschäft mit User Generated Content für die Plattform bezahlt macht. Ganze 15,1 Milliarden US-Dollar Umsatz generierte YouTube laut Alphabets Geschäftsbericht allein mit Werbung. Dazu kommen unter anderem noch die Einnahmen von 20 Millionen Premium-Mitgliedern. Im Vergleich zu den 20,1 Milliarden US-Dollar, die Netflix in 2019 laut Statista mit den Abonnenten machte, liegt die Plattform jedoch zurück. Während von den etwa 170 Millionen Nutzern etwa 167 Millionen auch zahlende Kunden sind, sieht dies bei YouTube anders aus: Auf zwei Milliarden Nutzer kommen lediglich die erwähnten 20 Millionen Premium User. Es bleibt abzuwarten, ob YouTube in Zukunft weiter auf Dokuserien über Celebrities setzt, um mehr Umsatz zu generieren und premium-Mitglieder zu gewinnen oder ob es nach anderthalb Jahrzehnten an der Zeit für einen Umbruch auf der Plattform ist.

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