Social Media Marketing

Usage Insights: Instagram führt Usern die auf der Plattform verbrachte Zeit vor Augen

Mit den neuen Insights können Nutzer sehen, wie viel Zeit sie tatsächlich in dem sozialen Netzwerk verbringen.

© Harry Sandhu - Unsplash

Das Internet macht am meisten Spaß, wenn man mal eine Pause einlegt. Und weil die Gefahr größer wird, dass Menschen zuviel Zeit im Netz verbringen, führen einige Plattformen nun eine Art Zeiterfassung ein, die den Nutzern vor Augen führt, wie groß ihr Konsum wirklich ist. Nachdem YouTube den Vorreiter gemacht hat, ist nun Instagram an der Reihe.

Instagram-Gründer bestätigt geplante Einführung

Erst letzte Woche hatte Google die Einführung eines neuen Zeiterfassungs-Tools vermeldet. Nun haben findige Nutzer erneut im Android Code der Instagram App Hinweise darauf gefunden, dass die Plattform ein eben solches Feature plant, wie TechCrunch berichtet. Unter „Usage Insights“ sollen Instagram Nutzer nun einsehen können, wie viel Zeit sie auf der Plattform tatsächlich verbringen. Es ist allerdings bisher nicht klar, ob damit die gesamte Zeit gemeint ist, die Nutzer seit Beginn ihrer Mitgliedschaft in der App verbracht haben oder ob kürzere Nutzungsdauern über einen Tag, eine Woche oder im Monat erfasst werden.

In mehreren Tweets bestätigte Instagram-Gründer Kevin Systrom nun nicht nur die anstehende Integration des Features, sondern wies ebenfalls auf die Verantwortung der sozialen Netzwerke gegenüber den Usern hin.

„It’s true […] , we’re building tools that will help the IG community know more about the time they spend on Instagram – any time should be positive and intentional. […] Understanding how time online impacts people is important, and it’s the responsibility of all companies to be honest about this. We want to be part of the solution. I take that responsibility seriously“, schreibt Kevin Systrom auf Twitter.

Instagram wird Teil der „Time well spent“-Bewegung

Mit der Ankündigung der Nutzungs-Insights wird Instagram Teil der „Time well spent“-Bewegung, die 2013 von Ex-Mitarbeitern Googles gegründet wurde. Die Bewegung soll Nutzer dafür sensibilisieren, dass Social Plattformen absichtlich so designt wurden, dass es ein Leichtes ist abhängig zu werden. So sind etwa die Algorithmen so programmiert, dass Nutzer überwiegend Inhalte zu sehen bekommen, die für sie höchstwahrscheinlich von Interesse sind. Facebook und Instagram beispielsweise erlauben ein Refreshen des Inhaltes durch runterwischen des Newsfeeds auf dem Smartphone-Display – was einer Slotmaschine nicht gerade unähnlich ist.

Der hohe Suchtfaktor beliebter mobiler Apps ist weitläufig bekannt und führt zu einer übermäßigen Nutzung von Smart Devices, die sich sowohl auf das Sozialleben als auch auf die mentale Gesundheit auswirken kann. Mit der Transparenz darüber, wie viel Zeit User auf den Plattformen verbringen, schaffen die einflussreichen Tech-Konzerne ein Bewusstsein für einen verantwortungsbewussten Konsum und könnten mit zu dem Wiedererlangen eines weit gesünderen Lifestyles beitragen und ihren starken Einfluss zum gesellschaftlichen Vorteil kanalisieren.

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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