Social Media Marketing

So schützt du deinen Account vor einem Instagram Hack

Wir zeigen, welche Möglichkeiten du hast, wenn dein Instagram-Konto von Hackern gekapert wurde.

© NeONBRAND - unsplash

Instagram erfreut sich großer Beliebtheit und verzeichnet weiterhin ein gesundes Nutzerwachstum. Mittlerweile fällt eine immer größer werdende Anzahl an Accounts trotz möglicher Schutzmaßnahmen Hackern zum Opfer. Das Konto zurückzugewinnen gestaltet sich häufig schwierig. Doch Instagram führt gerade einen neuen Wiederherstellungsprozess ein, mit dem es sich sehr viel einfacher gestaltet, wieder Zugriff auf das Konto zu bekommen. Wir zeigen, wie ihr wieder Kontrolle über bereits gekaperte Accounts erlangt und euch künftig gegen die Hacker schützen könnt.

Was tun bei einem Hackerangriff? 

Offiziell galt die Zwei-Faktor-Authentifizierung bislang als sicherste Methode seinen Account zu schützen. Dass das nicht immer wie gewünscht funktioniert hat, darüber gibt es zahlreiche Usererfahrungen in entsprechenden Facebook-Gruppen etwa, auch in Unterhaltungen wurde dies schnell deutlich. Wie also den Account schützen?

#1 Der neue In-App-Konto-Wiederherstellungsprozess

Während Nutzer zuvor auf E-Mails warten oder an den Support schreiben mussten, kann die neue Methode zu einer schnelleren Wiederherstellung des Accounts führen. Dazu werden innerhalb der App verschiedene Informationen des Users abgefragt, wie beispielsweise die ursprüngliche E-Mail-Adresse oder Telefonnummer, mit der er sich initial bei Instagram angemeldet hat. Danach kann der User eine Kontaktmöglichkeit auswählen, E-Mail oder SMS etwa, um einen 6-stelligen Zahlencode zu erhalten, mit dem er den Account wiederherstellen kann. Der neue Ansatz soll sicherstellen, dass Accountinhaber die Gewalt über ihren Account auch zurückerlangen können, wenn ein Hacker die Kontaktinformationen bereits geändert hat. Hierzu hat Instagram ebenfalls eine Sicherung für Usernamen eingeführt, die nach einer Änderung für einen bestimmten Zeitraum nicht von anderen beansprucht werden können – egal ob gewollte Namensänderung oder durch ein gehacktes Konto.

Instagrams neuester Ansatz, um Konten sicherer zu machen. © Vice/Instagram

Laut Vice soll sich das Wiederherstellungstool bereits seit dem 17. Juni im Rollout befinden, sollte also in Kürze weltweit zur Verfügung stehen.

(Wahrscheinliches) Erfolgspotential: 4/5

#2 Der alte Wiederherstellungsprozess

„Ihr Instagram-Passwort wurde geändert“ – wer eine E-Mail von Instagram mit diesem Wortlaut erhält, dem dürfte das Herz in die Hose rutschen. Denn in der Regel bedeutet dies, dass das Konto gehackt wurde. Glücklicherweise schlägt Instagram in dieser Mail auch vor, die Änderung rückgängig zu machen.

Solltest du deine E-Mails zu spät gecheckt haben oder der Hacker hat bereits das Passwort geändert, kannst du Instagram das Konto melden. Bei vielen Nutzern passiert daraufhin allerdings weiter nichts, manche müssen monatelang auf eine Reaktion warten, andere hören nie mehr etwas von Instagram und starten gezwungenermaßen bei Null.

In der Regel kannst du aber einen Sicherheitscode anfordern, mit dem du dir dein Konto zurückholen kannst, nachdem du den weiteren Anweisungen gefolgt bist.

Gelingt auch das nicht, meldest du das Konto, indem du beim Login auf „Forgot password“ (Android „Get help signing in“) tippst.

Daraufhin kannst du dir einen Login Link an eine sichere E-Mail-Adresse schicken lassen und den weiteren Instruktionen auf dem Bildschirm folgen.

Im Anschluss daran erhältst du eine E-Mail von Instagram mit weiteren Schritten. In einem ersten Schritt sollst du deine Identität verifizieren, indem du den erhaltenen Zahlencode auf ein Blatt Papier schreibst und ein Foto von dir mit dem Blatt Papier an Instagram schickst. Zusätzlich sollst du gegebenenfalls angeben, mit welchem Device du dich zuletzt angemeldet hast.

Das Verfahren kann sich durchaus in die Länge ziehen, wie zahlreiche Berichte nahelegen – in einem Artikel auf Lead Digital ist die Rede von zwei Monaten, uns sind derweil auch längere Zeiträume bekannt. Eine Garantie dafür, dass du dein Konto am Ende wiederbekommst, gibt es nicht.

Erfolgspotential: 2/5


 

Datenschutz kostet viel Zeit und Nerven. Bereits das Herausfiltern der wirklich wichtigen Pflichten kann ein großer Arbeitsaufwand sein. Ohne juristische Vorkenntnisse und ohne die Erwartungen der Kunden zu enttäuschen, kann die Umsetzung des Datenschutz ganz schön kompliziert werden. Wir helfen dir einen Überblick darüber zu verschaffen, welche gesetzlichen Anforderungen du auf jeden Fall erfüllen musst.

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Wie du dein Konto präventiv vor Hackerangriffen schützt

#1 E-Mails immer im Auge behalten

Sorge dafür, dass du deine E-Mails immer zeitnah liest. Lass dich daher entweder mittels Push-Mitteilung benachrichtigen, oder schaue regelmäßig selbst nach. So kannst du im Falle eines Angriffs schnell reagieren und den langwierigen Prozessen entgehen.

#2 Passwörter regelmäßig erneuern

Du solltest ohnehin all deine Onlinekonten mit sicheren Passwörtern ausstatten und diese in regelmäßigen Abständen auch mal ändern. Sichere Passwörter enthalten übrigens Groß- und Kleinschreibung, Zahlen und, wenn erlaubt, auch Sonderzeichen.

#3 Zwei-Faktor-Authentifizierung

Auch, wenn die 2FA noch ihre Schwächen hat – man muss den Hackern das Leben nicht noch einfacher machen, als es ohnehin schon ist. Sobald du die 2FA aktiviert hast, sendet Instagram dir jedes Mal, wenn du dich von einem unbekannten Device anmeldest, einen Sicherheitscode per SMS. Vor dem Hintergrund der jüngsten Angriffswelle hat Instagram die 2FA eigenen Angaben zufolge noch sicherer gemacht und lässt dich nun auch mittels 3rd Party-Authentifizierungs-App einloggen. Um das zu aktivieren, wählst du auf deinem Account einfach im Menu „Einstellungen“ aus. Dort tippst du auf „Sicherheit“ und wählst dann „Zweistufige Authentifizierung“.

In diesem Bereich findest du auch die Möglichkeit Authentifizierungs-App zu aktivieren. Hast du bereits eine auf deinem Device, verbindet Instagram sich automatisch mit dieser, andernfalls kannst du via Instagram App direkt eine downloaden.

#4 Bei Drittanbieter-Apps aufpassen

Nach wie vor erfreuen sich Automatisierungs-Apps einer großen Beliebtheit. Wir verstehen, dass es schwierig geworden ist, seinen Account organisch zum Wachsen zu bringen. Wir verstehen auch den Reiz, den die Apps ausüben. Der beste Tipp, den wir euch hier aber geben können ist, es bleiben zu lassen. Nicht nur, dass die Nutzer das Bot Engagement schnell durchschauen und das auf euch ein schlechtes Licht wirft. Auch können Hacker sich durch die unerwünschten Apps auf häufig sehr einfachem Wege Zugang zu eurem Konto verschaffen. Unautorisierte Drittanbieter-Apps haben bisher nicht selten zu Hackerangriffen geführt. Offizielle Instagram Partner-Apps sind davon natürlich nicht betroffen.

Welchen Apps du Zugriff auf dein Konto gegeben hast, kannst du übrigens auf deinem Desktop auf Instagram sehen. Dazu langt ein Klick auf das Zahnrad in deinem Profil und dann kannst du „Authorized Apps“ auswählen. Im Folgenden wird dir eine Auflistung der Apps präsentiert, die Zugriff auf dein Konto haben – mit der Möglichkeit, diesen bei Bedarf direkt zu entziehen.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Immer mehr User melden Angriffe auf ihre Konten. Zwar bekommen manche das Problem schnell in den Griff, für andere aber wird der ungewollte Verlust zum monatelangen Kampf und wieder andere bekommen ihren Account nie zurück und müssen mit einem Neuen anfangen. Auch wenn Instagram dir mit den beiden Methoden hoffentlich ausreichende Möglichkeiten an die Hand reicht, um dein Konto zurückzubekommen, bist du vor einem Angriff noch lange nicht geschützt. Die Devise heißt nach wie vor: Vorsicht. Lass die Finger am Besten von zwielichtigen Apps, die mehr Follower versprechen, schaue regelmäßig auf deine E-Mails und reagiere im Fall der Fälle schnell.

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 bei OnlineMarketing.de, seit 2019 Senior Content Manager.

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