Social Media Marketing

Instagram filtert endlich konkret Mobbing-Kommentare

Auf Instagram werden seit letztem Jahr bestimmte Kommentare gefiltert. Jetzt will die Plattform konkretes Mobbing langfristig unterbinden.

© Luke van Zyl - Unsplash

Cybermobbing ist im Zuge des Aufschwungs der sozialen Netzwerke zu einem massiven Problem geworden. Daher hat Instagram schon im letzten Jahr einen Filter für beleidigende Kommentare eingeführt. Nicht genug, meinten Kritiker, da dieser auch wiederholtes Mobbing nur bedingt unterbinden konnte. Nun reagiert die Plattform mit einem Filter gegen jedwede Kommentare, die auf Mobbing, Belästigung oder Verärgerung ausgerichtet sind.

Mobbing wird bei Instagram der Kampf angesagt

Die Filteroptionen bei Instagram werden optimiert, wie CEO und Mitgründer Kevin Systrom im Blog angibt. Zwar hatte die soziale Plattform schon im letzten Jahr einen Filter eingeführt, der beleidigende Kommentare blocken soll, doch scheint dieser seiner Aufgabe nicht in umfassendem Maße gerecht werden zu können. Wohl auch, weil dabei die Rede von „certain offensive comments“ war. Damit wurden bestimmte Mobbing-Kommentare nicht erkannt.

Deshalb möchte Instagram auf diesem Gebiet einen besseren Schutz für die Community gewährleisten. Nicht zuletzt, weil das Publikum auf der Plattform zum Teil sehr jung ist – und daher besonders vor böswilligen Äußerungen bewahrt werden sollte. Erst recht, wenn sich diese auf das Äußere oder den Charakter beziehen un womöglich ein Risikopotential für die Nutzer darstellen. Systrom bekräftigt, dass Instagram ein inklusiver und unterstützender Raum für alle sei, dass aber Mobbing nicht toleriert werde. Konkret heißt es zum neuen Filter:

This new filter hides comments containing attacks on a person’s appearance or character, as well as threats to a person’s well-being or health.

Dieser ist nun weltweit verfügbar und kann in den Kommentar-Einstellungen ausgestellt werden. Als zusätzliche Absicherung gegen strategisches Mobben auf der Plattform wird Instagram über den Filter benachrichtigt, wenn von einem Account wiederholt entsprechende Kommentare verfasst und diese entdeckt wurden. Dann soll unmittelbar gehandelt werden.

Die Filter gegen Beleidigungen und Mobbing sind bei Instagram automatisch voreingestellt (mit einem Klick aufs Bild gelangt ihr zur größeren Ansicht), © Instagram

Der Instagram-Hilfebereich gibt Aufschluss darüber, wie die Anzeigen und Filteroptionen für den eigenen Account verwaltet werden können.

Der richtige Weg

Alles, was gegen Hass unternommen wird, ist wichtig. Es ist zu hoffen, dass der neue Filter zu Erfolgen führt und die vielen bösartigen Kommentare weitgehend einschränken kann. Die Instagram-Gründer haben es sich zum Ziel gemacht, auf ihrer Plattform Freundlichkeit zu fördern. Ein hehres Ziel, das unweigerlich mit Hindernissen aus Missgunst und Abschätzigkeit konfrontiert wird. Diese Dualität wird wohl stets bestehen. Doch dabei ist es essentiell, dass Hasskommentare, krasse Beleidigungen oder Mobbing – die in einer digital geprägten Realität allesamt zu Krankheitsbildern wie Depressionen beitragen können – nicht als Kavaliersdelikt behandelt werden, sondern zu rigorosen Maßnahmen führen.

Facebook, YouTube, Instagram und Co. haben mit vielen guten Eigenschaften dafür gesorgt, dass sich das Selbstverständnis der Nutzer, ja der Menschen verändert hat. Solche Größen sind es aufgrund ihrer Nutzerzahlen und des Profits, den sie machen schuldig, ihre Communities zu schützen und langfristig an soziale Grundwerte zu binden. Denn nur so können sie ihrer Bezeichnung weiter gerecht werden. Dieser Verantwortung müssen sie sich stellen, weil leider so viele Nutzer keine zeigen.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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