Marketing Strategie

Guerilla Marketing bei “Es”: So einfallsreich führt Burger King Konkurrent McDonald’s vor

Burger King erlaubte sich bei der Vorpremiere vom Kassenschlager “Es” einen gelungenen Scherz auf Kosten seiner Konkurrenz.

© Warner Bros. / YouTube

Für den Start des neuen Kinofilms “Es” ließ sich Burger King etwas Besonderes einfallen. Eine Einblendung direkt vor dem Abspann warnte die überraschten Zuschauer ziemlich direkt vor Konkurrent McDonald’s.

Wie Burger King Stephen Kings “Es” als Seitenhieb auf McDonald’s instrumentalisiert

Die Verfilmung von Stephen Kings Horrorklassiker “Es” bricht nicht nur in den USA Rekorde an den Kinokassen. Auch in Deutschland konnte der Streifen am ersten Wochenende mehr einspielen als irgendein anderer Horrorfilm zuvor.

Burger King, oder vielmehr Grabarz & Partner, bewies den richtigen Riecher und startete eine Guerilla-Marketingaktion im Rahmen der Vorpremiere von “Es” am 27. September. Am Ende der Spielzeit, direkt vor den Credits, sehen die Zuschauer dank zweier Projektoren folgenden Schriftzug auf komplett schwarzem Hintergrund:

The Moral is: Never trust a clown.

Die Fastfoodkette spielt damit auf McDonald’s an, die mit Ronald McDonald einen wohlbekannten Clown als Maskottchen an ihrer Seite haben, der unter Umständen an Pennywise von Stephen King erinnert. Erst kurze Zeit später taucht daneben das Burger King Symbol auf und lüftet damit das Geheimnis. Die noch immer zum Zerreißen gespannten Nerven beruhigen sich, die Zuschauer lachen auf und applaudieren.

Der Marketing-Stunt erregte auch international Aufmerksamkeit und bahnte sich seinen Weg in die US-amerikanischen Medien. Burger King selbst betitelt die Aktion als “den längsten Burger King-Werbespot aller Zeiten”.

Unlauterer Wettbewerb in Russland?

Der Hype um “Es” bietet in den Augen von Burger King anscheinend noch mehr Möglichkeiten, um im Kielwasser des Horrorfilms weitere PR-Aktionen zu starten. So legte die Kette in Russland erst kürzlich offiziell Beschwerde beim Kartellamt ein und wollte “Es” aus den Kinosälen verbannen. Die Argumentation: Der Clown Pennywise sehe exakt so aus wie McDonald’s Maskottchen. Das sei demnach unlauterer Wettbewerb.

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