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Google Pay startet in Deutschland: Hier kannst du mit deinem Smartphone zahlen

Google Pay ist ab heute in Deutschland als Bezahloption verfügbar und kommt Apple zuvor. So wird das Zahlen mit dem Smartphone erleichtert.

© Matthew Kwong - Unsplash

Seit heute können Nutzer auch in Deutschland mit Google Pay einfach und unkompliziert bezahlen. Mit einem Android Smartphone lässt sich der Bezahldienst in Anspruch nehmen und soll künftig das bargeld- und auch kartenlose Bezahlen vorantreiben. Google dürfte vor allem freuen, dass man Konkurrent Apple hierzulande zuvorgekommen ist.

Google Pay: Partner wie LIDL, Saturn und Mastercard

Der Bezahldienst Google Pay ermöglicht besonders das bequeme Zahlen per Smartphone, ob im Geschäft oder online. Aber ebenso kann über Desktop ein Kauf abgewickelt werden. Zunächst arbeitet Google mit Mastercard und Visa als Kreditkartenunternehmen zusammen. Finanzpartner sind darüber hinaus die Commerzbank, Boon., N26 und Comdirect. Nutzer können in ihrem Googlekonto einfach die Daten zu ihren Bankkarten hinterlegen – und dann etwa auch in allen möglichen Googlediensten, wie YouTube oder über den Assistant, damit zahlen. Zudem können aber auch Kunden- oder Geschenkkarten im Konto hinterlegt werden, die für die nächste Zahlung herangezogen werden sollen. Die Kundendaten werden dabei besonders effizient verschlüsselt, was optimalen Schutz bieten soll.

Die Nutzer der Option können einfach über Apps zahlen, ohne dort eigens ihre Zahlungsinformationen hinterlegen zu müssen. Wer im Geschäft mit seinem Smartphone zahlen möchte, darf gewiss sein, dass seine Daten nicht mit dem Händler geteilt werden. Wird das folgende Symbol erkannt, ist das Zahlen über Google Pay möglich:

Symbole zeigen an, dass Google Pay vor Ort funktioniert, © Google Pay

Supermärkte wie LIDL und ALDI gehören ebenso wie Adidas, MediaMarkt und Saturn, Hornbach, Kaufland und McDonald’s zu den Läden, die eine solche Zahlung akzeptieren. Ein Video erklärt, wie die Bezahlung im Geschäft vonstatten geht.

Apps, die Google Pay akzeptieren: Flixbus und Deliveroo sind schon dabei

Auch das Zahlen In-App dürfte für viele Nutzer von Androidgeräten verlockend klingen. Und selbst wenn noch nicht allzu viele Apps für den Dienst offen sind, könnte sich das doch schnell ändern, sobald die User davon überzeugt werden. Dafür werden zunächst die Apps und Websites von Adidas, Flixbus, Deliveroo, Asos, Ryanair und Co. als Pioniere herhalten.

Geschäfte sowie Apps und Websites, die Google Pay unterstützen, © Google Pay

Googles Bezahldienst legt also vor und mag sich nach und nach auch in Deutschland etablieren. Apple hat es bisher verpasst, in den hiesigen Markt vorzudringen und muss künftig schauen, dass Google ihnen diesbezüglich nicht den Rang abläuft. Denn die bequeme Zahlungsmethode hat durchaus ihre Reize. Gerade wenn beim Supermarkt nur der kleine Einkauf fällig war oder eben noch das Busticket gebucht werden soll, scheint Googles Dienst vorteilhaft.

Tatsächlich hängen die Menschen in Deutschland jedoch – auch im europäischen Vergleich – noch sehr am Bargeld. Daher haben Google, Apple und Co. noch Überzeugungsarbeit bei den Generationen zu leisten, die sich nicht als Digital Natives bezeichnen lassen. Doch spätestens ab der Generation Z scheint kontaktloses Bezahlen und nun auch das Zahlen über das Smartphone beziehungsweise Google zur Norm zu werden. Nichtsdestotrotz darf vor Gefahren gewarnt werden, die solch eine Entwicklung birgt. Nicht nur, dass Google plötzlich bei sämtlichen finanziellen Transaktionen im Hintergrund steht; und damit einen noch größeren Teil des Alltags der Menschen beschlagnahmt. Zusätzlich kann man sich auch fragen, inwiefern diese Art des Zahlens den Umgang mit Geld im Kontext seiner virtuellen Verfügbarkeit verändern könnte. Daher ist es zumindest ratsam, dass sich Eltern, vielleicht auch Schulen usw. mit den neuen Zahldiensten wie Google Pay auseinandersetzen.

Google selbst informiert ausführlich über die Eigenschaften des Dienstes. Auch LIDL und Co. haben eigens Informationsseiten zu kontaktlosem Bezahlen eingerichtet. Technologisch ist Deutschland jedenfalls auf Google Pay vorbereitet.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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