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Google Maps optimiert deine Pendelstrecke – und integriert Spotify und Co.

Für Pendler und Verkehrsteilnehmer überhaupt ist Google Maps jetzt dank Echtzeit-Insights eine noch größere Hilfe; integrierte Musikplayer tun ihr Übriges.

Warten auf die Bahn, dank Google Maps mit mehr Möglichkeiten für die User, © Soroush Karimi - Unsplash

Der morgendliche und abendliche Pendelverkehr kann gerade in der Großstadt zur echten Herausforderung werden. Vor allem Autofahrer und auf öffentliche Verkehrsmittel Angewiesene nutzen daher regelmäßig Google Maps, um möglichst wenig Zeit beim Weg zur Arbeit zu verlieren. Diese Erleichterung möchte Google mit neuen Features weiter fördern.

Google Maps sagt dem Verkehrschaos den Kampf an

Auch digitale Hilfsmittel können Staus, Verspätungen von Zügen, Bussen oder U- und S-Bahnen und unvorhergesehene Sperrungen oder Verkehrsbehinderungen nicht aufhalten. Allerdings können diese ärgerlichen Momente dank der neuen Features von Google Maps nun von Usern schneller erkannt und daher besser berücksichtigt werden. Sodass vielleicht der ein oder andere mehr auf die vorgeschlagene Ausweichroute zurückgreift und so den Verkehr ein wenig entlasten hilft.

Immerhin, so Googles Angaben im Blogpost, wenden die Menschen in Kanada und den USA täglich im Schnitt über eine Stunde für das Pendeln auf. In Deutschland brauchen 36 Prozent der Pendler zwischen 31 und 60 Minuten für den Arbeitsweg. Damit rechnen Viele; doch schlimmer ist, dass die Fahrtzeiten in der Rush Hour bis zu 60 Prozent länger sein können.

Während der Rush Hour kann der Arbeitsweg deutlich länger dauern, © Google

Google Maps liefert jetzt ein Pendler-Tab, das Zugang zu Livedaten zum Verkehr liefert. Diese sind auf die persönliche Route zugeschnitten. Dabei klärt Maps darüber auf, ob der Weg normal lang dauern soll oder ob Verzögerungen zu erwarten sind.

In diesem Fall werden direkt Alternativrouten angeboten. Über Android lassen sich zusätzlich Benachrichtigungen zu Verzögerungen oder Unterbrechungen erhalten.

Auch „zweigleisige“ Pendlerrouten sind berücksichtigt

Wer nicht nur mit der Bahn oder dem Auto, sondern zum Beispiel mit beiden Verkehrsmitteln zu seiner Arbeit (oder anderswohin) gelangt, kann dank einer neuen Funktion von Google Maps jetzt konkrete Informationen zur kombinierten Streckendauer einsehen. Wie frei sind die Straßen für die Autofahrt, wann fährt die Regionalbahn ab usw. Google kalkuliert automatisch deine geschätzte Ankunftszeit.

Darüber hinaus soll es im Hinblick auf die Abfahrtszeiten öffentlicher Verkehrsmittel kein Rätselraten mehr geben. Abgehetzt am Bahnhof oder der Haltestelle anzukommen, nur um zu sehen, dass die Bahn oder der Bus verspätet ist: das soll der Vergangenheit angehören. Zumindest können User in bereits 80 Regionen weltweit den Bus oder Zug ihrer Wahl nun in Echtzeit auf der Karte verfolgen. Damit lässt sich die Fahrt, ja insgesamt sogar der Tag effizienter durchplanen.

Zusätzlich wird noch ein Feature weiterentwickelt, das bisher in Sydney getestet wurde. Hierbei können die User sogar einsehen, wie voll ein Zug oder Bus ist – und damit abschätzen, ob es noch Sitzplätze zum Arbeiten gibt oder nicht. Die Option soll bald für mehr Städte weltweit verfügbar gemacht werden.

Integrierte Musikplayer sorgen für weniger Ablenkung im Verkehr

Ein Ärgernis der Maps-User war bisher wohl immer das Hin- und Her-Switchen zwischen der favorisierten Musik-App und dem Navigationsbereich Googles. Das kann sogar zu unerwünschten Ablenkungen im Straßenverkehr führen. Nicht zuletzt deshalb macht Google jetzt Spotify, Apple Music und Google Play Music in Google Maps verfügbar. Das heißt, dass die Wahl der Songs oder Podcasts direkt in der App zur Navigation vonstatten gehen kann; was durchaus eine Erleichterung darstellt. Die Android-Version von Spotify erlaubt zudem das Browsen durch beliebte Inhalte wie Songs, Playlists, Podcasts oder Alben innerhalb der App.

Letzten Endes kann Google Maps die Aufregung des Pendelns wohl nicht entschärfen. Auch, weil immer mehr Leute in den Metropolregionen arbeiten. Dennoch sorgen die neuen Features dafür, dass die Pendler mehr Planungssicherheit, Handlungsalternativen und immer unmittelbar die passende Musik auf den Ohren haben. Das ist ein Anfang. Und wer weiß: vielleicht hilft Google Maps langfristig ja dabei, große und absehbare Verkehrsbehinderungen vorherzusagen und den extremen Verkehr zu entzerren. Die Daten und die finanziellen Mittel dafür stehen jedenfalls bereit. Denn bis dahin wird Maps der digitale Routenplaner Nummer eins bleiben, so oder so.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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