Suchmaschinenmarketing

Suchmaschine als Stellenmarkt: Google for Jobs nun auch in Deutschland

Suchmaschinen zur Jobsuche nutzen ist heutzutage keine Seltenheit. Mit seinem neuesten Feature macht Google dies noch leichter.

© Unsplash, Google

Kaum noch werden Stellenanzeigen über Zeitungen oder im Schaufenster des Laden gestellt. Ein Großteil angebotener Jobs bewegte sich mit der Zeit ins Internet und mit Google for Jobs macht der Big Player die Suche nach Stellenangeboten noch einfacher. Bereits vor einem Monat berichteten wir über Googles neuestes Feature und all seine Funktionen. Jetzt startet es jedoch endlich auch in Deutschland, wie Google berichtet.

Der virtuelle Stellenmarkt

Die Funktionsweise von Google for Jobs ist ganz einfach gestaltet: Nutzer geben einfach den gewählten Suchbegriff ein und sofern Stellenangebote vorhanden sind, stellt Google sofort passende Anzeigen vor.

Bei „Jobs in meiner Nähe“ stellt Google sofort die nächsten Stellenangebote vor. © Google

Des Weiteren besteht die Möglichkeit die Jobsuche über diverse Filter zu spezifizieren, damit Nutzer auch die gewünschten Stellenangebote finden. Insofern man beispielsweise nur Jobs in einer gewissen Reichweite suchen möchte, lässt sich die Distanz zum Arbeitsort festlegen.

Google for Jobs bietet diverse Filter, um eine möglichst genaue Jobsuche durchzuführen. © Google

Sofern ein Google Konto vorhanden ist, können Nutzer auch Angebote die sie besonders ansprechen abspeichern, welche dann auf allen weiteren Geräten separat verfügbar sind. Ebenfalls sind E-Mail Benachrichtigungen zu aktuellen oder gegebenenfalls ebenso interessanten Stellenangeboten möglich, um sich immer auf dem Laufenden zu halten.

Google for Jobs in Zusammenarbeit mit der Konkurrenz

Statt mit anderen deutschen, beziehungsweise internationalen Jobportalen zu konkurrieren, steht Google in Kooperation mit diesen. Diverse Websites zur Jobsuche stellen Google ihre Daten zur Verfügung und werden in Google for Jobs mit eingebunden. Die beim neuen Feature dargestellten Angebote leiten dann zum dahinterstehenden Jobportal weiter, wo oftmals auch eine direkte Funktion zur Bewerbung bereitsteht. Es handelt sich hierbei für Google und Jobportale um eine Win-Win-Situation, aus der auch Nutzer profitieren.

Eine neue Form der Jobsuche?

Ob Google for Jobs nun den Arbeitsmarkt revolutionieren wird, bleibt abzuwarten. Definitiv lässt sich jedoch sagen, dass, wenn der Big Player sich in ein neues Themenfeld wagt, in diesem meist Änderungen erfolgen. Die Jobsuche könnte zukünftig demnach noch stärker von Google abhängen, als jetzt bereits der Fall ist. Arbeitgeber und Unternehmen sollten sich darauf einstellen und dementsprechende Maßnahmen ergreifen. In Amerika stößt Google for Jobs auf großen Erfolg, dass dies auch in Deutschland der Fall sein wird, scheint plausibel. Ab sofort ist Googles neuestes Feature in Deutschland verfügbar, Österreich und die Schweiz müssen sich bisher allerdings noch gedulden.

Über Toni Gau

Toni Gau

Toni Gau ist freischaffender Blogger, wobei sein Augenmerk auf Popkultur, Literatur und Storytelling liegt, mit eigens geschriebenen Geschichten zwischendrin. Nach dazugehörigem Studium setzt er hier nun seine Arbeit fort und unterstützt OnlineMarketing.de als Redakteur und Grafiker.

Ein Gedanke zu „Suchmaschine als Stellenmarkt: Google for Jobs nun auch in Deutschland

  1. Daniel

    Hallo Toni

    Danke für den spannenden Artikel. Hier noch ein Auszug aus Deinem Artikel den ich gerne kommentieren möchte:

    „Es handelt sich hierbei für Google und Jobportale um eine Win-Win-Situation, aus der auch Nutzer profitieren“

    Von Win-Win kann man hier nun nicht sprechen, da ein Stellenportal ein System aufgedrückt bekommt, bei dem man sich als Portalbetreiber kaum entziehen kann.

    Aktuell ist die Suchmaschine Nutzniesser des bereitgestellten Contents der Portalbetreiber und benachteiligt dies gleichzeitig im Bezug auf das organische Sichtfeld, welches deutlich nach unten gerückt ist!

    Fakt ist, dass sich der Stellenmarkt für alle Marktteilnehmer verändern wird und aus meiner Sicht die Gefahr besteht, dass dieses System sich auch auf andere Branchen adaptieren lässt, wie z.B. die Bildungsbranche etc.

    Bin eigentlich kein Google-Gegner, jedoch muss hier Google mit solchen Systemen in die Schranken gewiesen werden.

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