Social Media Marketing

Pizza von Facebook: Das Soziale Netzwerk wird zum Lieferdienst

In den USA ermöglicht Facebook jetzt Essensbestellungen bei exklusiven Partnern wie Denny’s oder Chipotle. Nach nur wenigen Klicks ist der Lieferant unterwegs.

© Brenan Greene - Unsplash

Facebook erweitert erneut sein Leistungsspektrum. In den USA können User nun direkt auf der Plattform Essen bestellen und sich liefern lassen.

Essenslieferungen in nur wenigen Klicks – mit exklusiven Partnern

Das Portfolio, das sich Facebook für den neuen Dienst aufgebaut hat, setzt sich aus verschiedenen Lieferdiensten zusammen. Alex Himel, VP of Local, erklärt im Newsroom das Prinzip. So ist das Soziale Netzwerk einerseits Kooperationen mit Plattformen wie Delivery.com, EatStreet und DoorDash eingegangen und macht es Usern möglich, von allen dort gelisteten Unternehmen zu bestellen. Andererseits hat Facebook darüber hinaus Deals mit Restaurants ausgehandelt, die normalerweise nicht auf den größeren Plattformen vertreten sind, wie beispielsweise Jack in the Box, Denny’s, El Pollo Loco oder Chipotle.

Facebook ist davon überzeugt, dass das Nutzererlebnis besser ist als das herkömmliche Online-Bestellen. In nur wenigen Klicks ist das Essen unterwegs. Alternativ ist auch eine Abhol-Funktion integriert. Die Option ist über das Entdecken-Menü zugänglich.

Einloggen kann man sich über die Accounts entsprechender Partner. Sollte kein bestehender Account vorhanden sein, sind Nutzer in wenigen Schritten dazu in der Lage, sich direkt auf Facebook zu registrieren. Doch der eigentliche Faktor, der die Sache interessant macht, ist die Bewertung der Freunde. Hier werden nicht wie auf Lieferheld & Co. anonyme Bewertungen abgegeben, sondern die Kommentare des eigenen Netzwerks angezeigt. Somit steigt der Trust-Faktor in die Reviews.

Erweiterte Werbemaßnahmen sind künftig denkbar

Die kulinarische Expansion von Facebook ist ein interessanter Schritt. Dabei macht sich Zuckerberg das Leben einfach. Schließlich stellt Facebook nur die technologische Infrastruktur zur Verfügung und vermittelt die Bestellungen an die Partner. So macht das Netzwerk anderen Lieferdiensten keine Konkurrenz, sondern schafft nur mehr Kunden. Die Integration von Restaurants, die sich solchen Diensten normalerweise entziehen, schafft einen erhöhten Anreiz für User, tatsächlich auf Facebook zu bestellen.

Das Soziale Netzwerk wird sicherlich eine Vermittlungsgebühr einbehalten. Offiziell äußern sich die Macher dazu leider nicht. Falls das System funktioniert, sind auch weitere Maßnahmen wie Anzeigenschaltung oder ähnliche Hervorhebungen möglich, doch das steht noch in den Sternen. Das Rollout scheint sich jedenfalls zu lohnen, denn die Tests laufen seit einem Jahr. Wahrscheinlich geht es Facebook jedoch in erster Linie weniger um die Monetarisierung als vielmehr darum, die Verweildauer der Nutzer in dem eigenen Ökosystem zu erhöhen.

Die Funktion wird jetzt in den USA auf Desktop und Mobile ausgerollt. Wann und ob der Dienst nach Deutschland kommt, ist derzeit unklar.

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