Social Media Marketing

Nach Facebook und Google: Auch Twitter verbannt Ads für Kryptowährungen

Kürzlich hat Google es Facebook gleichgetan, jetzt zieht Twitter nach. Werbung für Kryptowährungen wird auf der Plattform weltweit verboten.

Twitter verkündet Ad-Verbot für Kryptowährungen, Screenshot YouTube, © Twitter

Zum Ende des letzten Jahres hatten Bitcoin und Co. ein imposantes Hoch an der Börse. Grund genug für Kryptowährungen wie diese auch die digitale Werbetrommel zu rühren. Doch nach Instagram und Facebook sowie kurz darauf Google (per Ankündigung) verbannt nun auch Twitter global die Ads für diese Angebote. Die Verbote scheinen schon Wirkung zu zeigen.

Twitter will Werbung für Kryptowährungen entfernen

Bereits im Januar hatte Facebook, ebenso stellvertretend für Instagram, klargestellt, dass Werbung für Kryptowährungen wie Bitcoin auf der Plattform verboten wird. Erst vor wenigen Wochen kündigte Google ein solches Verbot ebenfalls an. Ab Juni 2018 sind Ads für Kryptowährungen und Binäre Optionen bei der Suchmaschine tabu.

Nun bestätigte auch Twitter, dass man Werbung für derlei Produkte nicht mehr erlauben wird. Das berichtet unter anderem Ad Age. Demnach gab ein Twitter-Sprecher per E-Mail bekannt:

Advertisement of Initial Coin Offerings (ICOs) and token sales will be prohibited globally […] We know that this type of content is often associated with deception and fraud, both organic and paid, and are proactively implementing a number of signals to prevent these types of accounts from engaging with others in a deceptive manner.

Allerdings sollte es dem Sprecher zufolge für einige Werbeanzeigen weiterhin möglich sein, bei Twitter zu erscheinen. Und zwar sofern diese von börsennotierten Unternehmen an den bedeutendsten Aktienmärkten bereitgestellt werden oder, wie in Japan, gar von der nationalen Finanzbehörde reguliert werden.

Obwohl laut Ad Age nur ein geringer Teil von Werbeanzeigen zu Websites für Kryptowährungen wie Bitcoin führt, zeigen die Werbeverbote doch schon Wirkung. Zumindest scheint das Hoch dieser Währungen an der Börse vorüber. Wenn man einen Blick auf die Bitcoin-Entwicklung der letzten sechs Monate wirft, wird das deutlich.

Die Bitcoin-Kurve an der US-Börse zeigt nach unten, © CNN Money

Letztlich bedeutet ein Werbeverbot bei den großen Playern durchaus eine Hemmung der Entwicklung. Das gilt für fragwürdige Parallelwährungen, aber sicher auch für andere dubiose Produkte und Dienstleistungen. Immerhin zeigen sich die digitalen Big Player hier konsequent.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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