E-Mail Marketing

E-Mail Marketing: 8 Maßnahmen für ein blühendes Weihnachtsgeschäft

Auch im Weihnachtsgeschäft führt kein Weg an E-Mail Marketing vorbei. Acht Tipps, die Marketer in der gemütlichen Zeit des Jahres beachten sollten.

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Das Jahresendgeschäft ist für den Handel besonders erfolgskritisch. In den letzten Monaten des Jahres erzielen der Online- und Einzelhandel bis zu 50 Prozent ihres Jahresumsatzes. Der deutsche Handelsverband (HDE) prognostiziert für das Weihnachtsgeschäft 2016 in Deutschland einen Gesamtumsatz in Höhe von 91 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Wachstum von vier Prozent.

Das bedeutet für den E-Mail-Marketer: Je besser die Weihnachtsmaßnahmen vorbereitet werden, desto höher stehen die Chancen, das Jahresendgeschäft erfolgreich zu gestalten. Im Folgenden findet ihr daher acht Tipps, die für effektives E-Mail Marketing vor und während der Weihnachtszeit ausschlaggebend sind.

1. Newsletter-Abonnenten gewinnen

Viele Shops verzeichnen in der Vorweihnachtszeit einen Anstieg an Besuchern. Ein Großteil davon sind potenzielle Neukunden. Der E-Mail-Marketer sollte sich hierbei nicht nur auf den Verkauf konzentrieren, sondern versuchen diese neuen Besucher nachhaltig zu binden. Eine zentrale Maßnahme ist, die Kontakte für den eigenen Newsletter zu gewinnen. Zurückliegende Daten sollten zur Profilanreicherung genutzt werden. Zugleich ist der Marketer gut beraten, seinen Kontakten zu erklären, wieso er Lieblingsthemen und Postleitzahl abfragen möchte. Dagegen lassen unpassende Informationen und Angebote die Aufmerksamkeit bei den Kontakten schwinden.

2. E-Mail-Serien aufsetzen

Automatisierte E-Mail-Strecken sind auch im Jahresendgeschäft für eine aufeinander aufbauende Kommunikation die erste Wahl. Nach dem Versand der ersten Kampagnenmails sollten die weiteren Informationen von den jeweiligen Empfängeraktivitäten abhängig gemacht werden. Bei Kontakten, die auf die erste E-Mail nicht reagiert haben, kann der Marketer seine Angebote anpassen und neu verpacken. Die Serien sollten thematisch einem roten Faden folgen. Zum Beispiel können Vorschauen und Rückblenden oder ein regelmäßiger Adventskalender eingebunden werden.

3. Durch frisches Design überzeugen

Die Kehrseite an der Vorweihnachtszeit ist: Das E-Mail-Volumen in den Postfächern der Endverbraucher erhöht sich deutlich. Gestalterisch überzeugende E-Mails basieren auf Templates. Es empfiehlt sich, im Jahresendgeschäft auf spezielle Inhaltsvorlagen zurückzugreifen. Mit kreativen und interessanten Mailing-Kampagnen erhöht Marketer ihre Chancen, dass Mailings geöffnet und geklickt werden. Empfehlenswert ist beispielsweise eine Adventsrätsel-Serie, um zum Interagieren und Verweilen anzuregen. Marketer, die den Vornamen ihrer Kontakte kennen, können auch durch bildpersonalisierte Mailings punkten. Zudem kommen gestalterische Elemente wie Wunschlisten oder Weihnachts-Countdowns gut an.

4. Timing im Auge behalten

Das Timing hat unmittelbaren Einfluss auf Öffnungs-, Klick- und Konversionsraten. Durchschnittlich haben mehr als 50 Prozent aller Händler bis zum 22. November die Themen Weihnachten und Geschenke in ihren Mailings zumindest einmal angesprochen. Deshalb sollten Mitte November bereits die ersten Mailings zu Weihnachten, Geschenke oder Adventskalender versendet werden. Zugleich endet das Weihnachtsgeschäft nicht mit Last-Minute-Angeboten für den 24. Dezember. Meist sind noch im Januar größere Verkaufspotenziale gegeben. So befinden sich viele Berufstätige in der ersten Januarwoche noch im Urlaub und sind besonders effektiv aktivierbar.

5. Über Versandfristen informieren

Der Marketer ist gut beraten, über Stichtage wie den letzten möglichen Standard-Versand-Tag zu informieren. Erwartet werden auch Hinweise zum Lieferstatus: Wo ist das Päckchen? Kommt es pünktlich an? Zudem sollte der Marketer informieren, wie lange Express-Lieferungen möglich sind. Wenn alle Stricke reißen und keine Lieferung mehr möglich ist, gibt es immer noch eine letzte Option: Geschenkgutscheine. Idealerweise greift der Marketer hierbei auf Vorlagen zurück, die sich leicht personalisieren, per E-Mail versenden und ausdrucken lassen.

6. Nikolaus-Tag frühzeitig ankündigen

Mehr als 50 Prozent aller Marketer versenden ein Nikolaus-Mailing zum 6. Dezember. Unternehmen, die den Nikolaus-Tag bereits früher ankündigen, erhöhen den Handlungsdruck bei den Verbrauchern. Mit einem passenden Mailing lassen sich spezielle Angebote oder Aktionen verbinden. Empfänger, die das Mailing nicht zum Nikolaus-Tag geöffnet oder geklickt haben, können im Nachgang durch Trost-Gutscheine oder Sonderrabatte gezielt aktiviert werden.

7. Nachfassen nicht vergessen

Häufig gehen Mailings im Weihnachtsstress einfach unter. Nicht-Öffner sollten auch im Jahresendgeschäft nach ein paar Tagen mit einer neuen Betreffzeile kontaktiert werden. Es empfiehlt sich zudem, Nicht-Klicker nach zwei bis vier Tagen erneut anzuschreiben. Hierbei sollten Informationen und Angebote ein Stück weit variieren – und der Handlungsdruck erhöht werden.

8. Maßnahmen auch nach dem Weihnachtstag

Bereits am 25. Dezember erhöhen sich die Suchanfragen erneut. Zugleich werden Geldgeschenke kurzfristig eingelöst. Zwischen den Feiertagen können Marketer einen Jahresrückblick oder ein Best-of-Mailing mit den beliebtesten Produkten des Jahres versenden. Jetzt ist auch die Zeit für Zufriedenheitsbefragungen und ein Silvester-Mailing. Die Endverbraucher lassen sich in dieser Phase gerne durch Gutscheine und Specials aktivieren – dies gilt auch für Angebote im stationären Handel.

Kurzum: Der Wettbewerb im E-Mail-Postfach zum Jahresendgeschäft ist enorm. Die Verbraucher sollten vom Marketer durch diese stressige Zeit begleitet und incentiviert werden. Die Maßnahmen sollten darauf ausgerichtet werden, die Informationsbedürfnisse der Kontakte aufzugreifen. Zudem sind kreative und überraschende Kampagnen kombiniert mit Mehrwert-Informationen besonders erfolgsversprechend.

Über René Kulka

www.optivo.de

René Kulka ist als Email Marketing Evangelist beim Dienstleister optivo tätig. Neben Beratungsprojekten betreut er federführend das E-Mail-Marketing-Blog www.optivo.de/campfire und vermittelt regelmäßig Know-how sowie marktrelevante Informationen für erfolgreiches E-Mail-Marketing.

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