Social Media Marketing

Statt Dislike-Button: Facebook testet Downvotes für Kommentare

Ein Dislike-Button ist es zwar nicht, aber Zuckerberg gibt Usern mit dem Downvote-Button eine neue Möglichkeit, um Kommentare zu bewerten.

© Flickr / zeevveez, CC BY 2.0

Im Zuge der Neuausrichtung des Newsfeeds testet Facebook jetzt einen Downvote-Button für Kommentare. Bislang ist es nur ein kleiner Test, jedoch liefert Zuckerberg damit erste Mal etwas, das einem Dislike-Button näher kommt.

Downvote-Button nur für Kommentare und keinesfalls ein Dislike-Button

Der Button erscheint ausschließlich unter User-Kommentaren und auch nur bei öffentlich einsehbaren Posts von Fanpages. Auf Twitter tauchten die ersten Screenshots des Features auf:

Ein Klick auf Downvote eröffnet dem User drei weitere Optionen:

Damit gibt ein Nutzer Facebook eine Richtung vor, warum ihm oder ihr der Kommentar nicht gefällt. Wobei ein Unternehmenssprecher gegenüber TechCrunch eindeutig klarstellte, dass es sich bei dem Experiment nicht um einen Dislike-Button handelt:

We are not testing a dislike button. We are exploring a feature for people to give us feedback about comments on public page posts. This is running for a small set of people in the U.S. only.

Daher ist die Zahl der Downvotes auch nicht öffentlich einsehbar. Das Feature soll lediglich ein internes Signal an Facebook geben, um Negativität schnellstmöglich von der Plattform zu verbannen.

Mehr Macht auf Userseite

Facebook führte Anfang 2016 die Reactions ein, um Usern Gelegenheit zu geben, differenziert auf Content zu reagieren. Mit „Traurig“ oder „Wütend“ kamen die langersehnten negativen Emotionen auf die Plattform, schließlich konnten User vorher nur mithilfe eines Likes mit Posts interagieren. Ging es um Todesfälle oder ähnliche tragische Meldungen, erschien die Reaktion oftmals höhnisch. Auch wenn Facebook ein Netzwerk voller positiver Energie sein möchte, sieht die reale Welt nun einmal anders aus.

Der Test mit dem Downvote-Button beschränkt sich auf 5 Prozent der Android-User in den USA und bisher ist nicht von einem weiteren Rollout die Rede. Es überrascht auch ein wenig, scheint die Funktion nicht viel anders zu sein als die Schritte „Kommentar verbergen“ und „Melden“. Wobei dafür gleich drei Klicks notwendig sind, die wahrscheinlich den meisten Usern zu aufwendig sind.

Facebook kündigte Anfang des Jahres an, den Fokus der Plattform von Unternehmen wieder auf Nutzer zu verlagern. Mit dem Downvote-Button verschafft das Soziale Netzwerk den Usern mehr Macht, um die Diskussion rund um den Content der Seiten, der ohnehin drastisch im Newsfeed heruntergeschraubt werden soll, zu beeinflussen.

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