Video Marketing

Das „Manifest Destiny“ der Online-Videos

Der Online-Video-Konsum steigt von Jahr zu Jahr. Jeder Publisher und Websitebetreiber sollte sich zu diesem Thema Gedanken machen!

Der Ausdruck „Manifest Destiny” entstammt einem Glauben aus dem 19. Jahrhundert, nach welchem die Vereinigten Staaten von Amerika eine eindeutige und entschlossene Mission hatten, ihre Demokratie und Freiheitsauslegung über den Kontinent zu verbreiten. Meiner Meinung nach kann dasselbe auch über Bewegtbild im World Wide Web gesagt werden.

Es ist kein Geheimnis: Der Online-Video-Konsum steigt stetig an, nicht zuletzt beflügelt durch die zunehmende Nutzung von mobilen Endgeräten. 2011 schauten sich die deutschen Internetnetzer durchschnittlich acht Videos am Tag an und kamen auf 50 Minuten Online-Video-Nutzung täglich. 2010 waren es erst sechs Videos beziehungsweise 34 Minuten (Quelle: Bitkom).

Folglich sind die Erwartungen groß, dass dieses Wachstum auch einen entsprechenden Einfluss auf die Ausgaben im Bereich Online Video Advertising hat. Der Online-Vermarkterkreis (OVK) rechnet damit, dass Bewegtbildwerbung den Vermarktern in diesem Jahr rund 300 Millionen Euro in die Kassen spülen soll, 2011 lag der Umsatz mit Videowerbung bei 195 Millionen Euro.

Was ist also die Triebfeder hinter diesem Wachstum? Ganz einfach: Online-Videos werden integraler Bestandteil einer jeden Website sein, ob groß oder klein. Für Publisher und Websitebetreiber, die bisher noch keine Video-Strategie in petto haben, ist es jetzt an der Zeit, darüber nachzudenken.

Hier ein paar Fragen, die sich jeder Publisher und Seitenbetreiber stellen sollte, wenn er eine Video-Strategie erarbeitet:

• Wie kann ich die Nutzung von Videos auf meiner Seite optimieren?
• Entwickle oder lizensiere ich einen eigenen Video Player?
• Wie kann ich gewährleisten, dass sich meine Videos auch im mobilen Web abspielen lassen?
• Sollte ich meine Werbeplätze in Eigenregie verkaufen oder Ad Networks nutzen?
• Wenn ich mit Drittanbietern zusammenarbeite, mache ich dies nur mit einem oder mit allen?
• Produziere ich eigene Inhalte oder lizensiere ich Inhalte von anderen?

Und das sind nur einige Fragen, die man sich stellen sollte, um die Videonutzung auf einer Website effektiv zu optimieren.

Die Antworten auf diese Fragen hängen von einer Vielzahl an Faktoren ab. Zunächst sollten sich Publisher die Frage stellen, wie prominent Videoinhalte auf der Seite angezeigt werden sollen. Dies hilft dabei, zu entscheiden, ob es sinnvoll ist, Videocontent selbst zu erstellen oder diesen zu lizensieren. Zusätzlich hängen die Möglichkeiten auf mobilen Endgeräten von den verwendeten Werbe- und Playerplattformen ab. Selbstverständlich könnten Publisher die Plattformen selbst bauen, jedoch ist Aufwand dafür nicht zu unterschätzen. Welches Modell des Werbegeschäfts Publisher wählen, hängt auch von der Zusammensetzung des bestehenden Vertriebspersonals ab. Gibt es ein eigenes Verkaufteam oder greift man auf einen Dienstleister zurück, um das Video-Angebot zu monetarisieren? Natürlich funktionieren beide Alternativen. Um jedoch den Content, den Ruf und die Funktionalität der Seite zu gewährleisten, ist es äußerst wichtig, realistisch zu sein und die eigenen Ressourcen angemessen zu verteilen.

Also: Egal, ob die Website eine kleine Unterhaltungs-, Gesundheits-, oder Kochseite ist, eine Kanzlei, ein großer Shop, oder ein privater Blog: Es ist an der Zeit, dass Webseitenbetreiber und Publisher an das „Manifest Destiny“ der Online-Videos glauben. Wenn sie dann noch entsprechende Maßnahmen ergreifen, können Sie sowohl von den Inhalten als auch von den Erlösen profitieren.

Über Jörg Schneider

undertone.com/de

Jörg Schneider ist Country Manager Germany von Undertone, einem Anbieter von Display- und High-Impact-Werbeformaten. Das Unternehmen macht großflächige, interaktive Sonderwerbeformate skalierbar und liefert sie über eine eigene Adserver-Plattform aus.

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