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d3con: Streitgespräch ohne Streit

Von wegen Streitgespräch: Konflikte gab es bei der von Frederike Voss moderierten Gesprächsrunde kaum.

Moderatorin Frederike Voss

Führen neue Technologien zu einer Kannibalisierung von Premiumvermarktung durch Adtrading? Diese Frage stand bei der d3con in Hamburg im Zentrum eines Streitgesprächs. Die Teilnehmer: Stefan Zamic von Interactive Media, Matthias Pantke von AdScale und Andreas Rau von der 1&1 Internet AG. Moderiert wurde das Gespräch von Frederike Voss.

Stefan Zanic erklärte sich zuerst: RealTime Advertising müsse als Teil einer ganzheitlichen Markenstrategie verstanden werden. Das werde bei seinem Unternehmen Interactive Media so gehandhabt. Alle Inventories würden gleich behandelt.

Andreas Rau von United Internet erklärte, dass es weiterhin Premium- und Response-Reichweiten geben werde. Er habe diesbezüglich auch gar keine so konträre Position zu Stefan Zanic. Das Potenzial von Daten sei massiv, es gebe sehr viele schöne Geschäftsmodelle, die viele Möglichkeiten lassen.

Matthias Pantke war als nächster an der Reihe: RealTime Advertising sei bereits heute in erheblichem Umfang verfügbar. Seine Prognose: In den nächsten drei bis fünf Jahren würden 90 Prozent aller Kampagnen automatisch gehandelt. Es werde vermehrt getradet. Pantkes These: Media wird zur Commodity.

Für Zanic stand danach einmal mehr der Begriff „Ganzheitlichkeit“ im Mittelpunkt. Er gehe definitiv davon aus, dass die neuen Technologien keinesfalls zu einer Kannibalisierung führen werden, sondern vielmehr das Angebot bereichern werden.

Pantke fügte hinzu, dass Transparenz in Zukunft essenziell sei. Die Frage, woher die Transaktion kommt, werde bei vielen Playern immer wichtiger werden.

Am Ende des Gesprächs waren sich alle einig: Eine Kannibalisierung wird nicht stattfinden. Immerhin: Andreas Rau schränkte ein. Das Inventar müsse einfach gut gemanagt werden, dann werde keine Kannibalisierung stattfinden. Ansonsten war Harmonie Trumpf.

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