Suchmaschinenmarketing

Bing liefert bessere Ergebnisse dank Text-to-Speech-Antworten und Visual Search

Bing hat einige Updates für die Suchmaschine vorgestellt. Mit gesprochenen Antworten, Intelligent Answers und Visual Search wird die Suche aufgewertet.

© Bing

Die Suchmaschine Bing gehört hinter Google zu den wichtigsten Vertretern der Branche. Viele User, die auf Bing setzen, erhalten nun optimierte Features, um ihre Suche noch stärker zu gestalten. Dazu gehört eine Text-to-Speech KI, erweiterte Intelligent Answers sowie die Möglichkeit via Visual Search die Suche auf ein anderes Level zu heben. So sollen User noch schneller finden, was sie suchen.

Neue technologische Features für Bing

Hinter Google kommt in Sachen Suchmaschinen lange nichts; allerdings gehört Bing zu den wichtigsten alternativen Vetretern. Nun gab Microsofts Search-Instanz bekannt, dass drei zentrale neue Funktionen die Suche deutlich vereinfachen sollen. Zu den Features zählen:

  • gesprochene Antworten auf Text-to-Speech-Basis
  • Intelligent Answers mit aggregierten Informationen
  • Visual Search-Funktionen mit automatischer Objekterkennung

Mit Text-to-Speech auf Googles Spuren

Mit der Ansprache „OK, Google“ sind wir inzwischen längst vertraut, Nutzer sind daran gewöhnt, auch über Voice Antworten zu erhalten, insbesondere mobil. Jetzt zieht Bing in der Entwicklung einer Sprach-KI nach und führt Text-to-Speech-Elemente für die Suche ein. So kann in der neuesten Version der Bing App Text in Sprache umgewandelt werden. Damit spricht Bing die Antworten auf Suchanfragen aus und soll dabei eine Stimme haben, die äußerst menschlich klingt. Optimierungen im Bereich der Neural Networks haben dies möglich gemacht. Die KI zur Konversation basiert hierbei auf der Technologie und Power der NVIDIA GPUs.

Auch andersrum funktioniert die KI, sie kann Sprache in geschriebenen Text umwandeln und damit eine Suchanfrage starten. Mit einem Klick auf das Mikrofon-Icon können die Nutzer in der App ihre Frage einsprechen und erhalten umgehend Antworten.

Bing setzt auf eine Sprach-KI, © Bing

Bessere Antworten durch Multiperspektivität

Mit den Intelligent Answers erlaubt Bing Usern Antworten zu erhalten, die mehrere Perspektiven einnehmen. Denn die entsprechenden Informationen werden bei vergleichbaren Suchanfragen und aus mehreren Quellen zusammengetragen. Durch neuartige Deep Learning-Modelle und Fortschritte in der GPU-Technologie kann die Suchmaschine außerdem schwierigere Fragen als je zuvor beantworten. Nicht nur definitorische Nachfragen werden schnell bedient, sondern auch solche, die komplexer gestaltet sind; etwa: „Was sind verschiedene Arten der Beleuchtung für das Wohnzimmer?“.

Bing liefert Antworten zu simplen und komplexen Fragestellungen, © Bing

Mit Visual Search neue Suchmuster bedienen

Während Voice Search das traditionelle Suchen mit der Texteingabe bereits relativiert hat, ist auch die visuelle Suche immer relevanter für Suchmaschinen. Google hat unlängst mit Lens Maßstäbe gesetzt, wenn es um Bilderkennung und Informationsvermittlung geht. Doch Bing kann nun ebenso auf Visual Search-Elemente zurückgreifen. User können ab sofort ein Bild verwenden, um etwas zu suchen. Wird beispielsweise eine Lampe entdeckt, die gefällt, kann bei Bing mit dem Bild davon nach ähnlichen Ergebnissen gesucht werden. Dazu werden dann Kaufoptionen angegeben, außerdem Preise und der Verfügbarkeitsstatus. Zusätzlich liefert Bings Option automatisch sogenannte Clickable Hotspots, die Elemente in den Bildern hervorheben, die der Suchende womöglich ebenfalls interessant findet.

Dank der NVIDIA GPUs kann diese Objektidentifikation dazu beitragen, dass der User bei der Suchmaschine im visuellen Kontext schnell die gewünschten Elemente entdecken und gegebenenfalls sogar kaufen kann. So wird Bings Visual Search-Option auch für digitale Verkäufer zu einem vorteilhaften Feature.

All die neuen Funktionen werden durch Microsofts Azure N-Serie virtueller Maschinen unterstützt. Sie sollen an der Search-Front dazu beitragen, dass Bing die Anfragen der Nutzer weiterhin bestmöglich bedient und von Google nicht noch weiter abgehängt wird. Das Suchen über Bing wird demnach komfortabler und moderner. Zwar kann man Google so keine Konkurrenz machen, da dort entsprechende Features längst etabliert sind. Aber seine Position hinter Google zu behaupten, sollte dank Text-to-Speech, Visual Search und Co. bessere Aussichten haben.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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