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BGH-Urteil: Keine Internet-Werbung mehr für Kinder

UPDATE: Kinder dürfen nicht zum Kauf von Spielezubehör in Internetspielen animiert werden. Daniel Siegmund von Game Ad Net äußert sich dazu.

kind pc

(c) rgbstock.com / crirez

Der Bundesgerichtshof hat heute, Mittwoch 17.07.2013, im Fall mit dem Aktenzeichen “I ZR 34/12” ein Urteil gefällt. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) hatte die Softwarefirma Gameforge wegen Werbung zum Fantasyrollenspiel “Runes of Magic” verklagt, wie die Deutsche Presse-Agentur heute berichtete.

Der BGH stimmte dem Kläger zu. Auch im Internet gebiete der Schutz des Kindes eine gewisse Zurückhaltung. Allerdings besteht noch ein Hintertürchen, das letzte Wort scheint noch nicht gesprochen, denn unüblicherweise ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.

“Free-to-play”-Modelle am Pranger

Das Spiel, welches im Mittelpunkt der Verhandlung stand, “Runes of magic”, funktioniert nach dem typischen “Free-to-play”-Modell. Grundsätzlich kann das Spiel also kostenfrei gespielt werden, um sich einen Vorteil zu verschaffen oder schneller voranzukommen können jedoch In-Game Spielezubehör/Items kostenpflichtig bezogen werden. Spielzubehör wurde 2009 mit dem Slogan “Schnapp’ Dir die günstige Gelegenheit und verpasse Deiner Rüstung & Waffen das gewisse “Etwas”” beworben. Dieser Slogan wurde vom Gericht als verbotene Werbung für Kinder gewertet.

Folgen für die Gaming Industrie könnten verheerend sein

Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Folgen noch nicht abzusehen. Fakt ist, in Deutschland hat sich die Gaming-Industrie bisher stark entwickelt und könnte großen Herausforderungen gegenüberstehen, wenn es zu einem Kinder-Werbeverbot in Free-to-Play-Games kommen sollte. Daniel Siegmund, der Geschäftsführer von Game Ad Network, äußerte sich im Interview mit uns über die Auswirkungen des Urteils aus der Sicht eines Vermarkters:

Über Marc Stahlmann

Marc Stahlmann

Marc Stahlmann ist Geschäftsführer von OnlineMarketing.de, dem größten Digitalportal zum Thema Online Marketing. Als studierter Betriebswirt, Startup-Fan und Online Marketer ist er vertraut mit dem aktuellen Marktgeschehen. Zudem ist er Mitgründer und Organisator vom Online-Karrieretag, der größten Karriereveranstaltung für die Digitalbranche.

Ein Gedanke zu „BGH-Urteil: Keine Internet-Werbung mehr für Kinder

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