Social Media Marketing

Betaworks kauft Digg.com zum Schnäppchenpreis

Nach der Übernahme von YiGG durch ekaboo, folgt nun auch der Social Bookmark Service Digg, der zum Schleuderpreis an Betaworks geht.

Logo: Digg.com

Logo: Digg.com

Nachdem erst vor wenigen Tagen bekannt wurde, dass die Social Media-Agentur ekaboo den Social Bookmark Dienst YiGG übernommen hat, folgt nun der nächste Deal in diesem Bereich: Webentwickler Betaworks kauft Digg für 500.000 US-Dollar. Für Digg ist dies ein unrühmliches und hartes Ende, denn im Jahr 2008 wurde das Unternehmen noch mit 160 Millionen Dollar bewertet.

Digg wurde einst mit 45 Millionen US-Dollar finanziert, darunter bekannte Investoren wie beispielsweise Netscape-Erfinder Marc Andreesen oder LinkedIn Gründer Reid Hoffmann. Betrachtet man die Höhe des Verkaufs etwas näher, wird schnell deutlich, dass es sich hierbei eher um einen “Not-Verkauf” handeln muss, denn dieses Ergebnis dürfte für die Gründer von Digg mehr als niederschmetternd sein. Das Resultat dieser Übernahme: Alle Digg Mitarbeiter werden entlassen und der Social Bookmark-Dienst soll mit dem News.me Projekt von Betaworks verschmolzen werden. Zeitgleich könnte diese Fusion eine Kampfansage vonseiten Betaworks an Facebook sein, denn laut Medienberichten soll Digg wieder in seine Ursprungsform zurückgesetzt werden. Im Blog von Betaworks heißt es hierzu:

Wir haben in den letzten 18 Monaten daran gearbeitet, News.me zu einer sozialen mobil-zuerst Erfahrung zu machen. Das News.me-Team wird Digg aufs Wesentliche zurückführen: Es ist der beste Ort, um Geschichten zu finden, zu lesen und zu teilen, über die das Internet spricht.

Vor 4 Jahren galt Digg im Silicon Valley noch als eines der vielversprechendsten Unternehmen überhaupt. Vermutlich haben stetig weiter wachsende Konkurrenten wie zum Beispiel Facebook, Twitter oder auch Reddit zu dem Verkauf geführt.

Über Digg.com

Digg ist ein sogenannter Bookmark-Service, der seinen Usern erlaubt, Links zu posten, die dann wiederum von anderen Usern bewertet und kommentiert werden. Die Links konnten zum Beispiel Podcasts, Videos oder Nachrichten sein. Aufgrund der Bewertungsfunktion entstand eine Art Rangliste auf Digg, die gut bewertete Links nach ganz oben und schlecht bewertete Links nach unten setzte. Die Ranglisten werden dann von Digg in Echtzeit dargestellt.

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