Social Media Marketing

Bei Google+ wird’s gruselig

Das „Wall Street Journal“ nennt das Social Network in einem aktuellen Artikel eine „virtuelle Geisterstadt“. Kein Wunder.

Renate Kalloch / pixelio.de

Auch wenn Googles Konzernchef Larry Page Zufriedenheit verbreitet und verkündet, dass sich bei Google+ seit dem Launch im Juni 90 Millionen User registriert hätten – bisher bietet das Social Network nur wenig Grund zum Feiern.

Denn die Wirklichkeit sieht eher trist aus. Die Daten des Marktforschungsinstituts comScore.Inc lassen den Schluss zu, dass sich zwar viele User bei Google+ anmelden – aber weiter nichts machen. Zwischen September und Januar haben die PC-User im Schnitt gerade mal drei Minuten pro Monat bei dem Social Network verbracht. Zum Vergleich: Bei Facebook verbringen die Nutzer im Schnitt zwischen sechs und sieben Stunden. (Daten zur Mobile-Nutzung lagen für die Untersuchung nicht vor.)

Google+ ist also eine Art „virtuelle Geisterstadt“, wie das Wall Street Journal schreibt. Im Artikel erwähnt Amir Efrati, dass der Hauptgrund für die schlechten Werte darin liegt, dass Google+ in puncto Alleinstellungsmerkmale Facebook nicht das Wasser reichen kann. Klar, bei Google+ gibt es z. B. sogenannte „Hangouts“ – die Möglichkeit, mit bis zu zehn Kontakten eine Videokonferenz abzuhalten. Doch insgesamt ist das zu wenig.

Brian Solis, Analyst bei der Altimeter Group, kommentiert: „Im Moment braucht niemand ein weiteres Social Network. Und Google hat denen, die Facebook bereits nutzen, nicht erklärt, was an Google+ so toll ist.“

Bei Google geht man erstaunlich gelassen mit den negativen Werten um. Eine Sprecherin erklärte, die Zahlen von comScore seien erheblich geringer als die von Google selbst erhobenen Werte.

Aufseiten der Marketer ist man kritischer: „Google+ hat momentan nicht die gleiche Ausstrahlung wie Facebook, Twitter oder Pinterest. Wenn Google sich nicht ins Zeug legt, wird es für Werbetreibende nicht attraktiv werden“, sagt David Cohen, der für die Interpublic Group Werbetreibende bei Ad-Kampagnen unterstützt.

Quelle: Wall Street Journal

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