SEO - Suchmaschinenoptimierung

5 SEO-Strategien, die auch 2015 funktionieren

Alte SEO-Strategien führen nach etlichen Google-Updates nun häufig zu schlechten Rankings. Hier 5 Strategien, die auch 2015 noch aktuell sind.

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Weil Google den Search Engine Marketern mit immer neuen Algorithmen das Leben schwer macht und sich derzeit voll und ganz dem Ausmerzen von dünnem oder keywordlastigem Content auf den SERPs verschrieben hat, müssen SEOs sich wieder einmal umstellen. Einige aktuelle Strategien werden aber auch in 2015 noch funktionieren. Welche das sind, zeigen wir euch im Folgenden auf.

Erweitere deine Keyword-Bandbreite

Google hat mit dem Hummingbird-Algorithmus die Art und Weise verändert, Anfragen zu analysieren. Anstelle der Auswertung von Keywords, die auf bestimmte Seiten passen, wird jetzt die Absicht hinter der Suchanfrage ausgewertet und in den SERPs dazu passende Seiten angezeigt.

Keywords sind noch immer relevant, aber du solltest dir nun themenrelevante Wortkombinationen und Sätze überlegen. Am einfachsten funktioniert das, indem du herausfindest, wonach die User am ehesten suchen und welche Phrasen bei der Suche gebräuchlich sind. So kannst du etwa statt nur “Blumen” Formulierungen wie “Valentinstag”, “Blumen-Lieferung am gleichen Tag” oder “günstige Blumensträuße” wählen. In jedem Fall solltest du gebräuchliche Phrasen suchen, die auch in der Alltagssprache Verwendung finden.

Als nächstes folgt die Einteilung der Phrasen in drei Kategorien, wie beispielsweise: Information, Navigation und Transaktion. Bei Informations-Anfragen, sollte dann eine Seite mit wissenswerten Inhalten über dein Produkt oder eine Dienstleistung gestaltet werden, auf die der User gemäß seiner Anfrage geleitet wird. Navigations-Anfragen beinhalten deine Marke, Produktnamen oder bereits deine Webseite, während Transaktions-Anfragen kommerzielle Absichten signalisieren. Um bei letztgenannten Anfragen hoch zu ranken, solltest du Wörter wie Kaufen, Coupon, Rabatt, Deal, Rezension oder Bewertung verwenden.

Verbessere deine Seitenhierarchie

Webseiten mit einem optimierten Seitenaufbau werden häufig besser gerankt als diejenigen mit einer unordentlichen Struktur und verwirrender Organisation des Contents. Mit einer aufgeräumten Struktur gestaltest du deine Webseite suchmaschinenfreundlich.

Dynamische URLs, die beispielsweise auf “id=13579&color=4&size=2&session=754839” enden, sind in der Regel viel zu lang, beinhalten auch keine Keywords und haben niedrige Klickraten in den Suchergebnissen – die User verstehen oftmals nicht direkt, worum es eigentlich geht. Daher solltest du lieber statische URLs verwenden, um Nutzer nicht zu verwirren.

Auch tote Links oder 404-Fehler schaden dem Ranking. Nutz einen Link-Checker, um die Funktionalität zu überprüfen.

Webseiten mit zu vielen externen Links werden ebenfalls von Google schlechter bewertet, wobei allerdings nicht klar ist, wo hier die Grenze zu ziehen ist. Google hat die erlaubten Links pro Seite nicht mehr auf 100 limitiert, es wird aber darauf hingewiesen, lieber auf relevante Links zurückzugreifen und einzelne Abschnitte des Contents weiter zu unterteilen, um sie mit hochwertigen ausgehenden Links zu zu versehen.

Konzentriere dich auf wenige, aber hochwertige Backlinks

Es ist prinzipiell besser, weniger Links von unterschiedlichen Fachseiten zu bekommen, als hunderte Links zweitklassiger Seiten. Drei Wege, wie du Links bekommst:

  1. Redaktionelle Links: Einen besseren Backlink kannst du nicht bekommen, als den einer Erwähnung deines Unternehmens in den Medien. Eine weitere Möglichkeit im redaktionellen Rahmen kann zum Beispiel ein Gastbeitrag von dir auf anderen Seiten sein. Um damit erfolgreich zu sein, musst du dich auf die Zielgruppe der anderen Seite einstellen, ein interessantes Thema für deinen Artikel finden, der nicht zu werblich gestaltet sein darf und den Artikel in den Social Media-Kanälen teilen.
  2. Zitate: Immer, wenn dein Unternehmensname oder dein Link in Verbindung mit Konkurrenzunternehmen oder verwandter relevanter Thematik auftaucht, bedeutet dies für Google in erster Linie, dass auch deine Seite oder Marke von Google besser bewertet wird, sofern die Konkurrenzunternehmen sich auf dem Markt bereits behaupten konnten. Um diese Abschnitte gemeinsam mit anderen relevanten Unternehmen zu erhalten, starte eine Google-Suche nach Top 10 Listen für die Art deines Unternehmens oder des Produktes. Sollten die Listen dich nicht aufführen, versuche die verantwortlichen Redakteure davon zu überzeugen, dass du auf der Liste aufgeführt werden solltest.
  3. Broken Linkbuilding: Ist eine mühsame, aber nützliche Taktik, um tote Links auf anderen Fachseiten auszumachen. Dabei begibst du dich einfach auf die Suche nach derartigen Links und teilst den Publishern mit, dass sie defekt sind, mit der Bitte sie zu reparieren.

HTTPS – Ziehe eine sichere Verschlüsselung in Erwägung

Vor einiger Zeit hat Google bekannt gegeben, dass HTTPS und somit verschlüsselte Seiten, in Zukunft besser gerankt werden. HTTPS ist ein abhörsicheres Kommunikationsprotokoll, bei der Daten verschlüsselt übertragen werden. Seit der Bekanntgabe treibt Webseitenbetreiber die Angst, ohne SSL-Zertifikat nicht mehr gerankt zu werden. So wandeln sie ihre Webseiten in HTTPS um, ohne Hintergrundwissen zu haben. HTTPS ist allerdings eher sinnvoll für Webseiten, die über sensible Daten ihrer User verfügen, wie beispielsweise Onlineshops.

HTTPS ist mit Kosten verbunden. Um Daten zu verschlüsseln, nutzt HTTPS SSL-Technologie. Um HTTPS auf deiner Webseite zu implementieren, benötigst du also ein SSL-Zertifikat, welches für gewöhnlich kostenpflichtig ist. Zusätzlich müssen HTTP-URLs dauerhaft umgeleitet werden und alle internen Links müssen in HTTPS oder relative URLs umgewandelt werden. Vor diesem Hintergrund solltest du dir überlegen, ob eine Umstellung deiner Webseite zu HTTPS wirklich nötig ist.

Die genannten Taktiken sind ziemlich gängig. Sie benötigen viel Zeit und Aufwand, zahlen sich jedoch bei richtiger Anwendung aus. Um den besten Ertrag zu erzielen, solltest du vor der Entscheidung für eine bestimmte Strategie fundierte Analysen vorschalten.

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

3 Gedanken zu „5 SEO-Strategien, die auch 2015 funktionieren

  1. Sven Hanold

    Hallo.

    Glückwunsch zum tollen Artikel. Die Frage, was denn wirklich Ranking-Faktor ist, treibt uns als Texter auch um. Denn schließlich wollen wir die Seiten unserer Kunden auch ganz oben sehen. Wir haben uns daher auch mit dem Thema beschäftigt. Vielleicht sind da auch für euch neue Denkanstöße dabei.

    Und dank des Artikels prüfen wir gerade unsere Menüstruktur. Danke dafür.

    Herzliche Grüße,
    Sven

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  2. Adrian Thomys

    Vielen Dank für die sinnvollen Tipps. Ich stelle mir schon seit langer Zeit die Frage, welche der SEO Strategien für unser Startup anythinx wirklich relevant sind und tatsächlich funktionieren. Wir fokussieren uns aktuell auf PR Arbeit und werden so hoffentlich qualitativ hochwertige Backlinks generienen. Wir achten zusätzlich naturlich auf eine gute Seitenstruktur und saubere Textlinks.
    Aber reicht das aus? Was würdet ihr für unseren News Service für Dinge noch empfehlen?
    Danke!

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    1. Christoph Decker

      Schöner Artikel. Da Google immer mehr “gute Inhalte” in den Vordergrund rückt, sollte die Onpage-Content-Optimierung die solide Basis für den SEO-Erfolg bilden. Das kostet zwar am Anfang mehr Zeit und Geld, erspart aber hohe Investitionen in Google-Adwords, um gut Rankings zu erzielen.
      Als Optimierungs-Basis hat sich bei mir die Nutzung von WDF * IDF-Tools und semantischen Tools (z. B. xovi, semager) bewährt.
      Wobei diese nur die Ausgangs-Basis für interessant geschriebene Texte bilden, die zu einer langen Lesedauer und geringen Absprungraten führen sollten. Denn Google zieht immer mehr “User-Signale” für das Ranking heran.
      Zum Keywords-Research leistet das Google-Adwords-Tool “Keywordsplaner” gute Dienste. Da kann man alle Keywords, die man aus unterschiedlichen Quellen (Wettbewerb, Tools, Nachdenken) gesammelt hat, als Exceldatei mit Suchvolumen und Wettbewerbsintensität speichern und so die besten aussuchen.

      Antworten

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