Suchmaschinenmarketing

5 Jahre Partnerschaft: Mozilla versucht Yahoo wiederzubeleben

Yahoo als Standard im Firefox-Browser – reicht es aus, um die Suchmaschine wieder auferstehen zu lassen? Mozilla leistet sogar ein Redesign.

Kann Yahoo von den Toten auferstehen? © HuHu Lin - Fotolia.com

Mozilla und Yahoo verkündeten eine zukünftige Partnerschaft über fünf Jahre. Die Suchmaschine soll somit der Standard für die Suche im Firefox-Browser auf dem US-amerikanischen Markt sein. Finanzielle Details des Deals sind bislang unklar.

Wiederbelebungsversuch und Unabhängigkeit

Nach der Einführung der Enhanced Tiles macht Mozilla erneut von sich Reden. Das auf Microsoft Bing basierende Yahoo wird die kommenden fünf Jahre in den USA als Standardsuchmaschine im Firefox-Browser auf Mobile und Desktop integriert. Zehn Jahre war Google der Partner Mozillas, nun kommt der Versuch, Yahoo als Suchmaschine wieder populär zu machen. Ob das mit diesem Schritt gelingen wird, ist mehr als zweifelhaft. Jedoch hält Firefox in den USA immerhin einen Marktanteil von 15 Prozent, Yahoo vereinnahmt hingegen 10 Prozent des Suchmaschinenmarkts. Mit dem Slogan „Choice and Innovation“ begründet Mozilla die Partnerschaft, zwischen den Zeilen soll besonders Unabhängigkeit von dem Suchmaschinenriesen Google geschaffen werden – für das Unternehmen sowie für die Nutzer.

Es spielen aber sicherlich auch rein finanzielle Gründe eine Rolle. Laut dem Spiegel zahlte Google im Jahr 2012 noch 280 Millionen US-Dollar an Mozilla und machte damit ziemlich genau 90 Prozent der Jahreseinnahmen des Unternehmens aus. Wahrscheinlich wollte sich der Gigant mittlerweile nicht auf einen neuen Vertrag in der Größenordnung einlassen.

Mozillas CEO Chris Beard möchte seinen Firefox-Browser als Standard für alle User etablieren. Seiner Meinung nach ist er auf einem guten Weg. „Search is a core part of the online experience for everyone, with Firefox users alone searching the Web more than 100 billion times per year globally“, schreibt er auf dem firmeneigenen Blog.

Neues Design sowie Innovation in Russland und China

Firefox: Yahoo-Suche als Standard

© Mozilla

Im Dezember soll die Kooperation bereits für alle sichtbar werden. Es ist von einem Design die Rede, das „clean, modern and immersive“ ist und mit Input des Mozilla Teams geschaffen wurde. Der Look erinnert auf den ersten Blick jedoch sehr stark an Google.

Auch für andere Länder sind Änderungen im Browser zu erwarten. Russland greift auf die Dienste der Suchmaschine Yandex zurück und in China wird Baidu als Standard für die Suche eingebunden. Google, Bing, DuckDuckGo, eBay, Amazon, Twitter und Wikipedia bleiben weiterhin als Suchoptionen erhalten. Auch der Geolocation-Service und Safe Browsing soll weiter über Google laufen. Insgesamt kann Firefox global mit 61 vorinstallierten Search-Providern in 88 verschiedenen Sprachen aufwarten.

Yahoo ist stolz auf die Partnerschaft und plant weitere gemeinsame Schritte. „The agreement also provides a framework for exploring future product integrations and distribution opportunities to other markets“, heißt es in der Pressemitteilung des Konzerns.

Quelle: Mozilla

 

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