E-Mail

4 Gestaltungstipps für die Willkommens-E-Mail: Probier’s mal mit Persönlichkeit

Begrüßungs-E-Mails sind ein entscheidender Schritt für den Beziehungsaufbau mit Kunden und generieren in der Regel 3x mehr Transaktionen und Umsätze als andere Mails.

© Flickr / gajman, CC BY 2.0

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Die Beziehung mit deinen Nutzern solltest du am besten wie jede andere menschliche Beziehung handhaben: Auch wenn diese über das Internet besteht, handelt es sich hinter den Bildschirmen um reale Menschen, die miteinander kommunizieren. Du versuchst auf die Bedürfnisse bzw. Nachfragen deines unbekannten Gegenübers einzugehen und dabei eine Bindung zu ihm aufzubauen. Mit der Welcome-E-Mail hinterlässt du einen ersten entscheidenden Eindruck und bekommst die Möglichkeit zu zeigen, dass du die Zeit des Nutzers nicht verschwendest. Welcome-E-Mails sind aber nicht nur wichtig, um eine langanhaltende Beziehung einzuleiten, sondern auch für die Conversion eines Unternehmens von hoher Bedeutung. Wir zeigen dir mit der Hilfe von Alex Mohr und KISSmetrics ein paar Möglichkeiten, wie du deine Begrüßungspost optimieren kannst.

Eine kleine Anmerkung im Voraus: Die Tipps gelten nicht gleichermaßen für alle, denn je nach Art und Größe des Unternehmens, können manche Tipps wichtig und andere eher unwichtig sein. Demnach sollte abgewogen werden, welche der Möglichkeiten für das eigene Unternehmen relevant oder hilfreich sein könnten. Am besten ist es, die ein oder andere Veränderung einfach zu testen und die Resultate immer auch anhand von Daten und Analysen zu überprüfen. Wenn du etwas gefunden hast, was gut funktioniert, dann kannst du im nächsten Schritt mit Hilfe der Ergebnisse deine E-Mail Strategie optimieren.

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Tipp 1: Sei persönlich

Eine persönliche Zuwendung zum Kunden ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass dieser sich auch angeprochen fühlt. Vor allem für kleine Unternehmen mit einer überschaubaren Kundschaft bietet es sich an, diese Zuwendung zu ‘vertiefen’. Zum Beispiel, indem der Nutzer mit einer realen Person verbunden wird, die ihm durch den Onboarding Prozess hilft und als Ansprechperson zur Verfügung gestellt wird.

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Willkommens-E-Mail von Twilio, © KISSmetrics

Tipp 2: Sei präzise

Damit dein Text auch gelesen wird, kürze ihn auf die wichtigsten Informationen. Andernfalls besteht eine ziemlich hohe Chance, dass ein großer Teil gar nicht erst gelesen wird.

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Instacart Wellcome-E-Mail, © KISSmetrics

Wenn deine Begrüßungs-E-Mail hauptsächlich aus einem großen Button und einem kurzen Rahmentext besteht, ist es vor allem wichtig darauf zu achten, dass der Buttontext auch ohne den Rahmentext Sinn macht. Es sollte wie im Beispiel (“Shop Now”) immer eine logische nachzuvollziehende Handlung im Vordergrund stehen, die auch dann verständlich und vor allem gut lesbar ist, wenn man mobil unterwegs ist.

Tipp 3: Rücke die Marke ins richtige Licht

Zum einen spielt der Zeitpunkt, an dem die Marke dem Nutzer präsentiert wird, eine wichtige Rolle: Ein neuer Nutzer sollte in der Regel nicht länger als fünf Minuten auf die Bestätigung seines neuen Accounts warten. Wahrscheinlich ist er zu diesem Zeitpunkt aber noch auf der Seite beschäftigt und widmet der Email keine weitgehende Aufmerksamkeit. Deshalb ist eine Möglichkeit – wenn deine Nutzer nach der Registrierung mit den nächsten Schritten fortfahren können – mit der Conversion fokussierten E-Mail zu warten, sodass die Auseinandersetzung mit dem Seiteninhalt nicht unterbrochen wird und sie sich im Anschluss der E-Mail widmen. Du solltest darauf achten, die Customer Experience nicht mit deiner Post zu unterbrechen. Fiverr hat eine gute Möglichkeit gefunden, um den Nutzer wieder auf den richtigen Weg zu bringen: Mit einem kurzen Text und einem Button ‘Teste nun die Gigs’ erinnern sie den Nutzer daran, auf ihrer Seite aktiv zu werden und die Services auszutesten.

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Welcome-E-Mail von Fiverr, © KISSmetrics

Zum anderen sollten die Vorzüge der eigenen Marke hervorgehoben werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Jobplattform AngelList’s. Wenn sich ein Bewerber registriert, erhält dieser eine Welcome-E-Mail mit einem aktuellen Status des Onboarding Prozesses und wird über das mögliche weitere Vorgehen informiert. Zudem steht der größte Unterschied und ein Vorteil zu anderen Jobplattformen im Vordergrund, nämlich eine zusätzliche Auflistung des Gehalts und Marktwertes des jeweiligen Jobs.

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Begrüßungspost von AngelList, © KISSmetrics

Tipp 4: Und führe sie in Versuchung…

Wenn es zusätzlich etwas umsonst gibt, steigt in den meisten Fällen auch die Kaufbereitschaft. Ob Rabatte, Sonderangebote oder ein kostenloser Versand – den Kunden mit Geschenken oder Vergünstigungen zum Kauf zu motivieren ist ein bewährtes Mittel, das nicht unterschätzt werden sollte.

Zudem kann es für manche Services auch sinnvoll sein, mit Gated Content zu arbeiten. Death to The Stock Photo zum Beispiel sendet dem registrierten Nutzer monatlich eine Auswahl an kostenlosen Fotos.

Quelle: KISSmetrics

Über Lisa Schubert

Lisa Schubert

Lisa Schubert studiert Digitale Medienkommunikation im Master an der RWTH Aachen, wo sie ebenfalls ihren Bachelor in Kommunikationswissenschaft und Literaturwissenschaft abgeschlossen hat. Dank mehrerer Praktika hat sie bereits Erfahrungen im Online Marketing, insbesondere in den Bereichen SEO und Social Media, sammeln können. Nicht nur ihr großes Interesse am Online Marketing, sondern auch ihre Freude am Schreiben brachte sie zu OnlineMarketing.de.

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