E-Mail Marketing

10 Prozent Wachstum: Spam-Mails werden immer professioneller

Quantität und Qualität von Spam-Nachrichten nehmen erschreckend zu. Vier Maßnahmen im Umgang mit Spam.

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Während das E-Mail Marketing floriert und die Technologie dahinter immer ausgefeilter wird, entwickeln sich auch die Spammer konsequent weiter. Das Wachstum der betrügerischen Mails ist deutlich.

Spam-Mails steigen um 10 Prozent an

Die großen E-Mail-Anbieter GMX und WEB.DE veröffentlichen im Rahmen des Safer Internet Days am 07. Februar ihre Spam-Statistiken. Die Auswertung bestätigt einen Anstieg von Spam-Mails um 10,4 Prozent.

Wir stellen bei unseren Spam-Messungen einen kontinuierlichen Anstieg der kriminellen Aktivitäten im Netz fest. (…) Das bedeutet: Die Zahl der automatisierten Spam-Versender und Bot-Netze nimmt weiter zu,

so Sebastian Koye, Leiter E-Mail-Sicherheit bei WEB.DE und GMX. 117 Millionen solcher unerwünschten Mails trudeln bei GMX und WEB.DE täglich in die Postfächer der Nutzer. Im vorherigen Jahr waren es „nur“ 105 Millionen, die Dunkelziffer ist deutlich höher.

Spam-Versender lernen dazu

Ein Anbieter mit einem seltsamen Namen fordert dich in brüchigem Deutsch dazu auf einen Link anzuklicken. Tust du es? Natürlich nicht, es handelt sich ja um eine Spam-Mail. Aber was ist, wenn dich der Online-Shop, bei dem du vor zwei Tagen erst eingekauft hast, zum letzten Mal dazu auffordert, die offene Rechnung zu begleichen? Täuschend echte E-Mails verleiten immer mehr Leute, gefährlichen Links zu folgen und Geld an Betrüger zu überweisen.

Immer öfter setzten die Versender auch auf die emotionale Schiene, um ihre Opfer zu ködern. E-Mail-Leser werden stark verängstigt, eingeschüchtert oder sehr neugierig gemacht. Fiktive Rechtsanwälte, gefakte Bestellbestätigungen und falsche Vorstandsmitglieder bringen die kriminellen E-Mails auf ein neues ungeahntes Niveau.

4 Tipps im Umgang mit Spam

Blacklisting, Spam-Filter und Co. sollen das Internet sicherer machen, doch auch das klappt nicht immer. Daher hat der E-Mail-Provider eine Liste mit Maßnahmen ausgearbeitet:

  1. Gib deine E-Mail-Adresse nicht wahllos überall an. Heutzutage wird man an jeder digitalen Ecke danach gefragt. Spam-Versender gehen im Internet auf die Suche nach solchen, ahnungslos veröffentlichten E-Mail-Adressen.
  2. Antworte niemals auf eine Spam-Nachricht, denn damit zeigst du dem Versender, dass sie vergeben ist und du findest am nächsten Morgen womöglich noch mehr unerwünschte Nachrichten in deinem Postfach.
  3. Schau dir den Absender einer Mail lieber dreimal an, wenn du dir nicht sicher bist, ob dieser wirklich seriös ist. Potentiell gefährliche E-Mails sollten nicht geöffnet und Links auf gar keinen Fall nicht angeklickt werden.
  4. Eine Überlegung wert ist auch der Tipp, sich gleich mehrere E-Mail-Accounts für verschiedene Anlässe zu erstellen: einer für das Geschäftliche, einer für Freunde und Bekannte und ein weiterer für Online-Bestellungen, So behältst du einen besseren Überblick und bietest ein schwereres Angriffsziel für die Internet-Kriminalität.

Diese Regeln machen im Endeffekt auch das Leben der E-Mail Marketer leichter. Spammer sind schließlich schlecht für das Geschäft.

Quelle: GMX

Über Jasmine Barendt

Jasmine Barendt

"Das tun, was man gut kann": Jasmine Barendt hat als freiberufliche Content Marketing Managerin ihre Leidenschaft für Worte und Grafiken zum Beruf gemacht. Bei ihr entsteht Content zur Unterhaltung, zur Information, zum Weitersagen und Wiederkommen, zur Kundenbindung und -gewinnung. Als Texterin und Grafikerin unterstützt sie Online Magazine mit ihren Kompetenzen.

Ein Gedanke zu „10 Prozent Wachstum: Spam-Mails werden immer professioneller

  1. Jochen

    42 Milliarden Spam Mails im Jahr 2016, das ist echt hart. Wenn man PI mal Daumen von dem doppelten als Dunkelziffer ausgehen kann sind rund 13 bis 20 % Spam Mails, die alle Deutschen erhalten haben.
    Ich finde Punkt 3 und 4 am aller wichtigsten, da die kostenlosen PDF’s, Videos’s sowie spezielle Inhalte heutzutage nur noch per E-Mail zu erhalten sind, bzw. man einige Internetseiten nicht einmal mehr besuchen kann ohne seine Daten anzugeben.
    Ich hoffe das in 2017 mehr auf einen sicheren Umgang mit dem eigenen Postfach und den persönlichen Daten hingewiesen wird und aus Spam sinnvolles Marketing wird, ohne anderen einfach das Geld aus der Tasche ziehen zu wollen.
    Vielen Dank für das darauf aufmerksam machen

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