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Geld verdienen mit Spotify und Co.? So viel zahlen Streaming-Dienste Künstlern wirklich
© Spencer Imbrock - Unsplash

Geld verdienen mit Spotify und Co.? So viel zahlen Streaming-Dienste Künstlern wirklich

Aniko Milz | 26.10.20

Wie viel Geld verdienen Künstler mit Streaming-Diensten wie Spotify, Deezer oder Amazon Music? Eine neue Auswertung zeigt, was Künstler pro Stream auf den verschiedenen Plattformen einnehmen.

Während Künstler und Künstlerinnen früher mit CD-Verkauf und Konzerten ihr Geld verdienten, hat sich die Musikbranche in den vergangenen Jahren verändert. CDs werden immer weniger gekauft, stattdessen hören Fans die Musik über Streaming-Dienste wie Spotify. Demnach machen die Einnahmen aus dem Musik-Streaming fast 64 Prozent aller Umsätze der Künstler aus. Doch die verschiedenen Anbieter unterschieden sich stark in ihren Ausschüttungen. Eine Auswertung von Atlas VPN zeigt auf, wie viel Geld eine Band oder ein Künstler für eine Million gestreamte Songs verdient.

Mittlerweile generieren Streams einen Großteil des Umsatzes in der Musikbranche

In 2019 betrug der Umsatz im Musik-Business 11,1 Milliarden. Musik-Streaming zeichnete dabei für 7,1 Milliarden verantwortlich. 2009 brachten CDs noch gut 50 Prozent des Umsatzes ein (4,3 Milliarden). Zehn Jahre später ist dieser Wert stark gefallen und rangierte 2019 bei 614,5 Millionen, was 5,5 Prozent des Gesamtumsatzes entspricht. Das zeigt klar, welche Richtung Musiker und Musikerinnen einschlagen sollten, doch es ist gar nicht so einfach, sich in der Welt der Streaming-Dienste zurechtzufinden. Besonders in der Höhe der Auszahlung und der Anzahl der zahlenden User unterscheiden sich die Angebote.


Um die Zahlen kurz anhand einiger Beispiele zu verdeutlichen: Der Musiker The Weeknd hat auf Spotify 59.979.743 monatliche Hörer, Streams dürften demnach höher sein. Das bedeutet ein monatliches Einkommen von 208.729,50 US-Dollar allein über Spotify. Ed Sheeran bekommt so 181.106,91 US-Dollar monatlich zusammen und Beyonce 118.510,80 US-Dollar. Natürlich finden sich die drei Artists in den Top 10 der Spotify Charts und spielen somit in einer anderen Liga als die meisten anderen Künstler.

Ein guter Preis pro Stream nützt bei wenig Usern nicht viel

Doch geht man von einem monatlichen Bruttolohn von etwa 3.100 Euro (3.700 US-Dollar) aus, müssten Künstler mit ihrer Musik auf YouTube 2,4 Millionen Streams erzielen, auf Spotify wären es etwas über eine Million Streams, bei Amazon Music 871.830 und bei Apple Music 550.222. Rein nach der Höhe der Ausschüttung dürfte man also meinen, dass Künstler am ehesten auf Napster unterwegs sind. Schließlich zahlt der Dienst mit 0,00916 US-Dollar pro Stream das Dreifache von Spotify und knapp das Sechsfache von YouTube. Doch das nützt recht wenig, wenn auf Spotify und YouTube deutlich mehr User unterwegs sind, die die Musik streamen.


Wirft man einen Blick auf die User-Zahlen steht YouTube mit zwei Milliarden vorne, doch die Plattform kann nicht mit vielen zahlenden Kunden glänzen. Während bei Apple Music und Amazon Music die gesamte Userbase zahlt, sind es bei YouTube nur ein Prozent. Bei Deezer und Spotify etwa die Hälfte, bei Napster und Pandora sind etwa zehn Prozent Premium User.

Künstler und Künstlerinnen haben meist keinen exklusiven Vertrag mit einem der Streaming-Dienste und können ihre Musik demnach über mehrere Kanäle veröffentlichen und sich so ein Einkommen sichern.

Kevin Lasarz am 26.10.2020 um 15:22 Uhr

Die Verdienste bei The weekend und Ed sheeran Beispielweise sind deutlich deutlich höher. The weekend hat im schnitt etwa 15 Millionen Stream pro Tag. Das sind etwa 52.500$ Umsatz täglich. Im monat also gut 1.5 Millionen. Wenn man einen Spotify Artist zugang hat, kann man sich im „Audience“ Bereich Künstler Streams anzeigen lassen. Deshalb die Präzissen Angaben. Vielleicht im Artikel ergänzen.

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Aniko Milz am 28.10.2020 um 08:17 Uhr

Hallo Kevin,
danke für deinen Kommentar. Meine Schätzung beruhte ja auf den monatlichen Hörer*innen, dass die Streams höher sind, ist zu vermuten, da man als Ed Sheeran Fan wohl mehrere Lieder pro Monat hört. Danke auf jeden Fall für den Tipp, ich werde das ergänzen!
Liebe Grüße,
Aniko

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