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Karriere Tipps
Die Dosis Vitamin B bei der Jobsuche: Wie sehr helfen gute Kontakte wirklich?

Die Dosis Vitamin B bei der Jobsuche: Wie sehr helfen gute Kontakte wirklich?

Michelle Winner | 30.09.21

Oft heißt es, dass man an die besten Jobs nur über Kontakte kommt. Stimmt das wirklich? Eine aktuelle Umfrage wirft ein neues Licht auf den Mythos.

Gute Kontakte verschaffen gute Jobs – stimmt das wirklich? Können dir Familie, Freund:innen und Bekannte wirklich dabei helfen, Traumjobs zu ergattern? Jobportal Monster hat sich diese Frage ebenfalls gestellt und in Zusammenarbeit mit YouGov eine Umfrage durchgeführt, um zu ermitteln, wie sehr das sogenannte Vitamin B wirklich bei der Jobsuche hilft.

Weniger nützlich als angenommen

Insgesamt 39 Prozent der Befragten haben schon einmal einen Job durch die Hilfe von Bekannten oder Familie ergattert. 55 Prozent haben dies hingegen noch nie erlebt. Scheinbar ist Vitamin B also doch keine so gängige Praxis im Berufsalltag. Trotzdem kann Netzwerken Vorteile bringen. Besonders die jüngere Generation scheint davon zu profitieren. 48 Prozent der Befragten zwischen 25 und 34 Jahren geben an, schon einmal einen Job über Kontakte ergattert zu haben. Bei der Altersgruppe 55+ sind es lediglich 33 Prozent. Aktives Netzwerken spielt also vor allem für jüngere Arbeitnehmer:innen eine Rolle bei der Jobsuche. Dazu sagt Maren Hallin, Head of Marketing DACH bei Monster:

Wir gehen davon aus, dass jüngeren Generationen die Wichtigkeit des Netzwerkens im Allgemeinen stärker bewusst ist. Dazu kommt, dass die Nutzung von Social Media es heutzutage enorm erleichtert, Kontakte aufrechtzuerhalten und größere Netzwerke aufzubauen. Das spielt jüngeren Generationen hier klar in die Karten.

Social Media und Karrierenetzwerke scheinen wirklich eine entscheidende Rolle bei der Jobsuche über Kontakte zu spielen. Denn von den Personen, die noch nie Arbeit über Vitamin B gefunden haben, sind 66 Prozent nicht bei einem sozialen Netzwerk registriert. Jobsuche über den Bekanntenkreis ist zudem auch keine Frage des Geschlechts. So finden sowohl Frauen (37 Prozent) als auch Männer (41 Prozent) in etwa gleich oft so eine neue Stelle über ihre Kontakte.

Zu wem werden Kontakte besonders gepflegt?

Interessant sind die Ergebnisse hinsichtlich der Frage, zu wem Arbeitnehmer:innen langfristig Kontakt halten. Besonders häufig halten die Befragten Kontakt zu Schulfreund:innen (47 Prozent) und ehemaligen Kolleg:innen (47 Prozent). Männer tendieren laut der Umfrage eher dazu, den Kontakt zu Studienbekanntschaften zu pflegen. Der Kontakt zu den ehemaligen Vorgesetzten, Lehrer:innen und Dozenten wird hingegen relativ schnell abgebrochen. 21 Prozent bleiben sogar mit ihren Ex-Partner:innen vernetzt. Hallin erklärt die Ergebnisse wie folgt:

Insbesondere der Übergang von Schule oder Universität zum Beruf bedeutet meist, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Dafür brauchen viele eben einen klaren Cut. Das Gleiche gilt für das Verhältnis zu Ex-Chef:innen. Die Umfrage zeigt klar, dass freundschaftliche Kontakte offenbar eine größere Rolle beim beruflichen Netzwerken spielen, als rein professionelle Kontakte. Persönliche Kontakte zu pflegen lohnt sich also nicht nur privat, sondern auch, um Türen ins Wunschunternehmen oder zum Traumjob zu öffnen und beruflich den nächsten Schritt zu gehen.

Nach diesen Ergebnissen lohnt es sich also, zu den Kolleg:innen nicht nur eine professionelle, sondern auch freundschaftlichere Beziehung zu pflegen. Und auch Menschen, die du bereits seit den früheren Stufen deines Lebens kennst, können in den späteren Stufen eine wichtige Unterstützung sein. Kontakthalten muss auch gar nicht schwer sein. Eine Reaktion auf einen Post und Glückwünsche zu Geburtstagen oder Feiertagen reichen oft schon aus, damit du in Erinnerung bleibst. Am einfachsten geht das natürlich über die sozialen Netzwerke.

Fällt es dir leicht, deine Kontakte zu pflegen? Hast du schon einmal einen Job über Vitamin B ergattern können? Und nutzt du Karrierenetzwerke wie Xing oder LinkedIn? Lass es uns gern in den Kommentaren wissen.

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